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Champions League: Schalker Krise setzt sich fort

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Champions League - Gruppe B  

Königsblau verpatzt Start in die Königsklasse

14.09.2010, 20:28 Uhr | dpa, t-online, dpa, t-online.de

Champions League: Schalker Krise setzt sich fort. Schalkes Sarpei hat einen schweren Stand gegen Lyons Briand. (Foto: dpa)

Schalkes Sarpei hat einen schweren Stand gegen Lyons Briand. (Foto: dpa)

Die Krise des FC Schalke 04 spitzt sich zu, nachdem der erhoffte Befreiungsschlag auch in der Champions League ausgeblieben ist. Die Königsblauen, die mit drei Niederlagen in die Bundesliga-Saison gestartet waren, verloren durch das 0:1 (0:1) bei Olympique Lyon auch die erste Partie in der Königsklasse. Ein Patzer in der Abwehr, den Michel Bastos (21. Minute) zur Entscheidung nutzte, brachte die Westfalen auf die Verliererstraße. Nach dem Rückstand sah Benedikt Höwedes nach einem eher harmlosen Zweikampf aber zu allem Überfluss noch die Rote Karte (38.). Damit steht das Team von Felix Magath im Bundesliga-Derby am Samstag gegen Borussia Dortmund und am 29. September gegen Benfica Lissabon noch stärker unter Druck.

Nach 270 Bundesliga-Minuten ohne Erfolgserlebnis setzte sich die Schalker "Seuche" auch auf internationalem Parkett fort. Eine Zeit lang diktierte die Magath-Elf das Geschehen, geriet aber durch den ersten Fehler der bis dahin stabilen Abwehr ins Hintertreffen und nach dem überzogenen Platzverweis für Höwedes endgültig aus dem Konzept. Zum vierten Mal nach 2001, 2005 und 2007 startete Schalke mit einer Niederlage in die europäische Königsklasse. "Das Spiel war nach der Roten Karte leider entschieden. Bis zur Hinausstellung haben wir sehr gut verteidigt und kaum etwas zugelassen", meinte Magath.

Huntelaar und Raul harmonieren nicht

Die Probleme der Königsblauen lagen vor allem in der Offensive, wo 14-Millionen-Mann Klaas Jan Huntelaar und Raul, der sein 131. Champions-League-Spiel bestritt, noch nicht harmonieren. Allerdings erhielten die Starstürmer diesmal auch kaum Unterstützung aus dem Mittelfeld, in dem Ciprian Deac ein wenig überzeugendes Pflichtspieldebüt feierte. Nach 44 Minuten holte Magath den Rumänen wieder vom Feld und ersetzte ihn durch Joel Matip.

Gegen den französischen Vizemeister, der einen ähnlich schwachen Saisonstart wie die "Knappen" verzeichnete, begann Magaths Elf konzentriert und selbstsicher. Ein Fehler von Timothee Kolodziejcziak eröffnete Jefferson Farfan in der elfte Minute die Chance zum Abschluss aus spitzem Winkel, doch Frankreichs Nationalkeeper Hugo Lloris verhinderte die frühe Führung der Gelsenkirchener.

Moritz macht seinen Patzer fast wett

Auf der Gegenseite nutzte Lyon die erste Schalker Schwäche gnadenlos aus. Nach einer viel zu kurz geratenen Kopfball-Rückgabe von Verteidiger-Notlösung Christoph Moritz lupfte Bastos den Ball über Manuel Neuer hinweg. Bei seinem anschließenden Rettungsversuch im Zweikampf mit Bastos grätschte Höwedes das Spielgerät dann endgültig über die Linie. Die Schalker zeigten sich vom Rückstand aber kaum geschockt. In der 32. Minute hätte Moritz seinen Schnitzer fast wieder wettgemacht, doch Lloris lenkte den platzierten Flachschuss des 20-Jährigen reaktionsschnell zur Ecke.

Aber noch vor der Pause mussten die Königsblauen mit der Roten Karte gegen Höwedes den nächsten Nackenschlag verkraften. Der Abwehrchef wurde nach seinem Einsatz mit gestrecktem Bein gegen Jimmy Briand zum zweiten Mal in dieser Saison nach dem Bundesliga-Auftakt beim HSV vorzeitig in die Kabine geschickt. "Es ist in der Champions League so, dass auch der kleinste Fehler bestraft wird. Die Rote Karte ist ein Witz", kommentierte Vorstandsmitglied Horst Heldt die entscheidenden Szenen der ersten Halbzeit.

Weitere Chancen durch Bastos und Pjanic

In Unterzahl musste sich Schalke im zweiten Durchgang weiterer Angriffe der Franzosen erwehren, die im Vorjahr erst im Halbfinale am FC Bayern München gescheitert waren. Doch trotz weiterer guter Chancen für Bastos (54.) und Miralem Pjanic (67./78.) hielt der starke Neuer seinen Kasten sauber.

Im zweiten Spiel der Gruppe B bezwang Benfica Lissabon im Heimspiel Hapoel Tel Aviv souverän mit 2:0 (1:0).

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