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Schalke 04: Trainer David Wagner macht sich für Investoren stark

50+1-Regel als Hindernis?  

Schalke-Coach macht sich für Investoren stark

14.08.2019, 09:43 Uhr | dpa

Schalke 04: Trainer David Wagner macht sich für Investoren stark. David Wagner: Schalkes neuer Trainer hinterfragt die 50+1-Regel im deutschen Fußball. (Quelle: imago images/Eibner)

David Wagner: Schalkes neuer Trainer hinterfragt die 50+1-Regel im deutschen Fußball. (Quelle: Eibner/imago images)

Bei den Fans in Deutschland ist die Skepsis gegenüber Investoren im Fußball nach wie vor riesig. Schalkes neuer Trainer David Wagner hat in England jedoch gute Erfahrungen gemacht – und plädiert für mehr Offenheit.

Der neue Schalke-Coach David Wagner sieht die 50+1-Regel als einen Grund für die seiner Ansicht nach wachsenden Unterschiede zwischen den Klubs im deutschen Fußball. "Im Moment ist es in Deutschland so, dass die Kluft zwischen den Vereinen, die ganz vorne stehen, die ständig in der Champions League spielen, und allen anderen immer größer wird", sagte Wagner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wenn wir einen engeren Wettbewerb haben wollen, dann ist die 50+1-Regel sicher ein Schlüssel dazu."

Diese in Deutschland bestehende Regelung besagt, dass Stammvereine die Mehrheit an ausgegliederten Profi-Kapitalgesellschaften behalten müssen. Nach Ansicht von Wagner ist die Angst vor Investoren im deutschen Fußball unberechtigt. "Ich glaube, dass hier ein großes Ungeheuer skizziert wird. Wenn Investoren kommen dürfen, muss das nicht gleich bedeuten, dass irgendwelche Oligarchen anfangen, Klubs auseinanderzunehmen", sagte der Coach des FC Schalke.

Schalke: Wagner sieht Fortschritte

Der 47-Jährige hatte bis zum Januar den damaligen Premier-League-Klub Huddersfield Town trainiert – und dort offensichtlich positive Erfahrungen gemacht. Der kleine Verein ist im Besitz von Multimillionär Dean Hoyle, der aus der Region stammt und gleichzeitig Fan des Vereins ist. Gemeinsam mit Wagner hatte er Huddersfield sensationell in die erste Liga geführt, dabei aber trotzdem nachhaltig gewirtschaftet und auf riesige Ablösesummen verzichtet.


Auf Schalke sieht Wagner die bisherige Entwicklung seiner neuen Mannschaft sehr positiv. "Wir sind zwar noch fernab von perfekt, aber ich spüre, dass es Schritte gibt, sowohl auf dem Platz als auch generell in allen Abteilungen des Vereins. Wir wachsen langsam zusammen", sagte er. Bei seiner Ankunft habe er eine sehr große Vorsicht gespürt. "Es gab hier permanent Veränderungen und nur ganz wenig Kontinuität", sagte Wagner zu den vergangenen Jahren auf Schalke. "Das ist kein guter Nährboden für Leistung."

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