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Bundesliga: Verzweiflung und Ratlosigkeit beim VfL Wolfsburg

"Stehen zu Recht da unten"  

Verzweiflung und Ratlosigkeit in Wolfsburg

27.11.2016, 09:38 Uhr | sid

Bundesliga: Verzweiflung und Ratlosigkeit beim VfL Wolfsburg. Die beiden VfL-Spieler Mario Gomez (li.) und Daniel Caligiuri (re.) diskutieren nach dem Abpfiff. (Quelle: imago images/Bernd Müller)

Die beiden VfL-Spieler Mario Gomez (li.) und Daniel Caligiuri (re.) diskutieren nach dem Abpfiff. (Quelle: Bernd Müller/imago images)

Weltmeister Julian Draxler hatte gar keine Lust, seinen Frust zu verbergen. Mit finsterer Miene fällte der Star des VfL Wolfsburg nach dem glücklichen 1:1 (0:1) im Kellerduell beim FC Ingolstadt ein vernichtendes Urteil.

"Man sieht, welchen Tabellenregionen wir angehören. Das war fußballerisch keine Offenbarung. Wir stehen zu Recht da unten. Das reicht nicht für unsere Ansprüche", sagte der Nationalspieler.

Auch Manager Klaus Allofs war die Verzweiflung anzusehen. Man habe "keine Antwort" auf die ungewohnten Anforderungen, "das ist erschreckend und enttäuschend", konstatierte er. Allofs räumte ein, dass die Mittel, "die man braucht", fehlen würden.

Letzte Saison stürmte der VfL noch ins Champions-League-Viertelfinale. Dieses Jahr reicht die Qualität im Kader nicht mal mehr um den Tabellen-17. der Bundesliga zu schlagen. Der Abstand zum Relegationsplatz 16 beträgt nur noch zwei Punkte. Von angekündigten Europapokal-Ambitionen ist der Klub weit entfernt.

VW droht mit Einsparungen

Inzwischen überdenkt der VW-Konzern sein millionenschweres Engagement beim VfL. Empfindliche Einschnitte sind vorgesehen. Der Druck in Wolfsburg wird immer größer. Auch auf Allofs, der mit seinen Entscheidungen in den vergangenen Monaten oft danebenlag. Auch die Entlassung von Trainer Dieter Hecking und der Wechsel zu Valerien Ismael hat bislang nichts bewirkt. Der Franzose wartet nach dem fünften Spiel immer noch auf den zweiten Sieg, dafür hatte es in den vergangenen Wochen unter seiner Regie drei Niederlagen gegeben.

Benaglio rettet dem VfL den Punkt

Nur dank ihres starken Schussmannes Diego Benaglio, durften die Wölfe überhaupt einen Punkt aus Ingolstadt mitnehmen. Der Schweizer hielt nicht nur einen Foulelfmeter von Moritz Hartmann, sondern vereitelte einige weitere Großchancen der Ingolstädter. Man könne sich bei Benaglio "bedanken", meinte Ismael, der die erste Hälfte als "katastrophal" bezeichnete. Man habe ein "Kopfproblem".

Ismael droht seinen Spielern

Dass der VfL trotz seiner prominent besetzten Offensive mit Draxler, Mario Gomez, Daniel Didavi und Maximilian Arnold 56 Minuten bis zum ersten Torschuss benötigte, zeigte die ganze Problematik einmal mehr auf. Ismael drohte deshalb seinen hochbezahlten Profis vor dem kommenden Heimspiel gegen Hertha BSC. "Wir kriegen Woche für Woche ein klareres Bild, welcher Spieler bereit ist, den Weg mitzugehen. Daraus werden wir unsere Schlüsse ziehen", sagte er.

"Müssen viel über den Kampf machen"

Es fehlte "das Selbstvertrauen", meinte indes Draxler. Man dürfe sich nicht verrückt machen lassen, "wir können aber auch nicht entspannt sein", fügte er an. Man müsse jetzt bis Weihnachten "viel über den Kampf" machen, um dann "neu anzugreifen".

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