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Neid will ihren DFB-Vertrag erfüllen

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Neid überwindet ihre Selbstzweifel

13.07.2011, 18:57 Uhr | dpa

Neid will ihren DFB-Vertrag erfüllen. Bundestrainerin Silvia Neid: "Ich brauchte ein paar Tage zum Nachdenken." (Foto: imago)

Bundestrainerin Silvia Neid: "Ich brauchte ein paar Tage zum Nachdenken." (Foto: imago)

Silvia Neid hat ihre Sinnkrise überraschend schnell überwunden und bleibt Trainerin der deutschen Fußball-Frauen. Vier Tage nach dem bitteren Viertelfinalaus bei der Heim-WM entschied sich die 47-Jährige nach einem Gespräch mit den DFB-Verantwortlichen, ihren erst vor dem Turnier bis 2016 verlängerten Vertrag zu erfüllen.

"Nach dem auch für mich enttäuschenden Ausscheiden bei der WM brauchte ich ein paar Tage zum Nachdenken", sagte Neid über ihre Beweggründe. Kurz zuvor hatte sie in mehreren Interviews noch Rücktrittsgedanken geäußert und eine längere Bedenkzeit angemeldet.

Niersbach: "Gute Entscheidung für den Frauenfußball"

Der entscheidende Antrieb zur Kehrtwende seien der große Zuspruch der Mannschaft und das Vertrauen von DFB-Präsident Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach gewesen, sagte Neid. Erst am Vortag hatte sie betont, die WM zunächst als Zuschauerin zu Ende bringen zu wollen, um dann nach einer Analyse über ihre Zukunft zu entscheiden.

Beim (DFB) sorgte der Entschluss für Freude. "Es ist eine gute Entscheidung für den Frauenfußball, dass Silvia Neid ihre Arbeit als Bundestrainerin fortsetzt und wir sind sicher, dass sie mit hoher Motivation das nächste große Ziel EM 2013 in Schweden angehen wird", sagte Niersbach. Zuvor hatte Zwanziger intensiv um eine Fortsetzung der Arbeit mit Neid geworben. "Sie ist die beste Trainerin, die ich mir vorstellen kann", sagte der DFB-Chef. "Silvia Neid ist meine Trainerin, ich werde sie nicht ganz so einfach gehen lassen."

Sturm im Wasserglas

Bei der Weltmeisterschaft war die DFB-Elf am vergangenen Samstag nach einer 0:1-Niederlage gegen Japan sensationell schon in der Runde der besten Acht gescheitert. Die deutliche öffentliche Kritik an der taktischen Ausrichtung des Teams und ihrem Führungsstil hatte Neid zunächst offenbar zum Nachdenken gebracht. Man müsse "alles in Frage stellen, auch ich mich selbst", sagte sie in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Die Beurteilung der Gründe für das WM-Scheitern stehen noch aus, nur die tagelangen Spekulationen über die Zukunft der Bundestrainerin erweisen sich nun als Sturm im Wasserglas.

Zahlreiche Spielerinnen hatten sich während des Schwebezustands pro Neid ausgesprochen - und nach der Verkündung zeigte sich Linda Bresonik "glücklich und erleichtert". "Ich hätte mir auch nichts anderes vorstellen können", sagte die Defensivallrounderin. "Es war aber ein ganz schönes Hin und Her in den letzten Tagen."

Ligasprecher mit der Entscheidung zufrieden

Auch in der Bundesliga wurde das Ende der Neid-Debatte mit Freude aufgenommen. "Das ist ein gutes und richtiges Zeichen. Das zeigt im positiven Sinne, dass sie mit Blick auf die Zukunft Verantwortung übernimmt", erklärte Siegfried Dietrich, Manager des 1. FFC Frankfurt und Ligasprecher. "Ich habe eigentlich immer daran geglaubt, dass sie weiter macht und wünsche mir eine noch engere Zusammenarbeit mit den Bundesligavereinen."

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