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Wettskandal: DFB will von Robert Hoyzer 1,8 Millionen Euro

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FUSSBALL  

Hoyzer will von Schadensersatz nichts wissen

09.01.2008, 10:32 Uhr | sid

Robert Hoyzer (Foto: imago)Robert Hoyzer (Foto: imago) Heute beginnt vor dem Landgericht Berlin der Schadensersatzprozess gegen Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer. Der Referee hatte zugegeben, im Jahr 2004 vier Spiele manipuliert zu haben. Der Deutschen Fußball-Bund (DFB) will nun 1,8 Millionen Euro von Hoyzer haben. Dieser sieht der Schadensersatzklage gelassen entgegen. Sein Anwalt Thomas Hermes hält die Forderungen gegenüber seinem Mandanten "im Wesentlichen für unbegründet". Auf einen Vergleich will er sich nicht einlassen. "Wir werden beantragen, die Klage abzuweisen. Wir gehen davon aus, dass unsere Rechtsauffassung zutrifft", sagte Hermes.

Chronologie Der Skandal um Schiedsrichter Hoyzer

Pokal-Spiel manipuliert

Hauptstreitpunkt ist der vom DFB mit dem Hamburger SV geschlossene Vergleich im Zusammenhang mit dem von Hoyzer manipulierten DFB-Pokal-Spiel beim SC Paderborn (21. August 2004), das der HSV mit 2:4 verloren hatte. Die Hamburger hatten nach Bekanntwerden des Manipulationsverdachts im Januar 2005 Protest beim DFB-Sportgericht eingelegt. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits zwei weitere Pokal-Runden gespielt. Der Wettbewerb musste mit dem Finale am 28. Mai 2005 zum Abschluss gebracht werden, ein Verschieben war wegen des Confederations Cups nicht möglich. Ein vom DFB-Sportgericht zu erwartendes Urteil zugunsten des HSV wäre also spieltechnisch nicht umsetzbar gewesen.

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Vergleich mit dem HSV

Der Verband und der HSV einigten sich auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von zwei Millionen Euro unter Anrechnung der Einnahmen aus einem Länderspiel in der Hansestadt. Allein wegen dieser Sache will der DFB rund 1,5 Millionen Euro von Hoyzer. Dazu kommen Forderungen aus zu Unrecht erhaltenen Schiedsrichter-Honoraren, Verfahrenskosten sowie Aufwendungen für den durch den Wett- und Manipulationsskandal notwendig gewordenen außerordentlichen DFB-Bundestag am 28. April 2005 in Mainz.

Sapina musste Schadensersatz zahlen

Da die Manipulation zu diesem Zeitpunkt bereits festgestanden habe, hätte das Schiedsgericht dem Einspruch des HSV stattgeben müssen, argumentierte Hermes. "Der DFB hat den Schaden also selbst produziert. Die Ausgleichszahlung kann man dem zu diesem Zeitpunkt bereits geständigen Hoyzer nicht in Rechnung stellen." Dass bereits der Hauptdrahtzieher der Betrügereien, Ante Sapina, nach einem Vergleich im März vergangenen Jahres 1,8 Millionen Euro Schadensersatz an die Deutsche Klassenlotterie zahlen muss, sei für den Fall Hoyzer unbedeutend, so Hermes.

Kein Buch geplant

DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte zuletzt betont, die Klage sei "eine präventive Maßnahme, um uns für den Fall der Fälle unsere Ansprüche zu sichern". Man könne nicht ausschließen, "dass Herr Hoyzer nach seiner Entlassung aus der Geschichte Geld machen könnte", sagte der DFB-Präsident in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". Dazu erklärte Hoyzers Rechtsbeistand Hermes: "In diese Richtung ist nichts Konkretes geplant."

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Im offenen Vollzug

Hoyzer hatte Mitte Mai seine 29-monatige Haftstrafe im Berliner Gefängnis Hakenfelde angetreten. "Dort befindet er sich im offenen Vollzug und geht tagsüber bei einer Medienagentur arbeiten", berichtete Hermes.

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