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Champions League: FC Bayern schießt sich in Lissabon den Frust von der Seele

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Champions League - Achtelfinale  

Bayern stehen so gut wie im Viertelfinale

25.02.2009, 22:14 Uhr | dpa

Franck Ribéry auf dem Weg zum 1:0. (Foto: dpa)Franck Ribéry auf dem Weg zum 1:0. (Foto: dpa) Jürgen Klinsmann kann aufatmen - dem FC Bayern München ist mit dem höchsten Sieg in der Champions League der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Der zweifache Torschütze Franck Ribéry (42./63. - Foulelfmeter), Miroslav Klose (57.) mit seinem sechsten Tor im Wettbewerb und Luca Toni (84./90.) bescherten dem deutschen Fußball-Meister einen nicht für möglich gehaltenen 5:0 (1:0)-Sieg bei Sporting Lissabon, mit dem der Einzug ins Viertelfinale praktisch garantiert ist.

Das Rückspiel am 10. März gegen die Portugiesen ist damit nur noch Formsache für die Münchner, für die es am Sonntag in Bremen darum geht, auch in der Liga wieder in die Spur zu kommen. Vor 35.163 Zuschauern im Jose-Alvalade-Stadion war Sporting kaum mehr als der erhoffte Aufbaugegner für die Münchner.

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Hoeneß: "Wie aus einem Guss"

"Es war schön anzuschauen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir dieses Resultat heute nicht überbewerten", sagte Trainer Klinsmann. Auch Uli Hoeneß war sichtlich erleichtert. "Als das 2:0 gefallen war, hat die Mannschaft wie aus einem Guss gespielt. Heute hat einfach alles gepasst. Bei 5:0 gehe ich für das Rückspiel davon aus, dass wir einen gemütlichen Abend haben werden", sagte der Bayern-Manager,

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"Müssen gegen Bremen punkten"

Aber auch Hoeneß weiß, dass die Bayern nach der 1:2-Heimniederlage gegen Köln nun auch in der Bundesliga nachlegen müssen. "Am Sonntag in Bremen müssen wir punkten" sagte er und setzte die Mannschaft gleich wieder unter Druck. Auch Karl-Heinz Rummenigge war "sehr zufrieden" mit der Gala-Vorstellung in Lissabon und ist sicher, dass "wir mit einem Bein schon im Viertelfinale stehen". Der Bayern-Boss sagte aber. "Nach dem Spiel gegen Köln waren wir nicht depressiv und nun sind wir nicht euphorisch. Wir wissen die Dinge schon richtig einzuschätzen."

Gute Chancenverwertung

Fünf Chancen, fünf Tore - die Münchner erwiesen sich in ihrem 125. Champions-League-Spiel als Meister in Sachen Effektivität und nutzten anders als zuletzt in der Bundesliga die sich bietenden Gelegenheiten eiskalt. Ein 4:0 in der europäischen Meisterklasse am 17. März 1999 beim 1. FC Kaiserslautern war bisher der höchste Erfolg gewesen. Zunächst war jedoch nach den jüngsten Pleiten Sicherheit oberstes Gebot bei den Bayern. Das Team stand von der ersten Minute an kompakt und legte damit den Grundstein, um erstmals seit dem 29. November beim 2:0 in Leverkusen wieder ohne Gegentor zu bleiben.

Unsicherheiten in der ersten Halbzeit

Trotz allen Bemühens um Stabilität präsentierte sich die Hintermannschaft in der Anfangsphase noch immer leicht verunsichert. Ein von Lucio leichtfertig verschuldeter Eckball beschwor erstmals Gefahr vor dem Bayern-Tor herauf, doch Philipp Lahm verhinderte mit seiner Rettungstat auf der Linie gegen Anderson Polga (12.) den drohenden Rückstand. Erst Mitte der ersten Halbzeit spielten sich die Bayern allmählich frei, ließen aber in einer von Ballverlusten und technischen Fehlern geprägten Partie ebenso wie Sporting den Drang nach vorne vermissen. Einzig ein Schuss von Joao Moutinho (34.) aus spitzem Winkel sorgte für ein wenig Aufregung vor dem Gehäuse von Michael Rensing.

Ribéry bricht den Bann

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel gelang dem deutschen Meister dann drei Minuten vor der Pause mit dem ersten Torschuss die Führung. Ribéry erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball und setzte zu einem Solo an, bei dem er sich auch von dem neben ihm laufenden Toni nicht beirren ließ. Mit einer knappen Handbewegung signalisierte er dem Italiener, ihm den Vortritt zu lassen und schob das Spielgerät aus 16 Metern an Sporting-Schlussmann Tiago vorbei zum 0:1 ins Netz.

Klose trifft mit der Hüfte

Auch im zweiten Durchgang spielten die Münchner so effektiv wie bisher noch nicht in diesem Jahr. Als die Portugiesen begannen, Tempo und Druck zu erhöhen, schlug Klinsmanns Elf eiskalt zu. Nach einer weiten Flanke von Massimo Oddo verlängerte Toni den Ball mit dem Kopf zu Klose, der mit der Hüfte zum 0:2 erfolgreich war. Mit seinem ersten Champions-League-Doppelpack machte dann Ribéry den Bayern-Sieg perfekt. Nachdem Fabio Rochemback im Strafraum Lahm zu Fall gebracht hatte, vollstreckte der Franzose vom Elfmeterpunkt sicher und entschied die Partie vorzeitig für die Münchner, ehe Toni den Schlusspunkt setzte.

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