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Theo Zwanziger erreicht Punktsieg vor Gericht

"Krebsgeschwür des Fußballs"  

Punktsieg für Zwanziger vor Gericht

02.02.2016, 15:58 Uhr | sid

Theo Zwanziger erreicht Punktsieg vor Gericht. Punktsieger vor dem Düsseldorfer Landgericht: Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger. (Quelle: dpa)

Punktsieger vor dem Düsseldorfer Landgericht: Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger. (Quelle: dpa)

Punktsieg für Theo Zwanziger: Der frühere DFB-Präsident darf Katar wohl weiter ungestraft als "Krebsgeschwür des Fußballs" bezeichnen.

Das stellte die 6. Kammer des Düsseldorfer Landgerichts unter Vorsitz von Richter Joachim Matz in der mündlichen Verhandlung in ihrer juristischen Einordnung fest.

Recht auf freie Meinungsäußerung

Der katarische Fußball-Verband QFA hatte gegen den ehemaligen Chef des Deutschen Fußball-Bundes auf Unterlassung geklagt. Das Recht auf freie Meinungsäußerung sei in dieser Sache höher einzustufen als der Ehrschutz des Klägers aus Katar.

Zwanzigers Äußerung in einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk vom 2. Juni 2015 sei "unter dem Gesichtspunkt der freien Meinungsäußerung noch gerechtfertigt". Das Urteil wird am 19. April verkündet.

Zwanziger kündigt Klage gegen die ARD an

Nach der Verhandlung kündigte Zwanziger zudem eine Klage gegen die ARD an. Der pensionierte Verwaltungsrichter sieht sich durch eine vermeintlich falsche Tatsachenbehauptung in einer Tagesschau-Sendung geschädigt.

"Sie glauben doch nicht, dass ich mir gefallen lasse, dass vor sechs Millionen Zuschauern behauptet wird, ich hätte den Aufsichtsrat des WM-OK 2006 getäuscht", sagte Zwanziger.

"Daran müssen sie sich messen lassen"

Der 70-Jährige betonte, der ARD-Bericht werde "ein Nachspiel" haben: "Sie haben Vermutungen in den Rang einer Tatsache erhoben. Daran müssen sie sich messen lassen." Noch sind keine juristischen Schritte eingeleitet.

Die ARD sieht die Ankündigung gelassen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Klage von Erfolg gekrönt wäre. Ich würde Herrn Zwanziger raten, nicht alles um sich herum zu verklagen", sagte ARD-Sportchef Axel Balkausky: "Unsere Texte sind alle abgenommen, wir arbeiten journalistisch sehr sorgfältig."

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