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Jugendfußball: Spielabbruch bei Schalke gegen Dortmund

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Fussball  

Spielabbruch beim Revierderby in der A-Jugend

29.11.2009, 14:02 Uhr | dpa

Schiedsrichter Guido Winkmann bricht wegen Ausschreitungen die A-Jugend-Partie zwischen Schalke und Dortmund ab. (Foto: imago)Schiedsrichter Guido Winkmann bricht wegen Ausschreitungen die A-Jugend-Partie zwischen Schalke und Dortmund ab. (Foto: imago) Das erste Advents-Wochenende ist in Deutschland von zahlreichen Fan-Auschreitungen überschattet worden. Negativer Höhepunkt war am Sonntag der Abbruch des A-Jugend-Bundesligaspiels zwischen den Revier-Nachbarn Schalke 04 und Borussia Dortmund.

Schiedsrichter Guido Winkmann brach die Partie beim Stand von 0:1 ab, nachdem sich Anhänger beider Vereine unter anderem mit Leuchtraketen beschossen hatten.

Polizei trennt die Gruppen

Beim Stand von 0:1 nach 25 Minuten Spielzeit betraten etwa 50 Fans des BVB den Sportplatz an der Baulandstraße in Gelsenkirchen. Sie wurden von rund 100 gewaltbereiten Schalke-Anhängern, darunter Mitglieder der Ultras GE, mit Gegenständen angegriffen. Wie die Polizei mitteilte, konnte sie die Auseinandersetzungen mit einem größeren Aufgebot beenden und die rivalisierenden Gruppen trennen. Spieler oder unbeteiligte Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Etwa 20 Schalker Fans wurden in Gewahrsam genommen.

Auch Ärger mit Eintracht-Fans

Tags zuvor war es beim Bundesligaspiel Hertha BSC Berlin gegen Eintracht Frankfurt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Die Berliner Polizei teilte mit, dass insgesamt 66 Personen vorübergehend festgenommen und 18 Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung, eingeleitet wurden. Vor dem Spiel hatten 50 Frankfurter Randalierer Berliner Zuschauer mit Schlägen, Tritten und Flaschen angegriffen. Die Polizei musste die Gruppen trennen. Kurz darauf schlugen zehn Eintracht-Anhänger am Eingang zum Gästeblock auf Ordner ein.

Bei Zwischenstopps randaliert

Anhänger des Hamburger SV hatten am frühen Samstagmorgen für eine rund halbstündige Sperrung der Gleise am Bielefelder Hauptbahnhof gesorgt. Die Hooligans, die auf der Durchreise zum Spiel ihres Klubs in Mainz waren, verwüsteten zwei Geschäfte und einen Servicepoint. Bereits im Zug hatten diese randaliert und bei einem Zwischenstopp im niedersächsischen Celle einen Kiosk geplündert. Obwohl die Randalierer von dort aus von Polizeikräften begleitet wurden, nutzten die Hooligans einen nächtlichen Aufenthalt in Bielefeld zu weiteren Randalen. Scheiben gingen zu Bruch, die Randalierer warfen selbst gebaute Brandsätze, Flaschen und Stühle, so die Polizei. Verletzt wurde niemand. Die Beamten nahmen 150 aggressive und stark alkoholisierte Fans in Gewahrsam. Während des Einsatzes wurde der Bahnhof für den Zugverkehr gesperrt. 27 Züge hatten Verspätung.


Erst Reizgas bringt Kölner Chaoten unter Kontrolle

In Bochum benahmen sich Kölner Fans am Freitagabend in der Innenstadt und im rewirpower-Stadion daneben. Die Fans zündeten bereits auf dem Weg zum Stadion Kanonenschläge und bengalische Feuer. Beamte wurden mit Steinen und Flaschen beworfen. Kurz vor der Arena versuchten rund 600 von ihnen, in den Gästebereich zu stürmen. Die Ordner reagierten mit dem Schließen der Stadiontore. Erst eine angeforderte Hundertschaft der Polizei brachte die Situation unter Einsatz von Reizgas unter Kontrolle.

Zwei Ordner und ein Polizist verletzt

Nach dem Spiel gerieten einzelne Gewalttäter mit Bochumer Fans aneinander. Nach Informationen des VfL Bochum erlitt ein Ordner innere Verletzungen unter anderem an der Milz, ein weiterer Knochenbrüche und eine Schultereckgelenksprengung. Auch ein Polizist sei unter den sieben Verletzten. Es gab 19 Festnahmen.

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