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DFB-Pokal: Das ist der finale Bayern-Plan gegen RB Leipzig

DFB-Pokalfinale  

Das ist der finale Bayern-Plan gegen RB Leipzig

25.05.2019, 18:16 Uhr | Von Patrick Mayer

DFB-Pokal: Das ist der finale Bayern-Plan gegen RB Leipzig. Niko Kovac: Der Ex-Frankfurt-Coach steht zum dritten Mal hintereinander im Pokalfinale.  (Quelle: imago images/Sven Simon)

Niko Kovac: Der Ex-Frankfurt-Coach steht zum dritten Mal hintereinander im Pokalfinale. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Worauf wird es beim DFB-Pokal-Finale ankommen? Seit Wochen ist zu beobachten, wie Trainer Niko Kovac dem FC Bayern seinen Fußball verinnerlicht – gerade für den Showdown gegen RB Leipzig.

Wer die U1 über die steile Treppe durch das hohe Gewölbe am St.-Quirin-Platz verlässt, ahnt wahrscheinlich nicht, dass er sich unweit des Epizentrums des Münchner Fußballs befindet. Hier, im einstigen Arbeiterviertel Obergiesing, zwischen dem Autobahnzubringer zur A8 und schachbrettartig angeordneten Mehrfamilienhäusern beginnt ein unscheinbarer Grünstreifen.

Trainingsgelände des FC Bayern zwischen Vorgärten

Jogger quälen sich in Multifunktionskleidung den Schotterweg entlang, Rentner „ratschen“, wie es in München heißt, über das neueste Stadtgespräch. Irgendwann taucht die Geschäftsstelle des FC Bayern auf, zwischen malerisch alten Einfamilienhäusern und penibel gepflegten Vorgärten, keine 500 Meter Luftlinie vom Gelände des Stadtrivalen TSV 1860 entfernt. Von einem leicht erhöhten Wall blickt man auf die Trainingsplätze des Rekordmeisters.

Es ist der Geheimtipp unter Fotografen, die sich mit ihren überdimensionalen Stativen hier aufbauen. Selbst, wenn die dichten grauen Sichtschutzvorhänge zugezogen werden, kann der, der sich bemüht, manchen Blick erhaschen.

DFB-Finale: Einige Experten trauen RB Leipzig eine Überraschung zu. (Quelle: dpa)


Ein Schwerpunkt bei Niko Kovac

Die, die hier seit Monaten das Training der Bayern inspizieren, berichten von einem Schwerpunkt bei Niko Kovac: der Defensivarbeit im Verbund. Vor dem DFB-Pokal-Finale gegen RB Leipzig an diesem Samstag (20 Uhr, live in der ARD und im Liveticker bei t-online.de) schärft der Kroate seinen Spielern die Bedeutung dieser eher konservativen taktischen Marschroute regelrecht ein.

„Dieses Mal ist es auch deswegen besonders, weil wir letztes Jahr verloren haben. Ich hoffe, dass wir daraus gelernt haben. Was genau, kann ich jetzt nicht alles sagen, das ist ein kleines Geheimnis“, meinte Torjäger Robert Lewandowski auf einem Pressetermin am Mittwoch verklausuliert.

FC Bayern ließ sich im Vorjahr überrennen

Konkreter: Das 1:3 gegen die Eintracht im DFB-Pokal-Finale 2018 resultierte vor allem daraus, dass die Münchner, die viel zu hoch standen, von überfallartigen Frankfurtern überrannt wurden. Gegen die Torschützen Ante Rebic und Mijat Gacinovic fehlte eine klare Zuordnung, es wurde vielmehr im Raum verteidigt.

Eine Devise, die auch gegen die Leipziger Tempofußballer Timo Werner, Yussuf Poulsen und Matheus Cunha wenig ratsam wäre. Doch, was plant Kovac? Schon beim 0:0 am 33. Spieltag fiel auf, dass der FC Bayern gegen Leipzig nie die defensive Grundordnung verließ.

Süle und Hummels stehen deutlich tiefer

Niklas Süle und Mats Hummels stehen mittlerweile deutlich tiefer, lassen sich mehr fallen, als sie es etwa unter Jupp Heynckes taten. Obwohl die Münchner mit langen Ballbesitzphasen (65:35 Prozent) klar dominiert hatten. RB hatte jedoch weitgehend auf sein gnadenloses (und riskantes) Pressing- sowie Gegenpressing verzichtet.


Es gehe vor allem darum, hatte Kovac noch vor dem Hinspiel erklärt, Express-Angreifer Werner „in Schach zu halten. Wir wissen, dass das nicht einfach ist, aber wir haben unseren Jungs die Sachen an die Hand gegeben, die sie brauchen, um das hinzubekommen“, meinte der 47-Jährige im Dezember: „Wenn sie das so umsetzen, wie wir uns das vorstellen, werden wir es schaffen.“ Die Folge: Bayern agierte sehr defensiv, gewann wenig spektakulär 1:0 – und Werner war kein Faktor.

Kovac maßregelte Thiago

Auch jüngst bei der 5:1-Gala gegen seinen Ex-Klub Eintracht Frankfurt hatte Kovac darauf geachtet, dass nicht zu viele Spieler vor dem Ball stehen. Er rief eigens wiederholt Thiago heran, um den spanischen Freigeist zu maßregeln. So, wie es der kroatische Trainer wochenlang geduldig bei Joshua Kimmich tat, ehe sich der deutsche Nationalspieler in seinen teils wilden Sturmläufen mäßigte.

FC Bayern: Ein letztes Mal Kovac-Fußball?

Und die Mannschaft? Hat offensichtlich erkannt, dass es jetzt um alles geht! „Ich kann nicht einfach alles sagen, was in der Kabine passiert. Aber wir wussten, dass in den letzten zwei Wochen noch zwei Finalspiele für uns sind. Da wollten wir alles geben, was wir noch haben. Jetzt haben wir noch ein Finale“, erzählte Lewandowski über die interne Spielersitzung ohne den Coach und meinte über die Trainerdiskussion: „Wir haben besprochen, dass wir uns darauf konzentrieren sollten, unseren Job zu machen.“

Defensivarbeit à la Kovac. Im Verbund und kompakt. Nicht zu riskant. Vielleicht ein allerletztes Mal.

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