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WM-Vergabe 2018 & 2022: Kritik prallt an FIFA ab

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FIFA sieht keine eigenen Fehler

07.12.2010, 18:00 Uhr | dpa, dpa

WM-Vergabe 2018 & 2022: Kritik prallt an FIFA ab. Katar darf die WM 2022 ausrichten. Laut FIFA ist die Wahl dazu perfekt gelaufen. (Foto: imago)

Katar darf die WM 2022 ausrichten. Laut FIFA ist die Wahl dazu perfekt gelaufen. (Foto: imago)

Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Doppel-Wahl der WM-Ausrichter für 2018 und 2022 verteidigt. Das am 2. Dezember in Zürich praktizierte Abstimmungs-Verfahren sei "perfekt organisiert, völlig transparent und perfekt unter Kontrolle" gewesen, sagte FIFA-Generalsekretär Jérome Valcke. Bis zum Jahr 2018 habe die FIFA nun Zeit, über eine mögliche Änderung des Wahl-Modus zu entscheiden. Dann kürt die Exekutive den WM-Ausrichter 2026.

Die WM 2018 findet in Russland, die Endrunde 2022 in Katar statt. Valcke verteidigte die geheime Abstimmung: "Ich will so etwas nicht mitteilen, denn es ist meine Freiheit zu entscheiden, für wen ich stimme, ohne das öffentlich bekanntzugeben."

Sammer kritisiert Vergabe an Länder ohne Tradition

Indes sprach sich Matthias Sammer gegen die wachsende Vergabe von Turnieren in Länder ohne große Fußball-Tradition aus. "Die Vergabe der WM 2022 nach Katar ist das Eine, aber wenn ich sehe, dass die kommenden Europameisterschaften der U 17 und U 19 in Rumänien, Serbien, Estland, Litauen und der Slowakei stattfinden, muss man das schon hinterfragen dürfen", sagte der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Zeitung "Die Welt". "Denn man darf nicht vergessen, dass die großen Fußballnationen diesen Sport zu dem gemacht haben, was er heute ist." Der Solidargedanke sei grundsätzlich richtig, aber man müsse auch die Verhältnismäßigkeiten berücksichtigen.

Blazer verteidigt seine Wahl

FIFA-Exekutivmitglied Chuck Blazer aus den USA versicherte, der Wahlprozess sei "keinesfalls missglückt". Er widersprach Medienvorwürfen, er habe entgegen seiner ursprünglichen Ankündigungen gewählt. "Ich habe nie irgendjemandem Versprechungen gemacht, wie ich wählen werde. Ich habe deshalb sicher niemals jemand enttäuscht", sagte Blazer. "Ich habe für Russland und die USA gestimmt und habe so entschieden, weil ich glaubte, dass die Gründe dafür gut und ausreichend seien."

Englische Medien haben WM auf dem Gewissen

Beim Scheitern Englands im Kampf um die WM 2018 haben nach Ansicht des japanischen FIFA-Exekutivmitglieds Junji Ogura britische Medienberichte über Bestechungsvorwürfe eine Rolle gespielt. "Was ich sagen kann ist, dass die Berichte definitiv einen Einfluss auf Englands Bewerbung hatten. Daran gibt es keinen Zweifel", wird der Japaner von der Nachrichtenagentur Kyodo zitiert. Einige Exekutivmitglieder hätten hinter den Berichten Rassismus gesehen, meinte Ogura.

Australien bereut Fairplay

Für Australien, das mit nur einer Stimme als Bewerber um die WM-Endrunde 2022 scheiterte, sei es "ein grundlegender Fehler gewesen, dass wir sauber gespielt" haben. Diese Auffassung vertrat Peter Hargitay, der als Experte zum australischen Bewerbungskomitee gehörte, in einem Interview des TV-Senders SBS. Hargitay war früher auch ein Berater von FIFA-Präsident Joseph Blatter.

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