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VfL Wolfsburg: Julian Draxler bittet nach schwachem Debüt um Geduld

Weltmeister bleibt blass  

Draxler bittet um Geduld: "Es braucht Zeit"

13.09.2015, 10:34 Uhr | sid

VfL Wolfsburg: Julian Draxler bittet nach schwachem Debüt um Geduld. Julian Draxler (re.) gelang bei seinem Debüt längst nicht alles. (Quelle: imago images/Bernd Müller)

Julian Draxler (re.) gelang bei seinem Debüt längst nicht alles. (Quelle: Bernd Müller/imago images)

Enttäuschendes Debüt für Julian Draxler beim VfL Wolfsburg: Der Weltmeister war nach der Nullnummer mit den Wölfen beim FC Ingolstadt selbstkritisch, bat allerdings auch um Geduld. "Ich habe mich schwer getan, ins Spiel zu finden", sagte der Nachfolger von Kevin De Bruyne.

Gleichzeitig forderte der 21-Jährige Geduld ein: "Es braucht Zeit, manche Jungs kenne ich erst seit zwei, drei Tagen. Es geht jetzt Schlag auf Schlag, das wird sich finden."

Schon bei seinem Heim-Debüt für den VfL in der Champions League gegen ZSKA Moskau (Dienstag ab 20.30 Uhr im Live-Ticker von t-online.de) kommt die nächste Gelegenheit, und Draxler kann sie kaum erwarten. "Das wird ein Highlight, die Vorfreude ist sehr groß, auch wenn wir jetzt kurz enttäuscht sind", sagte der Nationalspieler, der seine beste Szene bei einem Distanzschuss in der 64. Minute hatte - zugleich die beste Gelegenheit für seine Mannschaft.

Hecking: "Müssen die Kirche im Dorf lassen"

Insgesamt fehlte dem Ex-Schalker, in den die Wölfe 35 Millionen Euro plus Zuschüsse investierten, noch die Bindung. Das lag allerdings nicht allein an ihm, sondern an einem zumeist recht behäbigen Auftritt des Vizemeisters und DFB-Pokalsiegers.

Deshalb hielt sich vor allem Trainer Dieter Hecking mit einer Einschätzung zum Neueinkauf zurück. Dies sei nach einem Spiel gar "überflüssig", erklärte der Coach: "Bei Julian kann das eine oder andere nicht so sitzen. Wir müssen da schon die Kirche im Dorf lassen."

Die Rolle, in die der 21-Jährige schlüpfen soll, ist ohnehin herausfordernd genug. De Bruyne, der für 75 Millionen Euro zu Manchester City ging, war in der Vorsaison an 31 Wolfsburger Toren direkt beteiligt. Manager Klaus Allofs hegt dennoch die Hoffnung, "dass alles viel schneller klappt" und fand Draxlers Vorstellung "in Ordnung".

Schürrle erneut unglücklich

Den Ex-Bayern Dante hingegen, der ebenfalls erstmals für den VfL auflief, sahen Hecking und Allofs "absolut souverän" und lagen damit gewiss nicht falsch. Äußerst unglücklich agierte derweil André Schürrle, der erstmals in dieser Saison in der Startelf stand. "Wir werden ihm dabei helfen, dass es nicht nur unglücklich, sondern bald auch wieder glücklich ist", sagte Hecking.

Unterm Strich war Hecking aber durchaus verärgert, zumal Bayern München und Borussia Dortmund bereits vier Punkte enteilt sind. "Der Spielaufbau war zu stockend. Wir waren nicht zwingend und nicht konsequent genug", sagte der VfL-Coach über die unzureichende erste Halbzeit.

Lange aufhalten wollte aber auch er sich nicht mit diesem vermeidbaren Remis. "Mund abwischen, Dienstag geht's weiter", sagte er, und Allofs ergänzte: "Wir wollen die Champions League genießen, brauchen gegen Moskau aber einen guten Tag."

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