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Werder Bremen "sechs Klassen" schlechter als Inter Mailand

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Werder "sechs Klassen" schlechter als Inter

30.09.2010, 09:07 Uhr | dpa, dpa

Werder Bremen "sechs Klassen" schlechter als Inter Mailand. Philipp Bargfrede von Werder Bremen. (Foto: imago)

Philipp Bargfrede von Werder Bremen. (Foto: imago)

Ohne seine verletzten Leistungsträger ist Werder Bremen in der Champions League derzeit nicht konkurrenzfähig. Der stark ersatzgeschwächte Bundesliga-Zwölfte erhielt beim 0:4 (0:3) von Titelverteidiger Inter Mailand eine Lehrstunde und wurde dabei teilweise vorgeführt. "Inter war nicht drei Klassen, sondern sechs Klassen besser", klagte Torhüter Tim Wiese, der mit einigen guten Paraden eine noch höhere Niederlage verhinderte.

Alleine Superstar Samuel Eto'o sorgte mit seinen drei Toren (21., 27. und 81. Minute) bei teilweise katastrophalen individuellen Bremer Abwehrfehlern für das Werder-Debakel. Es war definitiv sein Abend, zumindest auf dem Rasen. Danach allerdings fiel er negativ auf, weil er ein Interview vor den Kameras der UEFA mit wildem Geschrei ablehnte und weglief. Im Spiel hatte Wesley Sneijder früh mit dem 3:0 (30.) die nur 30.000 Zuschauer im Stadio Giuseppe Meazza verzückt. Die verletzten Torsten Frings, Claudio Pizarro, Clemens Fritz und Naldo fehlten der Bremer Notelf an allen Ecken und Enden. "Wenn dir so wichtige Spieler fehlen, gehst du hier baden. So sind wir nicht reif für die Champions League", sagte Wiese.


Werder mächtig unter Druck

Nach dem 2:2 im ersten Gruppenspiel gegen Tottenham Hotspur steht Werder bereits in der dritten Partie am 20. Oktober bei Twente Enschede gewaltig unter Druck. "Natürlich muss man sehen, dass wir das Spiel und das Rückspiel gegen Tottenham gewinnen. Wenn wir uns nicht steigern, haben wir in der nächsten Runde nichts zu suchen", sagte Klubchef Klaus Allofs.

Bereits vor dem nächsten Spiel am Sonntag bei Bayer Leverkusen sehnen die Bremer nach der Lehrstunde bei Inter die folgende zweiwöchige Länderspiel-Pause herbei. "Die Pause wird uns gut tun, damit einige Spieler fit werden. Dann haben wir andere Möglichkeiten", sagte Marko Marin. Der Nationalspieler konnte ebenso wie die enttäuschenden Daniel Jensen, Tim Borowski und Marko Arnautovic die Forderung von Trainer Thomas Schaaf, für die Verletzten in die Bresche zu springen, nicht erfüllen. "Die, die sich hätten beweisen sollen, hätten mehr anbieten müssen", wetterte Schaaf.


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