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Traumstart des BVB: Castro und Großkreutz sind die großen Verlierer

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Castro und Co.  

Das sind die Verlierer des Dortmunder Traumstarts

26.08.2015, 15:18 Uhr | pab, t-online.de

Traumstart des BVB: Castro und Großkreutz sind die großen Verlierer. Bankdrücker statt Startelfkandidat: Borussia Dortmunds Gonzalo Castro. (Quelle: imago/Eibner)

Bankdrücker statt Startelfkandidat: Borussia Dortmunds Gonzalo Castro. (Quelle: Eibner/imago)

Je näher das Ende der Transferperiode rückt, desto wilder brodeln die Gerüchte. So spekulierte der "kicker" jüngst, Borussia Dortmund könnte Gonzalo Castro an Bayer Leverkusen abgeben. Eben jenen Spieler also, den der BVB den Rheinländern gerade erst für die stolze Summe von elf Millionen Euro weggeschnappt hat.

Das Verrückte daran: So verrückt ist das gar nicht. Denn während Schwarz-Gelb seinen vermeintlichen Königstransfer zurzeit nicht braucht, sucht Bayer händeringend Ersatz für den verletzten Castro-Nachfolger Charles Aranguiz. Alle Parteien würden gewinnen.

Am Ende wird eine solche Rückabwicklung wohl nicht zustande kommen. Alleine schon deshalb, weil sich der BVB nach dem Fehlgriff mit Ciro Immobile nicht erneut ein teures Missverständnis eingestehen will. Aber schon jetzt gehört Castro zu den wenigen Verlierern des ansonsten traumhaften BVB-Saisonstarts.

Neben Gündogan und Weigl ist kein Platz

Der 28-Jährige war als Chef fürs Zentrum geholt worden, als Fixpunkt für den Neuaufbau. Doch dann entschied sich Ilkay Gündogan, beim BVB zu bleiben. Und in der Vorbereitung stahl der 19-jährige Shooting-Star Julian Weigl dem Routinier Castro die Show. Außerdem haben die Westfalen ja noch Sven Bender für das defensive Mittelfeld. In der Schaltzentrale ist nun schlicht kein Platz mehr für Dortmunds teuersten Transfer dieses Sommers.

Nicht einmal auf sein Allrounder-Talent kann Castro uneingeschränkt bauen. Als rechter Außenverteidiger wird er jedenfalls so schnell nicht mehr auflaufen, nachdem ihm das Playoff-Hinspiel der Europa League beim Außenseiter Odds BK derbe danebenging: Er verspielte die Chance, die dann Matthias Ginter dankend ergriff. In der Bundesliga durfte der Castro bislang nur fünf Minuten ran. Er wird viel Geduld haben müssen, bis sich durch die Dreifachbelastung des BVB irgendwo im Mittelfeld eine neue Gelegenheit ergibt.

Kuba braucht Spielpraxis für die EM

Ähnlich sieht die Lage für Publikumsliebling Jakub Blaszczykowski aus. Der Pole hatte in der Vorbereitung Pech mit Verletzungen, kurz vor der Asientour und unmittelbar vor dem Trainingslager in Bad Ragaz. Das hat den Flügelflitzer gewaltig zurückgeworfen. Das in einer Zeit, in der sich beim BVB Entscheidendes ändert: interne Abläufe, Trainingsinhalte und generell das Geschehen auf dem Platz. Tuchel will weg vom reinen Umschaltfußball, hin zur dominanten Spielweise. Wer da einige Tage fehlt, ist schnell abgehängt.

Das gilt auch in Kubas Fall. Der 29-Jährige muss tatenlos zusehen, wie die Dortmunder Offensivmaschine auch ohne ihn ins Rollen kommt. In den ersten sechs Pflichtspielen erzielte die teaminterne Konkurrenz bereits 20 Treffer. Während Henrich Mchitarjan unvermittelt aufblüht, stand Blaszczykowski nicht ein einziges Mal im Kader. Wenn Tuchel nun Sätze sagt wie "Kuba ist seit acht Jahren beim BVB und hat unbestritten seine Verdienste", hört sich das fast wie eine Abschiedsrede an. Zuletzt wurde Betis Sevilla mit dem früheren Kapitän der polnischen Nationalmannschaft in Verbindung gebracht, der sich mit den Weiß-Roten unbedingt den Traum von der EM 2016 erfüllen will und daher dringend Spielpraxis braucht.

Im BVB-Mittelfeld ist noch zu viel los

Auch für Kevin Großkreutz ist im deutlich zu großen Kader kein Platz - alleine im Mittelfeld streiten sich 14 Spieler um fünf Plätze. Zuletzt half der Weltmeister vier Mal im Regionalliga-Team des BVB aus. Auf Dauer kann das nicht der Anspruch des Ur-Borussen sein. Angesichts seiner schwachen Position verlor Großkreutz schon zwei Mal die Nerven und beschwerte sich über die Medien. Damit hat er sich bei den Verantwortlichen keine Freunde gemacht. Eine Verlängerung des bis Saisonende laufenden Vertrages ist unwahrscheinlich.

In Tuchels Planungen scheint die frühere Allzweckwaffe ohnehin keine Rolle zu spielen. Genau wie Moritz Leitner und Oliver Kirch. Den Dreien würde die Borussia keine Steine in den Weg legen, wenn sich ein Käufer fände, der eine Ablöse zahlt und die Gehaltsvorstellungen der Spieler erfüllt. Die letzten beiden Punkte schreckten zuletzt wohl Eintracht Frankfurt von einer Großkreutz-Verpflichtung ab. Dagegen durfte Kevin Kampl einige Male bei Tuchel vorspielen, der flinke Außenstürmer kommt immerhin auf 86 Pflichtspielminuten in der neuen Saison. Aber auch der Slowene, der seit seinem Winter-Wechsel nie überzeugen konnte, hat die Chancen des Neustarts bislang ungenutzt verstreichen lassen.

Weidenfellers Altersteilzeit ist gefährdet

Und schließlich ist da noch Roman Weidenfeller. Seine Zeit als Nummer eins beim BVB ist seit Saisonbeginn offiziell beendet. Er muss in der Bundesliga dem zehn Jahren jüngeren Roman Bürki den Platz zwischen den Pfosten überlassen. Selbst die goldene Brücke der Altersteilzeit scheint zu bröckeln: Beim spektakulären 4:3-Sieg über Odds BK wirkte der 35-Jährige unsicher und begünstigte das zwischenzeitliche 0:3, als er einen Distanzschuss auf die Torwartecke passieren ließ.

Im Rückspiel gegen die Norweger bekommt er wie zuvor abgesprochen einen weiteren Einsatz in der Startelf. Aber ob Tuchel auch in der Gruppenphase der Europa League an seinem Vorhaben festhält, den Routinier für sein sportlich faires und untadeliges Verhalten sowie für vorbildliche Trainingsleistungen mit Einsätzen zu belohnen, ist nun längst nicht mehr so sicher.

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