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FC Bayern: Darum ist Thomas Müller der mächtigste Mann

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An einem seidenen Faden  

Darum ist Müller derzeit der mächtigste Mann beim FC Bayern

25.08.2015, 16:13 Uhr | t-online.de

FC Bayern: Darum ist Thomas Müller der mächtigste Mann. Thomas Müller könnte mit seinem Wechsel einen ganzen Weltklub ins Wanken bringen. (Quelle: imago/MIS)

Thomas Müller könnte mit seinem Wechsel einen ganzen Weltklub ins Wanken bringen. (Quelle: MIS/imago)

Von Thomas Tamberg

Präsident und Aufsichtsratschef Karl Hopfner, der gesamte Vorstand mit dem sportlich verantwortlichen Matthias Sammer und Chef Karl-Heinz Rummenigge an der Spitze sowie natürlich Trainer Pep Guardiola: Sie alle beim FC Bayern sind die Vorgesetzten von Thomas Müller. Doch in den letzten Wochen hat sich immer mehr abgezeichnet, dass der mächtigste Mann beim Rekordmeister kein Anzugträger ist, sondern eben jener 25-jährige Fußballer. Und das hat auch mit Bastian Schweinsteiger zu tun.

Van Gaal lockt von der Insel

Müller hat einen großen Anteil am perfekten Bundesligastart der Münchner. Zwei Tore zum Auftakt gegen den Hamburger SV und ein Treffer beim jüngsten 2:1-Erfolg in Hoffenheim steuerte der Weltmeister bei. Damit führt er mit drei Toren die Torjägerliste an. Doch es sind nicht nur die Treffer, in seiner ganzen Spielanlage strahlt Müller derzeit seine ihm so eigene Spielfreude und Schlitzohrigkeit aus. Der ungewöhnlich lange Urlaub scheint dem Angreifer gut getan zu haben.

Einer, der schon immer die Qualitäten Müllers zu schätzen wusste, arbeitet derzeit bei Manchester United und heißt Louis van Gaal. Ebenso wie der Niederländer während seiner Zeit beim FC Bayern Schweinsteiger zum Weltklasse-Sechser formte, entdeckte er Müller für das Profiteam und schenkte dem damaligen Nobody das totale Vertrauen. Schweinsteiger konnte van Gaal vor wenigen Wochen auf die Insel locken. Nun lässt er nichts unversucht, damit auch Müller seinem Lockruf erliegt.

Müllers Verkauf ist nicht vermittelbar

Zuletzt soll Manchester United ein Angebot über 85 Millionen Euro abgegeben haben. Gut möglich, dass bis zum Ende der Wechselfrist am 31. August noch ein paar Scheine dazukommen und an der 100-Millionen-Euro Marke gekratzt wird. "Louis van Gaal ist sehr sturköpfig. Aber es gibt keinen Preis für Thomas Müller", sagte Vorstandschef Rummenigge kürzlich und erklärte Müller sei unverkäuflich und das gleich lebenslang. Rummenigge: "Wenn Thomas eines Tages aufhört, möchten wir ihn auch gerne in den Verein einbinden."

Solche Sätze hat Schweinsteiger von der Klubführung nie gehört. Auch das hat dazu geführt, dass in der öffentlichen Wahrnehmung hängengeblieben ist, die Verantwortlichen wollten den "Fußballgott" gerne loswerden. Seitdem werden ihre Entscheidungen deutlich kritischer beobachtet. Einen zusätzlicher Verkauf Müllers wäre den Fans nicht vermittelbar.

Sogar bei den Fans anderer Klubs anerkannt

Müller ist schließlich gerade dabei, das Vakuum außerhalb des Platzes zu schließen, das Schweinsteiger hinterlassen hat. Er ist in der Teamhierarchie aufgestiegen und übernimmt als dritter Kapitän zusätzliche Verantwortung. Während der China-Reise unterstrich er mit seiner lockeren Art einmal mehr, dass er auch bei der Repräsentation des Klubs stets eine gute Figur macht. Müller ist obendrein der wohl beliebteste Fußballer Deutschlands und auch bei Fans anderer Teams anerkannt. Das muss man erst einmal schaffen als Bayern-Spieler.

All das macht ihn zusammen mit seinen Qualitäten als Fußballer so wichtig für den FC Bayern. Nach Schweinsteigers Wechsel ist er zur zentralen Figur des Klub-Marketings aufgestiegen. Ein sympathischer Bayer und Weltklasse-Fußballer: Mehr kann sich der FC Bayern nicht wünschen. Doch Müller ist plötzlich der letzte seine Art. Lahm erfüllt zwar auch diese Kriterien, aber Müller hat diesen gewissen Unterhaltungsfaktor in die Wiege gelegt bekommen, der ihn so besonders macht.

Für immer München - nicht unbedingt

Schweinsteiger ist weg, der frühere Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hat eine Diskussion über "zu viele ausländische Spieler" angestoßen, dazu das ständige Millionen-Werben Manchesters um Müller: Kaum auszudenken, wenn der Bayern-Star in dieser Gemengelage laut über einen Wechsel nachdenken würde.

Ganz so abwegig ist es nämlich nicht. Man sollte den Offensivmann nicht auf seine urbayerische Bodenständigkeit reduzieren und daraus einen Wechsel ausschließen. Damit würde man Müller nicht gerecht werden. Schon einmal kokettierte er öffentlich mit seinem Abschied. Das war vor einem Jahr. Schon damals wollte ihn van Gaal zu Manchester United holen. Nun steht er dort noch höher im Kurs. Er könnte sein Gehalt verdoppeln und der ehemaligen Kollege Schweinsteiger ist ja auch schon da.

In der besten Verhandlungsposition

Mit van Gaal hätte Müller wieder einen Trainer, der bedingungslos hinter ihm stehen würde. Das ist bei Guardiola bekanntlich nicht so. Nicht nur einmal rasselten die beiden aneinander, wenn der Spanier seinen Spieler wieder einmal frühzeitig vom Feld genommen hatte. Zuletzt war dies beim Supercup gegen Wolfsburg der Fall. Guardiola dürfte sich in den kommenden Wochen hüten, den Star mit solchen Aktionen zu reizen.

Mit einem einzigen öffentlichen Satz über Wechselabsichten könnte Müller in diesen Tagen einen ganzen Weltklub in eine gefährliche Schieflage versetzen. Kein anderer Protagonist im Verein hat derzeit so viel Macht.

Der Ärger über den Schweinsteiger-Abgang würde sich in unvorhersehbare Höhen potenzieren. Zum Glück für die Münchner ist Müller keiner, der eine solche Position ausnutzt. Dennoch ist es aktuell ein ziemlich guter Zeitpunkt für ihn, mit dem FC Bayern über eine Vertragsverlängerung zu reden. Auch wenn der aktuelle Kontrakt noch bis 2019 läuft. Schließlich will man ihn ja lebenslänglich halten.

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