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FC Bayern hat keine Gegner mehr - auch der VfL Wolfsburg gibt auf

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FC Bayern hat keine Gegner mehr  

"Im Moment sind sie zu stark für die Liga"

28.10.2015, 15:42 Uhr | t-online.de, dpa

FC Bayern hat keine Gegner mehr - auch der VfL Wolfsburg gibt auf. Der FC Bayern ist auch im DFB-Pokal nicht zu schlagen. (Quelle: dpa)

Der FC Bayern ist auch im DFB-Pokal nicht zu schlagen. (Quelle: dpa)

Die DFB-Pokal-Partie beim VfL Wolfsburg wurde zum vorgezogenen Endspiel stilisiert, vom Duell der beiden besten deutschen Teams war die Rede - am Ende sah Fußball-Deutschland die nächste Machtdemonstration des FC Bayern München. "Im Moment sind sie zu stark für die Liga", stöhnte selbst VfL-Coach Dieter Hecking.

Das Ergebnis war noch glimpflich angesichts der Kraftverhältnisse auf dem Platz. Mit dem 1:3 (0:3) war der Titelverteidiger aus Wolfsburg beim Zweitrunden-Aus noch gut bedient.

"Das war ein sehr, sehr gutes Spiel von uns", kommentierte Bayern-Kapitän Philipp Lahm den verdienten Erfolg - nach der Lehrstunde für den vermeintlich ärgsten Gegner warten die Münchner weiter auf ein deutsches Team, das ihnen gefährlich werden kann.

Allofs: "Haben es ihnen zu leicht gemacht"

Für die Bayern war es die geglückte Revanche für die beiden bisherigen Niederlagen in diesem Jahr in Wolfsburg: beim 1:4 zum Rückrundenauftakt der vergangenen Saison und der Pleite im Supercup-Spiel vor der aktuellen Saison.

"Das ist eine gute Mannschaft, klar", sagte VfL-Sportchef Klaus Allofs: "Heute haben wir es ihnen aber zu leicht gemacht." Das erwartete Duell auf Augenhöhe zwischen dem Titelverteidiger und dem Rekordpokalsieger wurde es vor 30.000 Zuschauern nicht.

Sammer schwärmt: "Außergewöhnlich"

Zu deutlich war die Dominanz des FC Bayern mit ihrem laut Lahm "überragenden Positionsspiel" vor allem in der ersten Halbzeit. Douglas Costa (15. Minute) und Doppeltorschütze Thomas Müller (20./34.) untermauerten den Klassenunterschied auch mit Toren.

"Die erste Halbzeit war außergewöhnlich", lobte auch Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer: "In der 2. Halbzeit ist dann Normalität eingetreten." Weil das Spiel entschieden war und die Gäste Tempo rausnahmen, den VfL längst nicht mehr so hoch attackierten und Wolfsburg den Charaktertest bestand.

Unstillbarer Titelhunger

Der Vizemeister ergab sich nicht, stemmte sich gegen eine völlige Demontage und kam in der Nachspielzeit sogar noch zum Anschlusstor durch André Schürrle. "Das Ergebnis ist in Ordnung", meinte Allofs daher.

Dennoch ist die Titelverteidigung bereits frühzeitig unmöglich, weil die Bayern früh in der Saison Woche für Woche ihren Titelhunger demonstrieren. "Titel kann man nicht herbei reden, man kann sie sich nur erarbeiten", sagte Sammer und offenbarte, wie sehr ein frühes Scheitern im Pokal die Atmosphäre in München hätte trüben können: "Wir standen unter gewaltigem Druck heute."

Hoffen auf ein Stadtderby

Relativ entspannt kann der Rekordtitelträger nun auf den kommenden Gegner im Achtelfinale (15./16. Dezember) warten und da gibt es klare Präferenzen. "Das Derby, ganz klar", wünschte sich nicht nur Kapitän Lahm nach dem Spiel.

Auch der Lokalrivale TSV 1860 steht nach dem 2:1 in Mainz schließlich in der nächsten Runde. "Schön wäre wieder ein Heimspiel", Sammer. Was bei einem Derby zwangsläufig der Fall wäre.

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