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DFL-Spitze rüffelt Karl-Heinz Rummenigge und Andreas Rettig

Zentralvermarktung bleibt  

DFL-Spitze watscht Rummenigge und Rettig ab

02.12.2015, 19:06 Uhr | sid

DFL-Spitze rüffelt Karl-Heinz Rummenigge und Andreas Rettig. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge muss einen DFL-Rüffel einstecken. (Quelle: imago images/MIS)

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge muss einen DFL-Rüffel einstecken. (Quelle: MIS/imago images)

Die Ohrfeigen der DFL-Spitze für die "Geldeintreiber" von Bayern München und dem FC St. Pauli schallten bis an die Isar und die Elbe. "Die Liga sollte wieder ein einheitliches Bild abgeben, wenn Partner Milliarden in sie investieren sollen", sagte DFL-Boss Christian Seifert nach dem Treffen der 36 Profiklubs in Frankfurt am Main.

"Ausschreibungen werden nicht durch Interviews entschieden, sondern durch Angebote. Die Debatte jetzt zu führen, ist einfach nicht schlau", fügte Seifert an. Auch Ligapräsident Reinhard Rauball hält die Forderungen aus München und Hamburg für völlig Fehl am Platz.

"Ich möchte an die Klubs appellieren, dass bei diesem Thema wieder Ruhe einkehrt. Wir haben noch keinen neuen Fernsehvertrag. Erst dann sollten wir darüber diskutieren, was mit den Erlösen passiert", sagte der Jurist. Er betonte außerdem, dass am Ende ausschließlich der Ligavorstand über die Verteilung der TV-Gelder (bisher 65 Prozent zu gleichen Teilen an alle, 35 Prozent erfolgsabhängig) entscheiden wird.

Rettig rudert zurück

Pauli-Manager Andreas Rettig hatte seinen Fehler schon vor der Sitzung eingesehen. Er zog den Antrag, wonach die "Werksklubs" nicht mehr an den Erlösen aus der Vergabe der Medienrechte beteiligt werden sollen, zurück. "Wir haben leider festgestellt, dass die Solidarität zwischen erster und zweiter Liga auf dem Spiel steht", sagte Rettig.

Zentralvermarktung bleibt

Für Seifert steht zudem außer Frage, dass die Zentralvermarktung dem Modell der Einzelvermarktung weit überlegen ist. "Die Zentralvermarktung hat bisher sehr gut funktioniert. Die erfolgreichsten Ligen der Welt werden zentral vermarktet", sagte der DFL-Geschäftsführer.

Den Klubs wird aber zugestanden, über die Werbung auf den Trikotärmeln ab der Saison 2017/18 selbst zu entscheiden. Der zentrale Vertrag mit dem Logistikdienstleister Hermes läuft Ende der kommenden Spielzeit aus.

Bayerische Ausstiegsdrohung

Vor dem Treffen der Klubchefs stand die Zukunft des Finanzmodells der Bundesliga auf dem Spiel. Zahlreiche Vereinsbosse hatten mit Blick auf die erhoffte Milliarde des neuen TV-Vertrags mehr Geld für ihre Klubs gefordert - allen voran der ohnehin schon übermächtige Branchenführer aus München. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, der gar nicht nach Frankfurt gekommen war, hatte sogar mehr oder weniger direkt mit dem Ausstieg des Rekordmeisters aus der Zentralvermarktung gedroht.

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