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1:1 in Augsburg: Gladbachs Millionen-Mann Plea sticht als Joker

1:1 in Augsburg  

Gladbachs Millionen-Mann Plea sticht als Joker

02.09.2018, 15:38 Uhr | dpa

1:1 in Augsburg: Gladbachs Millionen-Mann Plea sticht als Joker. Alassane Plea (l) und Fabian Johnson klatschen sich ab.

Alassane Plea (l) und Fabian Johnson klatschen sich ab. Neuzugang Plea sicherte den Gladbachern das Remis. Foto: Stefan Puchner. (Quelle: dpa)

Augsburg (dpa) - Als Joker sticht Gladbachs Rekordeinkauf Alassane Plea schon mal. In Augsburg wurde er von Trainer Dieter Hecking nach der Pause für den wirkungslosen Brasilianer Raffael eingewechselt und erzielte mit seinem ersten Tor in der Fußball-Bundesliga prompt den Ausgleich zum 1:1 (0:1).

Damit rettete der 23 Millionen Euro teure Angreifer der Borussia einen Punkt und empfahl sich zugleich dafür, vielleicht schon nach der Länderspielpause mehr als ein wertvoller Teilzeit-Arbeiter für seinen neuen Verein zu sein.

"Ich gewöhne mich langsam an die Bundesliga. Das Tor hilft mir dabei", sagte Gladbachs neuer Millionen-Mann. Nach der Tor-Premiere blieb der 25-Jährige, der von OGC Nizza kam, bescheiden. Er forderte nichts: "Ich muss trainieren und mich an die Bundesliga gewöhnen."

Bei seinem Kopfballtor nach einer Ecke von Thorgan Hazard bewies der Franzose, dass er "ein Näschen im Strafraum" hat, wie Hecking bemerkte. Schon beim Pokal-Einstieg gegen den BSC Hastedt hatte Plea beim lockeren Gladbacher 11:1-Erfolg mit drei Toren eine Duftmarke gesetzt. Dennoch verfallen Borussias Bosse nicht gleich in Euphorie. "Wenn du noch einen hast, der Tore machen kann, ist das gut. Er hat getroffen, okay", sagte Manager Max Eberl über den Edeljoker.

Hecking sprach von einem "tollen Moment" für Plea, von dessen Qualitäten er überzeugt ist. Das sehe er täglich im Training. "Immer da, wo's brennt und der Ball hinfällt, ist auch Plea in der Nähe."

Hecking sieht den neuen Torjäger aber noch "in einer Lernphase", wie er in Augsburg schilderte: "In der League 1 ist das Gefälle, bei allem Respekt vor Spitzenteams wie Paris Saint-Germain, doch enorm. Er sieht, dass er in der Bundesliga in jedem Spiel hundert Prozent geben muss, um dem Spieltempo folgen zu können. Es geht jetzt step by step. Aber ich bin sehr zufrieden mit seiner Entwicklung."

Plea könnte die vielen Millionen wert sein. Davon ist Hecking nach kurzer Zusammenarbeit überzeugt: "Klar, er hat viel Geld gekostet. Aber andere Spieler kosten auch viel Geld und schießen kein Tor."

Das trifft auf Michael Gregoritsch nicht zu. Was sie in Augsburg an ihm haben, wissen sie nicht erst seit Samstag. Der Österreicher vertrat den verletzten Torjäger Alfred Finnbogason mal wieder in der Spitze und erzielte mit einem satten Volleyschuss das 1:0. Der 24-Jährige, der 2017 für 5,5 Millionen Euro vom Hamburger SV kam und dessen Marktwert aktuell auf 14 Millionen taxiert wird, erarbeitete sich noch weitere Torchancen, scheiterte aber unter anderem am starken Torwart Jan Sommer.

"Wenn man das Ergebnis ausklammert, bin ich absolut zufrieden", sagte Coach Manuel Baum. Vier Punkte sind der beste Saisonstart des FC Augsburg in acht Bundesligajahren. "Vier Punkte sind gut, aber es hätten sechs sein müssen", klagte Abwehrspieler Jeffrey Gouweleeuw.

"Die Erwartungshaltung steigt sicher", bestätigte Manager Stefan Reuter. Topspieler wie Gregoritsch, Finnbogason oder der von Joachim Löw wieder nicht fürs Nationalteam nominierte Außenverteidiger Philipp Max, der das 1:0 vorbereitete, schielen nach Europa. "Wir können eine richtig gute Saison spielen. Es fruchtet, was wir machen", sagte Max. Dass der Bundestrainer ihn auch beim Neustart nach dem WM-Debakel wieder ignorierte, stachelt den 24-Jährigen nur noch mehr an: "Ich bleibe hungrig, will immer besser werden. Die Nationalelf ist das Höchste. Irgendwann möchte ich dabei sein."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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