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Eintracht Frankfurt sucht Trainer: Sascha Lewandowski Top-Kandidat

Kontakt zu Berater aufgenommen  

Sascha Lewandowski ist Top-Kandidat in Frankfurt

27.05.2015, 14:29 Uhr | sid, dpa

Eintracht Frankfurt sucht Trainer: Sascha Lewandowski Top-Kandidat. Bayers Jugendkoordinator Sascha Lewandowski wird in Frankfurt als Schaaf-Nachfolger gehandelt. (Quelle: imago images/Simon)

Bayers Jugendkoordinator Sascha Lewandowski wird in Frankfurt als Schaaf-Nachfolger gehandelt. (Quelle: Simon/imago images)

Sascha Lewandowski ist Favorit auf die Trainer-Nachfolge des bei Eintracht Frankfurt zurückgetretenen Thomas Schaaf. Das berichten Frankfurter Zeitungen übereinstimmend. Laut "Bild" hat der Bundesligist bereits seit längerer Zeit Kontakt zu Lewandowskis Berater, dem früheren Bayern-Manager Christian Nerlinger. Direkte Gespräche mit dem auch von anderen Klubs umworbenen Trainer habe es aber noch nicht gegeben.

Der 43 Jahre alte Lewandowski trainierte bereits zweimal auch die Bundesliga-Profis von Bayer Leverkusen - einmal im Gespann mit Sami Hyypiä und dann am Ende der Saison 2013/14 als Interimslösung nach der Freistellung des Finnen. Vor zwei Jahren übernahm er den neu geschaffenen Posten des Nachwuchs-Cheftrainers bei Bayer.

Bayer-Bosse wollen Geld sehen

Sein Vertrag ist noch bis 2016 gültig, der Verein würde ihn aber wegen seiner Verdienste gegen Zahlung einer Ablösesumme ziehen lassen. "Verträge kann man beenden, aber nicht ohne Bakschisch", sagte der Leverkusener Geschäftsführer Michael Schade. Auch Sportdirektor Rudi Völler betonte: "Man würde sicher eine Lösung finden. Aber nicht für Nichts."

Lewandowski war schon vor einem Jahr ein Thema in Frankfurt. Dass sein Name auch in den vergangenen Tagen immer wieder durchsickerte, war einer der Gründe für Schaaf, sich bei der Eintracht von mehreren Seiten hintergangen zu fühlen. Der langjährige Trainer von Werder Bremen hatte Frankfurt am Dienstag nach nur einem Jahr wieder verlassen, weil er seine Arbeit dort nicht ausreichend gewürdigt sah.

Hübner: zukünftiger Coach "muss Eintracht kennen"

Nach einer durchwachsenen Saison wollte eigentlich auch Bruno Hübner die Seele baumeln lassen. Doch statt Urlaub steht für Frankfurts Sportdirektor erst einmal die Suche nach einem Nachfolger auf dem Programm. "Es wird nicht so einfach, denn wir wollen den bestmöglichen Trainer holen", sagte Hübner und verriet über das Anforderungsprofil: "Es ist wichtig, dass er den Kader und die Eintracht kennt, damit er alles bewerten kann."

Zeitdruck scheint Hübner jedoch nicht zu haben. Zumal "80 bis 90 Prozent" des Kaders für die neue Saison schon steht und es keinen personellen Umbruch wie noch vor der abgelaufenen Runde ansteht. "Wir wollen die Mannschaft noch gezielt verstärken", kündigte der Sportdirektor an. In knapp fünf Wochen beginnt die Vorbereitung auf die Spielzeit 2015/2016.

Auch vermeintliche Kandidaten wie Thorsten Fink, Jens Keller und Bernd Schuster geisterten durch den Frankfurter Blätterwald. Doch alles scheint auf Lewandowski hinauszulaufen, der als moderner und kommunikativer Coach gilt.

Funkel prophezeit "schwere Zeiten"

Nach Meinung einiger Eintracht-Profis und einiger Personen im Aufsichtsrat wäre Lewandowski wohl das ersehnte Kontrastprogramm zum nüchternen Schaaf. Der einstige Frankfurter Trainer Friedhelm Funkel (2004 bis 2009) bewertete die Flucht des 54-Jährigen als konsequent. "Hut ab vor Thomas Schaaf, das hat er nicht nötig", sagte Funkel beim Radiosender hr1.

Wohlwissend, dass der Trainer gerade im einflussreichen Aufsichtsrat umstritten war. Nur Vorstandsboss Heribert Bruchhagen soll am Ende noch vorbehaltlos zu Schaaf gestanden haben. "Ich kann die Unzufriedenheit aus den Gremien überhaupt nicht nachvollziehen", sagte Funkel, der den erreichten Tabellenplatz neun als "Faustpfand" bezeichnete: "Für jeden Nachfolger wird es jetzt schwer." Der 61-Jährige prophezeite den Hessen mittelfristig sogar "schwere Zeiten".

Der neue Mann wird vor allen Dingen die frappierende Auswärts- und Defensiv-Schwäche des deutschen Meisters von 1959 in den Griff bekommen müssen. Kein Bundesligist holte in der Fremde so wenige Punkte wie die Eintracht (elf Zähler) - und kassierte dabei so viele Gegentreffer (36).

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