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Bericht: Weltstar soll neuer Gladbach-Trainer werden
Das wÀre eine Sensation. Nach Informationen der "Bild" wird Ex-Bayern-Star Xabi Alonso im Sommer neuer Gladbach-Trainer. Der Verein kommentierte die Meldung bislang nicht.
Gladbach hat angeblich einen Favoriten fĂŒr die Nachfolge von Trainer Marco Rose â und der hat es in sich. Nach Informationen der "Sport Bild" sowie der "Bild" soll der ehemalige Real- und Bayern-Star Xabi Alonso neuer Coach bei den Fohlen werden.
Alonso soll demnach das Traineramt des scheidenden aktuellen Coaches Marco Rose ĂŒbernehmen, der nach der laufenden Spielzeit zu Borussia Dortmund wechselt. Der 39-JĂ€hrige Spanier trainiert derzeit noch die zweite Mannschaft von Real Sociedad â und steht mit seinem Klub in der dritten spanischen Liga auf Platz eins.
Von Gladbacher Seite wollte bislang niemand die Personalie kommentieren, auch Alonsos Berater Iñaki Ibåñez verkĂŒndete gegenĂŒber dem Journalisten Patrick Berger: "Ich kommentiere GerĂŒchte grundsĂ€tzlich nicht. Xabi ist hier bei Real Sociedad und konzentriert sich auf die Aufgabe. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt." Gladbach-Manager Max Eberl hatte sich zuletzt im "Sportstudio" bedeckt gehalten und wollte keine Namen kommentieren. Nun soll es also ein Weltstar werden. Der "Bild" zufolge sei Alonso Eberls Top-Favorit, fix sei jedoch noch nichts. So stehe Gladbachs Manager auch mit mindestens einem weiteren, nicht bekannten Kandidaten im Kontakt. Der italienische Journalist und Transfer-Insider Fabrizio Romano schlĂ€gt einen Ă€hnlichen Ton an. Er schreibt, es habe ein Treffen zwischen Alonso und Vertretern der Borussia gegeben, bei dem beide Seiten ihre Ideen prĂ€sentiert hĂ€tten. Unterschrieben sei jedoch noch nichts.
Kurios: Alonsos aktueller Arbeitgeber Real Sociedad reagierte ĂŒberrascht auf die Berichterstattung aus Deutschland. Der Verein habe dem Trainer des Drittligateams erst kĂŒrzlich einen neuen Vertrag vorgelegt und wisse nichts von anderweitigen Verhandlungen Alonsos.
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Mit Alonso kĂ€me ein ehemaliger Weltklasse-Spieler zu den Fohlen. Der 114-fache spanische Nationalspieler beendete im Sommer 2017 beim FC Bayern MĂŒnchen seine Karriere. Zuvor spielte er jahrelang bei Real Madrid sowie beim FC Liverpool.
In seiner Karriere gewann der 39-JĂ€hrige etliche Titel, darunter drei Mal die Deutsche Meisterschaft mit dem FC Bayern, zwei Mal die Champions League, zwei Mal die Europameisterschaft sowie als absolutes Highlight 2010 die Welmeisterschaft.
Ein Weltstar bei den Fohlen?
So oder so: Mit der Verpflichtung des ehemaligen Weltklasse-Spielers wÀre Max Eberl ein echter Coup gelungen. Doch passt Alonso nach Gladbach?
Fakt ist: Der 39-JĂ€hrige ist ein absoluter Trainer-Novize. Im Sommer 2018 startete er als Jungendtrainer bei Real Madrid seine Karriere, ehe er ein Jahr spĂ€ter die zweite Mannschaft seines Heimatklubs Real Sociedad ĂŒbernahm.
Dass fehlende Erfahrung auf dem Trainerstuhl aber kein Hindernis fĂŒr einen erfolgreichen Start ins Business sein muss, zeigt das Beispiel ZinĂ©dine Zidane. Der Weltmeister von 1998 ĂŒbernahm im Januar 2016 das Amt des Cheftrainers bei Real Madrid â und holte in der Folge drei Mal hintereinander die Champions League: Rekord.
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Alonso wĂŒrde bei der Borussia eine Nummer kleiner ins Profi-GeschĂ€ft einsteigen, die Voraussetzungen wĂ€ren andere â und sind Stand jetzt ungewiss. Denn noch ist völlig offen, ob sich die zuletzt taumelnde Borussia fĂŒr das internationale GeschĂ€ft qualifiziert. Am Erreichen der Champions respektive Europa League entscheidet sich allerdings auch, welcher Kader ihm zur VerfĂŒgung stehen wĂŒrde.
Sollten wichtige StĂŒtzen des Teams wie Florian Neuhaus, Lars Stindl oder Marcus Thuram den Verein verlassen, mĂŒsste Alonso ein neues Team bauen. Mit Max Eberl hĂ€tte er jedoch einen Manager im RĂŒcken, der ihm das nötige Vertrauen und auch die Zeit gĂ€be, eine Mannschaft mit Potenzial zu entwickeln.
Eberl selbst hatte vorvergangene Woche bereits bezĂŒglich eines neuen Trainers verkĂŒndet: "Wir haben sehr gute GesprĂ€che gefĂŒhrt â und bei uns geht der Fokus langsam auf die Zielgerade". Eine Zielgerade, an deren Ende wohl Xabi Alonso wartet.











