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Fall Amerell: In den nächsten Tagen hagelt es Strafanzeigen

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Jetzt soll es Strafanzeigen hageln

08.03.2010, 12:55 Uhr | sid, dpa, dpa, sid

Fall Amerell: In den nächsten Tagen hagelt es Strafanzeigen . Anwalt Lutz Paproth (li.)  und Wolfgang Amerell (Foto: dpa)

Anwalt Lutz Paproth (li.) und Wolfgang Amerell (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der Schiedsrichter-Skandal beim DFB um vermeintlichen Amtsmissbrauch und sexuelle Belästigungen wird zur strafrechtlichen Auseinandersetzung. Sowohl der zurückgetretene Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell als auch mindestens ein Referee hatten Strafanzeigen für die nächsten Tage angekündigt - und nach Informationen der "dpa" aus Justizkreisen soll Amerell diese bereits eingereicht haben.

"Das ist ein Müllberg"

Demnach habe der 63-Jährige seinen Anwälten den Auftrag erteilt, der Staatsanwaltschaft München I eine Strafanzeige gegen FIFA-Schiri Michael Kempter wegen Abgabe einer falschen Eidesstattlichen Versicherung und wegen Verleumdung zuzuleiten. Amerell, dem von Kempter und drei weiteren bislang anonymen Schiedsrichtern sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, will alle vier nicht nur zivilrechtlich auf Schadenersatz in unbestimmter Höhe verklagen, sondern auch Strafanzeige stellen. Das sagte Anwalt Jürgen Langer. "Vor uns liegt kein Scherbenhaufen, das ist ein Müllberg", sagte Amerell der "Süddeutschen Zeitung" mit Blick auf den juristischen Streit. Im Gegenzug wird mindestens ein bislang anonymer Referee Strafanzeige wegen sexueller Belästigung und Nötigung gegen Amerell stellen. Das berichtet die "Bild".

Einbruch in Kanzlei wirft Fragen auf

Zudem könnte der Schiedsrichter-Skandal auch zum Kriminalstück werden. Nach dem Einbruchversuch in der Nacht zu Freitag in die Kanzlei Paproth, Metzler und Partner, für die Amerells Anwalt Langer arbeitet, hat die Münchner Kriminalpolizei die Spuren gesichert. "Es gibt hier zwei Türen. Die erste wurde geknackt, die zweite schafften die Täter nicht", hatte Kanzlei-Chef Lutz Paproth erklärt.

DFB bildet Aufklärungs-Kommission

Unterdessen durchleuchtet der Süddeutsche Fußballverband (SFV) die früheren Tätigkeiten von Amerell, der im SFV jahrelang Chef des Schiedsrichter-Ausschusses war. "Es geht zum Beispiel darum, die Frage zu klären, wie der Auf- und Abstieg bei den Schiedsrichtern geregelt worden ist und ob alles gemäß den Satzungen funktioniert hat", sagte der SFV-Vorsitzende Rolf Hocke dem Fachmagazin "kicker". Für die internen Ermittlungen hat Hocke eine Kommission aus fünf Personen zusammengestellt, die ausschließlich Juristen sind. Den Vorsitz der Kommission soll Wolfgang Ziehr, Oberstaatsanwalt in Trier, übernehmen.

Tritt Volker Roth zurück?

Wie der "Express" meldet, will Schiedsrichter-Boss Volker Roth persönliche Konsequenzen aus dem "Fall Amerell" ziehen und noch vor der Präsidiumssitzung am Freitag zurücktreten. Eigentlich sollte Roth erst beim DFB-Bundestag im Oktober in Essen nach 15 Jahren als Schiedsrichter-Chef abgelöst werden. Als designierter Nachfolger gilt der ehemalige FIFA-Referee Herbert Fandel. Der ehemalige Schiedsrichter Franz-Xaver Wack hatte in der vergangenen Woche erklärt, Roth habe seit mindestens fünf Jahren von den Vorgängen um Amerell gewusst.

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