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Frauen-WM 2011: Japan holt sich den Titel

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Frauen-WM 2011  

Japan stellt die Fußballwelt auf den Kopf

17.07.2011, 23:18 Uhr | t-online.de

Frauen-WM 2011: Japan holt sich den Titel. Japan feiert den WM-Titel. (Foto: dpa)

Japan feiert den WM-Titel. (Foto: dpa)

Aus Frankfurt berichten Patrick Brandenburg und Björn Wannhoff

Das Fußballmärchen ist Wirklichkeit geworden - Japan ist Weltmeister. Das Überraschungsteam der WM 2011 hat sich mit einem dramatischen 5:3-Sieg nach Elfmeterschießen gleich bei seiner ersten Finalteilnahme die Krone des Frauenfußballs aufgesetzt. Saki Kumagai erzwang mit dem vierten Elfmeter für Japan die Entscheidung, nachdem drei von vier Amerikanerinnen im Nervenspiel versagt hatten. (Foto-Show: Die besten Bilder des Finals)

Zuvor hatten Alex Morgan (69.) und Abby Wambach (104.) für die USA getroffen. Aya Miyama (80.) und Homare Sawa (117.) gelang jeweils der Ausgleich für das Team aus Japan, das seiner Leid geplagten Heimat nun einen tollen Pokal mit nach Hause bringt.

US-Willenskraft anfangs überlegen

"Jetzt sind die Fußballgötter gefragt, damit es endlich klappt", hatte Japans Trainer Norio Sasaki vor dem Endspiel gesagt - nachdem sein Team noch in der WM-Vorbereitung drei Spiele gegen die zweimaligen Weltmeister verloren hatte. Und Beistand hatte die Nadeshiko zunächst dringend nötig. Denn die körperlich deutlich überlegenen Amerikanerinnen brachen mit Urgewalt über ihre Gegnerinnen herein und spielten sich bereits im ersten Durchgang sieben allerbeste Chancen heraus. 

Schon noch 30 Sekunden hätten der Weltranglistenerste in Führung gehen können, als Lauren Cheney frei vorm Tor der Japanerinnen auftauchte und Torhüterin Ayumi Kaihori gerade noch zur Ecke klären konnte. Nicht viel besser machte es Cheney in der 34. Minute, als sie unbedrängt einen Kopfball übers Tor jagte. Zuvor waren bereits Abby Wambach mit einem Weitschuss (9.), Carlie Lloyd (11.) und Megan Rapinoe (12.) gescheitert.

Steinhaus leitet souverän und gut 

Außerdem hatten die Japanerinnen gleich zwei Mal Glück mit dem Aluminium. So setzte die quirlige Rapinoe den Ball an den Außenpfosten (17.), und Wambach donnerte die Kugel aus 20 Metern an die Querlatte. Vor dieser besten Chance der USA hatte die deutsche Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus richtig auf Vorteil erkannt und trotz des Foulspiels an Cheney im Mittelfeld weiterspielen lassen. 

Japan kam nicht richtig ins Spiel und konnte sein gefürchtetes Kurzpassspiel nicht vernünftig aufziehen. Erst in der 31. Minute gab das Team den ersten Torschuss überhaupt ab. Nach dem Traumpass von Aya Sameshima brachte Kozue Ando aber nicht genug Druck hinter den Ball, um US-Keeperin Hope Solo in Gefahr zu bringen. Ein Treffer hätte die Partie zu diesem Zeitpunkt aber auch völlig auf den Kopf gestellt.

Morgan ersetzt Cheney 

Nach dem Wechsel erlöste Trainerin Sundhage die unglückliche Cheney und brachte Alex Morgan. Doch neue Stürmerin, altes Leid: Morgen setzte in ihrer ersten Aktion den Ball an den Innenpfosten, Die taumelnde Abwehr der Nummer vier der Frauenfußballwelt konnte gerade noch klären (48.). Die zahlreichen US-Fans unter den 48.817 Fans in Frankfurt dagegen rauften sich die Haare - mal wieder. 

Plötzlich meldeten sich die Japanerinnen im Spiel zurück. Regisseurin Homare Sawa legte endlich die Zurückhaltung ab und knüpfte an ihre bisherigen Turnier-Glanzleistungen an. Erst schickte sie mit einem Traumpass Yukari Kinga auf die Reise, doch die weit aufgerückte Verteidigerin schoss übers Tor. Keine Minute später spielte Sawa Shinobu Ohno frei, doch die Stürmerin wurde von Steinhaus zurückgepfiffen, als sie - vermeintlich im Abseits - alleine aufs Tor zulief. Eine strittige Entscheidung.

Zwei Tore in elf Minuten 

Maximales Pech für die Japanerinnen, denn ausgerechnet jetzt legten die US-Girls ihre Abschlussschwäche zu den Final-Akten. Nach einem tollen Konter hatte Joker Morgan nur noch Verteidigerin Saki Kumagai gegen sich und ließ auch Torhüterin Kaihori mit einem platzierten Schuss keine Chance: 1:0 für die Olympiasiegerinnen von 2008 in der 69. Minute. Nur elf Minuten später war das Spiel wieder offen, weil die Amerikanerinnen erstmals die Übersicht verloren und Aya Miyama das Chaos per Abstauber zum 1:1 nutzte. 

Spätestens jetzt lieferten sich beide Teams einen dramatischen, offenen Schlagabtausch, der aber nicht mehr in der regulären Spielzeit entschieden wurde. Und auch nicht in der Verlängerung. Denn wieder wussten die Japanerinnen eine Antwort, nachdem Abby Wambach die Partie mit ihrem Kopfballtreffer scheinbar zugunsten der Amerikanerinnen entschieden hatte (104.). Denn als nur noch drei Minuten zu spielen waren, hatte Sawa die Nerven, eine Ecke per Hacke zum 2:2 ins Tor zu befördern. Es war der fünfte Turniertreffer der Japanerin, die damit zur erfolgreichsten Schützin des Turniers avancierte. Die Elfmeterlotterie musste dann entscheiden.

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