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So denkt Heidel über den FC Schalke 04


Neuer Sportvorstand stellt sich vor  

So denkt Heidel über den FC Schalke 04

18.05.2016, 19:00 Uhr | dpa

So denkt Heidel über den FC Schalke 04. Christian Heidel hat 24 Jahre für Mainz als Manager gearbeitet. (Quelle: imago images/Revierfoto)

Christian Heidel hat 24 Jahre für Mainz als Manager gearbeitet. (Quelle: Revierfoto/imago images)

Christian Heidel will mit Schalke 04 einen "neuen Weg" gehen. Seinen Wunschtrainer Markus Weinzierl hatte er noch nicht dabei, als er sich als neuer Sportvorstand der Königsblauen vorstellte.

"Keine Panik" prangte über der großen Bühne im Stadion, als nebenan Christian Heidel seine Vision von Schalke 04 entwarf. Das Motto galt aber nicht dem ersten öffentlichen Auftritt des neuen Sportvorstands der Königsblauen, sondern Altrocker Udo Lindenberg, der für sein Geburtstagskonzert probte.

Heidel: "Keine Angst vor dem Haifischbecken"

Doch es passte auch: "Ich weiß nicht, wie groß das Haifischbecken hier ist. Aber ich habe keine Angst", sagte Heidel, der nach 24 Jahren beim "kleinen" FSV Mainz 05 zum traditionell unruhigen Großklub im Ruhrpott gewechselt ist.

Den wichtigsten Mitstreiter hatte der neue Manager aber noch nicht dabei. "Mit dem Trainer kommt und geht der Erfolg", sagte Heidel - stilecht in blauer Strickjacke und weißem Hemd - und bat um Geduld. Noch hat sein Wunschkandidat Markus Weinzierl vom FC Augsburg keine Freigabe, allzu lange soll das Warten aber nicht mehr dauern.

Vierjahresvertrag unterzeichnet

"Ich bin sicher, dass wir in den nächsten Tagen Klarheit bekommen." Weinzierl, für den Augsburg eine Ablöse verlangt, sei nicht der einzige Kandidat, "es gibt verschiedene Lösungen, aber auch eine, die ich absolut favorisieren würde".

Nach mehr als zwei Jahrzehnten im beschaulichen Mainz hat Heidel einen Vierjahresvertrag auf Schalke unterschrieben und soll beim Traditionsklub wieder einmal einen Neubeginn einläuten. Seine ersten Entscheidungen fällte er bereits aus der Ferne: Zunächst teilte er dem umstrittenen Trainer André Breitenreiter mit, dass er keine Zukunft bei den Gelsenkirchenern habe. Danach verpflichtete er ablösefrei Abwehrroutinier Naldo vom VfL Wolfsburg.

Taktik ist für Heidel das "A und O"

Die Trennung von Breitenreiter sei "eine Entscheidung für einen neuen Aufbruch" gewesen, erklärte Heidel: "Wir müssen einen neuen Weg gehen und eine positive Grundstimmung hinbekommen." Er sei von dem Weg unter Breitenreiter "nicht zu 100 Prozent überzeugt" gewesen: "Ich habe eine andere Idee, wie wir hier Fußball spielen wollen."

Was er beim Ex-Paderborner vermisste, ließ sich aus seinen Anforderungen an den Neuen herauslesen: "Intelligenz ist die Basis, dazu muss großes Fachwissen kommen. Taktik ist das A und O, dann erkennt man schnell die Handschrift."

Mit dem neuen Trainer will Heidel an einer Spielphilosophie arbeiten, die Schalke in den nächsten Jahren prägen soll. Dabei hat er freie Hand, wie Aufsichtsratschef Clemens Tönnies betonte: "Er ist der neue starke Mann auf Schalke. Er ist ein Menschenfänger."

Tönnies verspricht volle Rückendeckung

Der Schalke-Boss, der schon vor einem Jahr erstmals mit dem langjährigen Mainzer Kontakt aufgenommen hatte, kündigte an: "Er bekommt volle Rückendeckung für eine Neuausrichtung. Ich werde mich in Zukunft weiter aus dem Tagesgeschäft zurückziehen."

Nicht nur auf dem Spielfeld soll es eine neue, eindeutige Philosophie geben. Auch der Verein soll eine klare Idee vertreten. Derzeit sei Schalke noch "ein unruhiger Verein, in dem nicht alle an einem Strang ziehen", stellte Heidel fest, aber gerade das reize ihn, "eine langweilige Aufgabe hätte mich nicht aus Mainz weggebracht".

Kräfte müssen gebündelt werden

Das Potenzial des Klubs sei riesig: "Er hat eine Strahlkraft, eine Power, eine Energie. Wenn es gelingt, diese Kräfte zu bündeln, dann ist er nur schwer zu stoppen."

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