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RB Leipzig-Trainer Hasenhüttl nach Pokal-Aus gegen Dresden ratlos

"Es wird nicht leichter"  

Leipzig-Trainer Hasenhüttl nach Pokal-Aus ratlos

21.08.2016, 13:05 Uhr | sid, dpa

RB Leipzig-Trainer Hasenhüttl nach Pokal-Aus gegen Dresden ratlos. Ralph Hasenhüttl ist nach dem Pokal-Aus in Dresden enttäuscht. (Quelle: imago images/Eibner)

Ralph Hasenhüttl ist nach dem Pokal-Aus in Dresden enttäuscht. (Quelle: Eibner/imago images)

Aus im DFB-Pokal nach Elfmeterschießen. Gegen Dynamo Dresden, also den Klub, der die Abneigung gegen den Emporkömmling aus Leipzig in seiner Fancharta verankert hat. Und das nach einer 2:0-Führung. Viel bitterer hätte das Pflichtspiel-Debüt des neuen Leipziger Trainers Ralph Hasenhüttl nicht verlaufen können.

Hasenhüttl sucht nach Erklärungen

Deutlich mehr als das Pokal-Aus selbst, dürfte Hasenhüttl aber das wie beschäftigen. Schließlich gilt es schnell die Lehren zu ziehen, damit sich so etwas nicht mehr wiederholt. Deshalb suchte der Coach nach Erklärungen für das, was RB Leipzig einfach nicht hätte passieren dürfen.

Eigentlich hätte die Führung in der 15. Minute durch Marcel Sabitzers und der verwandelte Handelfmeter von Dominik Kaiser (45. Minute) Sicherheit geben müssen. Doch das tat sie nicht. Stattdessen wurden die Leipziger lethargisch. Als dann auch noch Stefan Kutschke kurz nach der Pause per Foulelfmeter den 1:2-Anschlusstreffer erzielte, wurden die Beine noch schwerer. "Dass nach dem 1:2 die Menge tobt, ist klar. Trotzdem ist es nicht klar, weshalb wir uns dann so von unserem Spiel haben abbringen lassen. Es gab keinen Grund, so außer Tritt zu kommen", sagte Hasenhüttl.

"Wir haben eine junge Mannschaft, die noch nicht so weit ist"

Auch der Ausgleichtreffer zum 2:2 in der 78. Minute, erneut durch Kutschke, gibt dem Trainer Rätsel auf. "Wir haben eine junge Mannschaft, die noch nicht so weit ist, dass das ganz locker weggeschüttelt wird. Deswegen ist der Gegner immer stärker geworden. Dann kriegen wir das 2:2, das so nicht passieren darf", so der Österreicher. Vom so gefürchteten Gegenpressing war nichts mehr zu sehen, auch die Spritzigkeit und das gepflegte Passspiel blieben auf der Strecke.

Kapitän Kaiser pflichtete dem Trainer bei: "Die zweite Halbzeit war sehr einschneidend für uns, weil wir das gut aufgebaute Spiel durch eine ungünstige Situation aus der Hand gegeben und unser eigenes Spiel komplett vernachlässigt haben. Das müssen wir in Zukunft unbedingt verbessern."

"In der Bundesliga wird es nicht leichter"

Diese Verbesserung wird aus Sicht von Hasenhüttl auch dringend nötig sein. Schließlich spielt RB Leipzig nun im deutschen Oberhaus. Nach dem Spiel prophezeite er: "Eines kann ich jetzt schon versprechen: In der Bundesliga wird es nicht leichter."

Hinzu kommen weitere Probleme. Kaiser und Naby Keita verletzten sich beide am Mittelfuß und drohen für den Bundesliga-Auftakt in Hoffenheim auszufallen.

Große Freude in Dresden

Wenig verwunderlich sieht die Gefühlswelt in Dresden genau andersherum aus. "Ganz Deutschland hat auf dieses Spiel geschaut und uns die Daumen gedrückt. Dass so zu gewinnen, ist absolut geil", sagte Marco Hartmann nach dem dramatischen Sieg im Elfmeterschießen. Dynamo hat zum dritten Mal in der noch jungen Saison gezeigt, dass man den Zweitliga-Aufsteiger nicht unterschätzen und abschreiben darf. Dreimal holte Dresden Rückstände auf. "Mich hat fasziniert, dass die Mannschaft in der Halbzeit trotz des 0:2 glaubhaft versichert hat, daran zu glauben, dass man das Spiel noch dreht", berichtete Trainer Uwe Neuhaus.

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