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BVB-Star Piszczek: "Ich fühlte mich verbrannt"

BVB-Star Piszczek offen  

"Es gab eine Zeit, in der ich mich verbrannt fühlte"

15.06.2020, 10:02 Uhr | dpa, pdi

BVB-Star Piszczek: "Ich fühlte mich verbrannt". BVB-Verteidiger Lukasz Piszczek absolvierte am letzten Wochenende seine 250. Bundesligapartie.  (Quelle: imago images/Poolfoto Groothuis/Witters/Pool/Witters )

BVB-Verteidiger Lukasz Piszczek absolvierte am letzten Wochenende seine 250. Bundesligapartie. (Quelle: Poolfoto Groothuis/Witters/Pool/Witters /imago images)

Lukasz Piszczek blickt auf eine lange und erfolgreiche Karriere beim BVB zurück. In einem Interview spricht der polnische Verteidiger aber nun auch von einer Zeit, in der er die Freude am Fußball verloren hatte. 

Seit zehn Jahren steht er beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund unter Vertrag, am Samstag absolvierte er seine 250. Bundesligapartie. Trotzdem ist BVB-Verteidiger Lukasz Piszczek noch erfolgshungrig. "Ich bin mental nicht verbrannt. Ich habe noch Hunger und will noch etwas erreichen", sagte Piszczek im Interview mit dem "Kicker".

Doch diese mentale Einstellung hatte der 35-Jährige in der Vergangenheit nicht immer. "Es gab durchaus mal eine Zeit, in der ich mich verbrannt fühlte. Da habe ich begonnen, mit meinem Sportpsychologen zu arbeiten", sagte der frühere polnische Nationalspieler. "Mit ihm treffe ich mich einmal im Monat, er kommt für zwei, drei Tage für ein paar Meetings aus Polen nach Dortmund."  Dafür investiert Piszczek laut eigenen Angaben einiges an Zeit. "Die Leute sehen mich 90 Minuten auf dem Platz. Um dort gut zu performen, muss ich mehr tun, als nur körperlich fit zu sein."

"Hatte den Spaß ein bisschen verloren"

Besonders schwierig für den Polen waren die acht Monate nach seiner Hüftoperation nach dem Champions-League-Finale 2013. "Ich hatte große Erwartungen, dass ich gleich wieder mein altes Leistungsniveau erreiche", meinte Piszczek im "Kicker". "Doch es lief nicht nach meinem Geschmack, ich machte mir zu viel Druck und hatte den Spaß ein bisschen verloren."

Durch die Hilfe eines Sportpsychologen kehrte die Freude am Fussball für den Polen zurück. Der Weg dahin war allerdings nicht einfach: "Dazu waren viele Gespräche nötig. Danach mit diesen Gesprächen aufzuhören, wäre grundfalsch gewesen", erklärte der BVB-Star. "Ich brauche einen Menschen, mit dem ich meine Probleme – im Fußball und im Alltag – ehrlich diskutieren kann. Ohne ihn wäre es nicht möglich gewesen, dass ich so lange auf diesem Niveau spiele."

Vertretung als BVB-Kapitän

Der frühere polnische Nationalspieler genießt beim BVB ein hohes Ansehen. Seit Marco Reus verletzt ist, führt er die Mannschaft als Kapitän an. Er gilt als ruhender Pol, seinen Vertrag bei den Borussen hat er bis 2021 verlängert. "Auf dem Platz kann ich schon einmal sauer sein und auch entsprechend reagieren. Aber in der Kabine? Nein. Man kann auch mit einer ruhigen Ausstrahlung Einfluss auf die Mannschaft nehmen", sagte Piszczek.

Auch internationale Top-Klubs hatten mal ein Auge auf den Defensivspieler geworfen. "Es gab immer Gerüchte, dass Real an mir interessiert sei", sagte der Pole. "Direkte Kontakte gab es nie. Vielleicht hat der BVB das damals geblockt, um meinen Weggang zu verhindern", sagte Piszczek mit einem Augenzwinkern.

Aber trotz einer langen erfolgreichen Karriere beim BVB möchte Piszczek auf ein Abschiedsspiel zum Karriereende lieber verzichten. "Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Solche Spiele sind schön – nur stehe ich nicht so gern im Mittelpunkt. Mein Abschied aus der Nationalmannschaft war im vergangenen Jahr sehr emotional, aber das reicht. Ich muss das nicht unbedingt ein zweites Mal haben", sagte der BVB-Abwehrspieler. 

Verwendete Quellen:
  • Sportmagazin "Kicker"
  • Nachrichtenagentur dpa

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