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FC Bayern München startet Training - Abflug nach Katar

Umstrittene Reise nach Katar  

FC Bayern startet Training - und Mission Cardiff

02.01.2017, 12:39 Uhr | t-online.de, sid

FC Bayern München startet Training - Abflug nach Katar. Philipp Lahm (li.) und Manuel Neuer (re.) lauschen den Trainingsanweisungen von Bayern-Coach Carlo Ancelotti. (Quelle: imago images/Philippe Ruiz)

Philipp Lahm (li.) und Manuel Neuer (re.) lauschen den Trainingsanweisungen von Bayern-Coach Carlo Ancelotti. (Quelle: Philippe Ruiz/imago images)

Das Reiseziel bleibt umstritten. Doch die Aufregung darüber, dass der FC Bayern erneut nach Katar fliegt, um sich nach der Winterpause wieder in Form zu bringen, ist längst nicht mehr so groß wie früher. Und so reisen die Münchner am Dienstag mit Flug LH 2570 einstweilen unbehelligt an den Persischen Golf - und starten den erhofften Weg nach Cardiff.

Gelandet wird in Doha, dessen Flughafen einer der großen Sponsoren des FCB ist. Trainiert wird wie üblich in der Aspire Academy, in deren direkter Nachbarschaft das Khalifa International Stadium hochgezogen wird, eine der Spielstätten für die WM 2022. Menschenrechtsorganisationen klagen, dass sich die Bedingungen für dort beschäftigte Arbeiter kaum verbessert haben.

Doch für Carlo Ancelotti steht das Sportliche im Mittelpunkt. Bis zum Rückflug am 11. Januar will der Trainer seine Mannschaft darauf vorbereiten, dass sie vor allem dann ihre beste Form erreicht, wenn es um die Pokale geht, insbesondere um den Titel in der Champions League.

Eingeplanter Stotter-Start

"Wir müssen uns verbessern", sagte er in einem Interview mit der "tz" vor dem Jahreswechsel, "und wir werden uns verbessern", allerdings: "Wären wir bereits in der Hinrunde auf Hochtouren gelaufen, hätten wir das im Frühjahr bereut."

Heißt: Ancelotti hat eine etwas holprige erste Saisonhälfte bewusst in Kauf genommen, um die Voraussetzungen dafür schaffen zu können, dass die Bayern nach drei Halbfinal-Niederlagen wieder ins Finale der Champions League einziehen. "Wir haben einen Spezialisten auf der Bank sitzen, der für diese Fälle bestens geeignet ist", erwähnte Klubchef Karl-Heinz Rummenigge mehrfach - Ancelotti hat die Königsklasse als Trainer schon dreimal gewonnen.

Nur Boateng fehlt - keine Transferaktivität

Um in der Champions League zunächst mal das Achtelfinale gegen den FC Arsenal zu überstehen, müsste der FC Bayern allerdings auch vom Verletzungspech der vergangenen Monate und Jahre verschont bleiben.

Einstweilen sieht es ganz gut aus. Mit Ausnahme von Jérôme Boateng, der am 20. Dezember am rechten Brustmuskel operiert wurde, sind derzeit keine Ausfälle zu beklagen. Auch deswegen hat sich der Rekordmeister auf dem Transfermarkt ruhig verhalten.

Gerüchte um Badstuber, Vidal, Süle und Co.

Was nicht heißt, dass es keine Gerüchte gibt. An Holger Badstuber soll Manchester City interessiert sein, an Arturo Vidal wiederum der FC Chelsea. Paul Clement, Co-Trainer von Ancelotti, steht angeblich in Verhandlungen über die Position des Cheftrainers bei Swansea City. Den Münchnern selbst wird Interesse an Faouzi Ghoulam vom SSC Neapel nachgesagt. Von 1899 Hoffenheim sollen Sebastian Rudy und Niklas Süle kommen. Aber erst zur neuen Saison.

Beruhigungssieg gegen Leipzig - Cardiff im Visier

Dass beim FC Bayern derzeit alles einigermaßen geräuschlos vonstatten geht, liegt freilich am letzten Bundesliga-Spiel vor der Winterpause, dem 3:0 gegen den bis dahin punktgleichen Verfolger RB Leipzig. "Wenn wir dieses Spiel nicht gewonnen hätten, vor allem in dieser deutlichen und dominanten Art und Weise, dann hätten wir keine ruhigen Weihnachtsferien haben können", sagte Präsident Uli Hoeneß.

So aber kann der FC Bayern erst mal entspannt nach Katar fliegen, ehe er am 20. Januar beim SC Freiburg erstmals wieder gefordert wird. Das wichtigste Datum aber bleibt der 3. Juni. Erst an diesem Tag soll im walisischen Cardiff die Saison für die Münchner diesmal enden. Beim Finale der Champions League.

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