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DFB-Pokal: Bundesliga nicht fit genug?

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Peinliche Pokal-Blamagen: Sind die Profis nicht fit?

20.08.2012, 07:55 Uhr | t-online.de

DFB-Pokal: Bundesliga nicht fit genug?. Sebastian Prödl von Werder Bremen sitzt nach der Niederlage in Münster fassungslos am Boden. (Quelle: Reuters)

Sebastian Prödl von Werder Bremen sitzt nach der Niederlage in Münster fassungslos am Boden. (Quelle: Reuters)

Was für ein Blamage-Wochenende für die Bundesliga im DFB-Pokal: Werder Bremen - raus! Eintracht Frankfurt - raus! HSV - raus! Nürnberg - raus! Hoffenheim - raus! Greuther Fürth - raus! Erstmals seit 25 Jahren sind wieder sechs Erstliga-Klubs in der ersten Pokalrunde gescheitert. Und das unter peinlichen Umständen, die die Spieler und Verantwortlichen sprachlos machten. "Ich bin verrückt geworden", schimpfte Werder-Manager Klaus Allofs. "Heute ging es um drin sein im Pokal oder draußen, aber diese Mentalität haben noch nicht alle verinnerlicht."

Alles also eine Mentalitätsfrage? Oder vielleicht sogar eine Frage der Fitness? Egal ob Profi oder Amateur, alle Spieler ächzten an diesem Wochenende unter den brutalen Temperaturen von über 35 Grad im Schatten. Eigentlich ein Vorteil für die Bundesligisten. Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln hatte vergangene Woche noch gemutmaßt, dass die tropischen Temperaturen den besser und anders trainierten Profis zugute kommen sollten. Bis zu 15 Prozent könne der Leistungsunterschied zu den Amateuren alleine durch die Temperaturen ausmachen. Von wegen: Die Amateure liefen heiß, als die verwöhnten Bundesliga-Kicker schlapp machten.

"Nicht zugetraut, dass sie Tore machen können"

Drittligist KSC drehte in der zweiten Halbzeit ein 1:2 gegen den HSV in einen 4:2-Sieg. Nürnberg blamierte sich in der Verlängerung gegen Viertligist Havelse. Drittligist Münster rannte Bremen in 120 Minuten an die Wand. Und wenn man die Pleiten von Frankfurt, Hoffenheim und Fürth mit dazu nimmt, stellt sich die Frage: Sind die Bundesligisten etwa eine Woche vor Liga-Start nicht fit genug, um körperlich nicht mal gegen niederklassige Teams zu bestehen?

Werder-Coach Thomas Schaaf redete sich mit dem Zeitpunkt des Spiels in der Saison heraus: "Preußen hatte einen Vorteil, weil sie schon fünf Spieltage hinter sich haben. Hätten wir schon fünf Spiele hinter uns, wären wir vielleicht nochmal zurückgekommen." Und Verteidiger Sebastian Prödl offenbarte nach dem Spiel die fragwürdige Denkweise einiger Werder-Profis. "Wir haben ihnen offenbar nicht zugetraut, dass sie Tore machen können." Kein Wunder, dass Allofs seinen Spielern "Naivität" vorwarf.

"Es war ziemlich heiß, das war ein Problem"

Auch andersorts wirkte der Schock nach: Nürnbergs Hanno Balitsch musste zugeben, "dass wir es nicht geschafft haben das Tempo hochzuhalten". Gegen einen Regionalligisten ist dieses Geständnis ein Armutszeugnis. Hamburgs Kapitän Heiko Westermann sagte: "Wenn man die kompletten 90 Minuten sieht, war es katastrophal." "Katastrophal" war eines der wohl meistgebrauchten Wörter unter den "Pokal-Deppen".

Einzig die Frankfurter Eintracht hatte eine - selbst bei dieser Hitze - nachvollziehbare Ausrede, zumal der Bundesliga-Aufsteiger gegen einen Zweitligisten rausflog. Die Pleite bei Erzgebirge Aue war auch eine Folge der frühen Roten Karte gegen Torhüter Kevin Trapp. "Spielentscheidend war der Elfmeter", sagte denn auch Armin Veh. Doch auch er gab zu: "Es war ziemlich heiß, das war ein Problem für uns." Nicht nur für die Eintracht.

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