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Abstiegskampf - "Haben uns selbst geschlagen": Nürnberger Pannen

Abstiegskampf  

"Haben uns selbst geschlagen": Nürnberger Pannen

05.05.2019, 11:57 Uhr | dpa

Abstiegskampf - "Haben uns selbst geschlagen": Nürnberger Pannen. Nürnbergs Spieler stehen nach Spielschluss auf dem Feld und hadern mit der Niederlage.

Nürnbergs Spieler stehen nach Spielschluss auf dem Feld und hadern mit der Niederlage. Foto: Swen Pförtner. (Quelle: dpa)

Wolfsburg (dpa) - Hanno Behrens sagte, was man sagen muss, wenn man im Abstiegskampf fünf Punkte Rückstand und nur noch zwei Spiele hat. "Wir werden daran glauben und weiter Gas geben. Im Fußball hat es schon alles gegeben", meinte der Kapitän des 1. FC Nürnberg.

Die gute Nachricht für den Tabellenvorletzten war: Dank der Stuttgarter Niederlage in Berlin ist der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga auch nach dem drittletzten Spieltag noch nicht perfekt. Die schlechte Nachricht aber ist: Durch das eigene 0:2 (0:1) beim VfL Wolfsburg ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt wieder ein Stück geringer geworden. Denn sollte der VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz nur eine seiner beiden letzten Partien gegen Wolfsburg und Schalke gewinnen, kann der FCN gegen Borussia Mönchengladbach und den SC Freiburg spielen, wie er will. Dann hätte er in seiner bewegten Geschichte genauso viele Bundesliga-Abstiege wie deutsche Meisterschaften erlebt: jeweils neun an der Zahl.

Ein großes Nürnberger Problem in diesem Abstiegskampf ist: Zu den Dingen, "die es im Fußball alle schon gegeben hat", die aber trotzdem nur äußerst selten passieren, gehören mittlerweile auch die eigenen Spiele. Denn die Mannschaft von Boris Schommers hat in den vergangenen Wochen das Talent entwickelt, sich wirklich gute Auftritte durch teilweise groteske Aussetzer selbst zu zerstören.

Beim 1:1 gegen Bayern München verschoss der Tabellen-17. kurz vor Schluss einen Elfmeter. Beim 1:1 gegen Schalke 04 vergab er Chancen, die für drei Siege gereicht hätten. Und am Samstag in Wolfsburg passierte dann dies: Der Nürnberger Sebastian Kerk wollte den Ball zu seinem Torwart Christian Mathenia zurückspielen, übersah dabei aber, dass sich Admir Mehmedi ebenfalls noch im Strafraum befand. Der Wolfsburger Stürmer erreichte den Ball eher als der Nürnberger Schlussmann und leitete ihn beherzt an den Torschützen Felix Klaus weiter. Der hatte danach nur noch ein leeres Tor vor sich (38. Minute). Marcel Tisserand erhöhte später noch auf 2:0 (78.).

"Ich glaube, wir haben uns heute hier selbst geschlagen", sagte Schommers nach dem Spiel. So etwas, wie dieser verunglückte Rückpass, "darf uns nicht passieren. Das macht aber auch keiner absichtlich."

Wenn so häufig etwas Gravierendes schiefgeht, sagt das viel über die fehlende Qualität einer Mannschaft aus. Wenn sich diese Mannschaft dann aber trotzdem von Woche zu Woche neu aufrappelt, spricht das wiederum am Ende auch für sie. "Es ist eine Charakterfrage, dass diese Mannschaft immer noch an sich glaubt", sagte Schommers.

Und auch Torwart Christian Mathenia meinte: "Ich finde, wir machen das echt gut. Wir haben unter der Woche eine gewisse Lockerheit im Training. Wir treten dann in den Spielen auch mutig auf. Wir belohnen uns nur nicht. Der Charakter in der Mannschaft ist trotzdem unglaublich, den versuchen wir nächste Woche wieder mit aller Leidenschaft auf den Platz zu bringen. Dann kommt es zum Showdown."

Der 1. FC Nürnberg empfängt dann Borussia Mönchengladbach, der VfB Stuttgart den VfL Wolfsburg. In beiden Spielen geht es um den Abstieg, die Europa und vielleicht sogar die Champions League.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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