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FC Bayern gegen Donezk: Thomas Müller hat "ganz komisches Gefühl"

Champions-League-Spiel gegen Donezk  

Kein Trip wie jeder andere! FC Bayern reist mit "komischem Gefühl" in die Ukraine

17.02.2015, 15:01 Uhr | t-online.de, dpa

FC Bayern gegen Donezk: Thomas Müller hat "ganz komisches Gefühl". Thomas Müller reist mit einem mulmigen Gefühl in die Ukraine. (Quelle: dpa)

Thomas Müller reist mit einem mulmigen Gefühl in die Ukraine. (Quelle: dpa)

Mit einem "ganz komischen Gefühl", wie es Thomas Müller im "kicker" ausdrückt, hat der FC Bayern München die Reise ins ukrainische Lwiw angetreten. Hier wird der Rekordmeister (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) sein Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Schachtjor Donezk austragen. Müller: "Es ist schwer zu begreifen und ein eigenartiges Empfinden, gegen eine Mannschaft zu spielen, die in einem Kriegsgebiet beheimatet ist."

Zumal wegen des Konflikts in der Ostukraine nicht in Donezk, sondern in Lwiw im Westen des Landes gespielt werden muss. Die "Donbass Arena", im Sommer 2012 noch Spielstätte der EM, ist durch Bomben- und Granateneinschläge schwer beschädigt.

Abschlusstraining in München

Bereits seit Monaten trägt Schachtjor daher seine Heimspiele im rund 1000 Kilometer entfernten Lwiw aus. "Es ist seltsam, dass man Champions League spielt und dazu in eine andere Stadt ausweichen muss", sagte Müller.

Überhaupt wird der Ausflug in die krisengeschüttelte Ukraine für die Münchner keine Reise wie jede andere. Das Abschlusstraining leitete Pep Guardiola noch am Montagvormittag in München. Dann ging es am Nachmittag nach Lwiw. Bereits 38 Stunden später, am Mittwochmorgen ist die Rückkehr nach München geplant. Dafür wird in Lwiw eigens das Nachtflugverbot aufgehoben.

Reiseveranstalter sieht "keine Gefahr"

Sogar auf das traditionelle Bankett nach dem Spiel werden die Bayern dieses Mal verzichten. Ohnehin hatten sich weniger Sponsoren und VIPs für die Reise interessiert. Dennoch wird der Tross rund 400 Personen stark sein.

"Wir haben uns bei der UEFA erkundigt, beim Auswärtigen Amt und bei der deutschen Botschaft in Kiew. Für uns besteht keine Gefahr", sagte Reiseleiter Robert Ostermeier vom Veranstalter "FCB Tours" gegenüber der "Abendzeitung".

Rummenigge: "Spezielle Voraussetzungen"

Das gleiche gilt laut Mediendirektor Markus Hörwick für das kickende Personal: "Von unseren Spielern muss sich keiner Sorgen um die Sicherheit vor Ort machen." Dennoch zeigte sich Trainer Guardiola "besorgt über die Situation in der Ukraine", auch Rummenigge sprach von einem Spiel "unter speziellen Voraussetzungen".

Dass die Situation in der Ukraine an den Spielern nicht spurlos vorrübergeht, machte auch Arjen Robben deutlich. "Das ist schon im Kopf, geht einem jeden ans Herz", sagte der Niederländer, "wir sind zwar Fußballspieler, aber zu allererst Menschen. Man verfolgt das alles. Solche Kriege und so eine Krise, das nimmt einen mit. Man fährt da nicht hin und schaltet das alles aus."

Müller macht sich Gedanken

"Diese Situation ist irgendwie surreal. Man weiß, dass dort dieser schreckliche Krieg ist, realisiert es aber nicht so, weil man so eine schlimme Situation nicht kennt - Gott sei Dank nicht kennt", beschrieb Müller seine Gefühlslage vor Reiseantritt.

Der 25-Jährige warnte vor allzu hohen Erwartungen, der Sport oder die Vereine sollten in politische Fragen eingreifen, "andererseits dürfen und können wir Fußballer die Augen vor so gravierenden Problemen nicht verschließen."

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