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Africa Cup: Togo tritt von seiner Abreise zurück und nimmt nun doch am Turnier teil

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Togos Spieler wollen den Africa Cup doch spielen

10.01.2010, 08:06 Uhr | sid, dpa

Togos Nationalspieler Thomas Dossevi vor der WM 2006 in Deutschland. (Foto: dpa)Togos Nationalspieler Thomas Dossevi vor der WM 2006 in Deutschland. (Foto: dpa) Zurück auf Anfang: Entgegen ihres Vorhabens, aus Angola abzureisen, wollen Togos Spieler nach dem blutigen Anschlag auf ihren Mannschaftsbus nun doch am Africa Cup teilnehmen. "In Gedenken an die Toten hat das Nationalteam entschieden, am Africa Cup teilzunehmen", erklärte Mittelfeldspieler Thomas Dossevi vom französischen Klub FC Nantes: "Die Mannschaft ist in der Nacht zusammengekommen und hat diese Entscheidung fast einstimmig getroffen."

Der in Grenoble spielende Alaisys Romao sagte der französischen Sportzeitung "L'Equipe": "Menschen sind für den Africa Cup gestorben, andere wurden verletzt. Wir werden sie nicht im Stich lassen und uns wie Feiglinge zurückziehen." Die Regierung in Lome hatte das Team am Vorabend zurückgerufen und erklärt, die Mannschaft könne nach dem Drama mit drei Toten nicht um den Kontinentalpokal spielen.

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Dreitägige Staatstrauer angeordnet

Togos Premierminister Gilbert Fossoun Houngbo hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. "Die Regierung hat sich zu einer drei Tage andauernden landesweiten Trauerphase entschieden, die am Montag beginnen wird", erklärte Houngbo im Staatsfernsehen.

Entschlossenheit

Romao drückte derweil den wütenden Trotz der unversehrt gebliebenen Spieler aus - und den Respekt vor den Gestorbenen: "Wenn wir bleiben, dann ihretwegen. Aber auch, um den Rebellen nicht die Genugtuung zu geben. Unsere Regierung ist nicht unbedingt damit einverstanden, aber wir sind alle entschlossen, in diesem Cup mitzuspielen", fügte er hinzu. Issa Hayatou, der Präsident des Afrikanischen Fußball-Verbandes (CAF) hatte der togoischen Mannschaft zuvor versichert, der angolanische Ministerpräsident Antonio Kassoma habe ihm eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen garantiert.

Zwei Teammitglieder und der Busfahrer getötet

Bei einem Terroranschlag auf den Bus der Togolesen waren in der angolanischen Exklave Cabinda Assistenztrainer Abolo Amelete und Pressesprecher Stanislas Ocloo sowie der Busfahrer getötet worden. Nach dem tragischen Zwischenfall hatte der togolesische Minister und Regierungssprecher Pascal Bodjona den Rückzug des Teams bekanntgegeben. Superstar Emmanuel Adebayor hatte umgehend die Rückreise gen England angetreten. Dort stürmt der 25-Jährige für Manchester City. Ob er nunmehr auch wieder an Bord kommt, blieb zunächst offen. Togo trifft am 11. Januar in seinem Auftaktspiel auf den deutschen WM-Gruppengegner Ghana.

Auch Ghana denkt über Abreise nach

Das Pikante: Togo könnte nach seiner Kehrtwende plötzlich ohne seinen Gegner dastehen. Denn auch Ghana berät über einen Verzicht auf das Turnier. Sportminister Rashid Pelpuo traf mit der Nationalmannschaft zusammengetroffen, um über eine mögliche Abreise aus Angola zu beraten. In Ghana wurden nach Bekanntwerden des Anschlags einer separatistischen Rebellengruppe Sorgen um die Sicherheit der Mannschaft geäußert. Wie das togoische Team sind auch die Ghanaer in der ölreichen Enklave Cabinda untergebracht. Die Separatisten hatten nach dem Anschlag mit weiteren Angriffen gedroht. Auch andere Afrika-Cup-Teilnehmer reagierten inzwischen mit Bestürzung auf die Vorfälle. "Wir haben eine Gänsehaut. Wer weiß, was mit uns noch passiert", sagte Amade Chababe, der Assistenz-Trainer von Mosambik.

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Brennpunkt Cabinda

Unterdessen hat die togoische Regierung von Angola und den Organisatoren des Afrika Cups eine Erklärung dafür verlangt, warum Cabinda als Austragungsort für die Spiele ausgewählt worden sei. Regierungssprecher Bodjona sagte, niemand habe Togos Mannschaft darüber informiert, dass die Anreise nach Cabinda per Bus riskant sei.

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