Sie sind hier: Home > Sport > Bundesliga >

Gauck zu Tönnies-Aussagen: Klingt zu rassistisch

"Klingt mir zu rassistisch"  

Ex-Bundespräsident Gauck kritisiert Tönnies scharf

15.08.2019, 02:01 Uhr | dpa

Gauck zu Tönnies-Aussagen: Klingt zu rassistisch. Der ehemlige Bundespräsident Joachim Gauck: Er hat Clemens Tönnies für seine Aussagen scharf kritisiert. (Quelle: dpa/Friso Gentsch/Archivbild)

Der ehemlige Bundespräsident Joachim Gauck: Er hat Clemens Tönnies für seine Aussagen scharf kritisiert. (Quelle: Friso Gentsch/Archivbild/dpa)

Nach zwei Wochen sorgen die Äußerungen von Clemens Tönnies über Afrikaner noch immer für Wirbel. Jetzt schaltet sich der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck in die Debatte ein. 

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hat den Schalker Aufsichtsratschef Clemens Tönnies wegen dessen Aussagen über Afrikaner heftig kritisiert. Er würde das "niemals akzeptieren, was er sagt, weil es mir zu rassistisch klingt", sagte der 79-Jährige am Mittwoch in der ARD-Talkshow "maischberger. die woche". "Aber so lange der Mann noch zuhört und Argumenten zugänglich ist oder sich sogar entschuldigt, würde ich mit ihm kämpfen und streiten."

Fleisch-Unternehmer Tönnies hatte vor zwei Wochen beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren", hatte der 63-Jährige gesagt. Für die Äußerungen hatte er sich später entschuldigt, war aber von zahlreichen Vertretern aus Politik und Sport kritisiert worden.

"Wenn Menschen eine Pauschalierung betreiben, die Afrikaner, die Ossis, die Wessis, und wenn diese Pauschalierung mit Herabwürdigung verbunden ist, dann ist das der Beginn von einem Zustand, den wir nicht dulden sollten", warnte Gauck.

Tönnies lässt Amt für drei Monate ruhen

Der Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 hatte in der vergangenen Woche den Vorwurf des Rassismus als "unbegründet" bezeichnet, in den Äußerungen allerdings einen Verstoß "gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot" gesehen. Tönnies lässt seit der Ehrenrats-Sitzung sein Amt als Aufsichtsratschef für drei Monate ruhen.


An diesem Donnerstag beschäftigt sich die drei Personen umfassende DFB-Ethikkommission mit Tönnies und dessen Aussagen über Afrikaner. Der Gremium kann selbst aber kein Urteil fällen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur sid

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
New Collection - Daisies & Stripes
bei TOM TAILOR
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal