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Wettskandal: Ahlens Kirschstein von Staatsanwaltschaft angehört

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Wettskandal  

Kirschstein sagt vor Staatsanwaltschaft aus

18.12.2009, 15:22 Uhr | dpa

Ahlens Sascha Kirschstein wurde von der Staatsanwaltschaft angehört.Ahlens Sascha Kirschstein wurde von der Staatsanwaltschaft angehört. (Foto: imago) Torhüter Sascha Kirschstein vom Fußball-Zweitligisten RW Ahlen ist nach Angaben seines Anwalts von den Bochumer Fahndern im internationalen Wettskandal angehört worden. Wie Kirschsteins Anwalt Horst Kletke der "dpa" am Freitag weiter bestätigte, habe der Torwart dabei die Vorwürfe entkräften können.

Laut Recherchen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" soll der Torhüter an der geplanten Manipulation der Partie gegen Hansa Rostock (0:2) am 4. Oktober beteiligt gewesen sein. Diesem Verdacht gehe die Staatsanwaltschaft Bochum nach, berichtet das Magazin.


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Ahlen stellt sich hinter Kirschstein

In einer Stellungnahme von Rot Weiss Ahlen stellte sich der Verein hinter den Torwart. "Sein Verhalten ist und war zu jeder Zeit tadellos und er hat sich hier im Umfeld als absolut herzlicher Mensch präsentiert", heißt es in der Mitteilung. Aufgrund dieser sportlichen und charakterlichen Eigenschaften sowie eines persönlichen Gesprächs sei der Club zu der Überzeugung gelangt, "dass die Vorwürfe gegen ihn nicht gerechtfertigt sind". Seine Leistungen gäben dazu keinen Anlass.

Konspirative Telefonate

Über ein Dutzend überwachter Telefongespräche zwischen mutmaßlichen Drahtziehern der Wettmafia hätten laut "Spiegel"-Bericht Hinweise auf eine mögliche Beteiligung Kirschsteins an der beabsichtigten Schiebung ergeben. In den konspirativ geführten Telefonaten sei vom "Torwart", der "Nummer ein" und "dem von Ahlen, dieser Nummer eins" die Rede gewesen. Marijo C. aus Nürnberg, einer der bereits inhaftierten Hauptbeschuldigten in der Wettaffäre, habe dabei auch von seinem "ehemaligen Nachbarn" gesprochen.

Zwei weitere Spieler konnten nicht schlüssig ermittelt werden

Daraus sollen die Fahnder geschlussfolgert haben, dass damit "unmissverständlich der Torwart des Vereins RW Ahlen, Sascha Kirschstein, gemeint ist, über den C. eine eventuelle Manipulation absprechen will". Demnach seien C. und der Torwart "gut miteinander befreundet". Zwei weitere Ahlener Spieler, an die angeblich jeweils 25.000 Euro fließen sollten, hätten die Fahnder bisher nicht schlüssig ermitteln können.

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