Nach Feuerzeug-Wurf auf Schiri  

VfL Osnabrück schickt Entschuldigungs-Brief an RB Leipzig

12.08.2015, 13:55 Uhr | sid, dpa

Nach Spielabbruch. Schiedsrichter Martin Petersen hält sich mit der rechten Hand am Kopf und verlässt mit seinen Assistenten das Spielfeld. (Quelle: imago/osnapix)

Schiedsrichter Martin Petersen hält sich mit der rechten Hand am Kopf und verlässt mit seinen Assistenten das Spielfeld. (Quelle: osnapix/imago)

Nach dem abgebrochenen Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig hat sich der VfL bei RB entschuldigt. Der Verein habe einen Brief an den Zweitligisten aus Leipzig geschickt, so Osnabrücks Präsident Hermann Queckenstedt. "Ich entschuldige mich zudem auch bei den Besuchern aus Leipzig und Osnabrück", sagte der Funktionär weiter.

Er bedankte sich zudem für das Angebot der Leipziger, das in der 71. Minute wegen eines Feuerzeugwurfs auf den Schiedsrichter beim Stand von 1:0 für die Gastgeber abgebrochene Spiel zu wiederholen.

"Ich persönlich habe begrenzte Erwartungen, dass es dazu kommen wird", so Queckenstedt. Die Entscheidung darüber fällt das DFB-Sportgericht.

Legt einer der beiden Klubs Einspruch gegen den schriftlichen Einzelrichterentscheid des Sportgerichts ein, würde es zu einer mündlichen Verhandlung in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main kommen. Entscheidet das Sportgericht für Leipzig, würde die Partie laut Rechts- und Verfahrensordnung des DFB mit 2:0 für den Zweitligisten gewertet werden.

VfL Osnabrück weist Rangnick-Kritik zurück

Zudem wies der Drittligist die Kritik von Leipzigs Trainer Ralf Rangnick an den Sicherheitsvorkehrungen in der osnatel-Arena zurück. "Ich halte das nicht für gerechtfertigt", sagte VfL-Geschäftsführer Jürgen Wehlend. Rangnick hatte geklagt: "Ich hätte gestern mit Frau, Kind und Familie in dem Stadion gar nicht gewusst, wo ich hätte sitzen oder stehen können, um mich halbwegs sicher zu fühlen."

Wehlend sagte dazu: "Die Aussage möchte ich nicht so stehenlassen. Die Wahrnehmung im Innenraum ist eine ganz andere." Das Stadion in Osnabrück sei "dafür bekannt, familienfreundlich" zu sein. Der VfL-Geschäftsführer betonte allerdings auch: "Es ist nicht zu tolerieren, wenn Gegenstände geworfen werden und Verletzungen billigend in Kauf genommen werden."

Konsequenzen für die Fans?

Der VfL Osnabrück verurteilte die Vorfälle weiter als "eine Unart, die wir unterbinden müssen". Der Verein werde dem Sportgericht bis Donnerstag eine Stellungnahme vorlegen, arbeite parallel aber bereits an der Aufarbeitung und drohte auch seinen Fans mit Konsequenzen. "Es handelt sich um eine Straftat, die es aufzuklären gilt. Wir werden gegen den Täter vorgehen und Regressansprüche stellen", sagte Geschäftsführer Jürgen Wehlend.

Das Feuerzeug sei der Polizei zur Untersuchung übergeben worden. Der VfL-Geschäftsführer geht davon aus, dass "es anhand der Augenzeugenberichte und des im Internet veröffentlichten Bildmaterials möglich ist, den Täter zu finden".

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