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WM-Vergabe 2002: Verwirrung um eine Mail des FIFA-Generalsekretärs

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Verwirrung um eine Mail des FIFA-Generalsekretärs

30.05.2011, 15:41 Uhr | sid, dpa

WM-Vergabe 2002: Verwirrung um eine Mail des FIFA-Generalsekretärs. Was wollte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke mit seiner Mail zum Ausdruck bringen? (Foto: imago)

Was wollte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke mit seiner Mail zum Ausdruck bringen? (Foto: imago)

Die Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-WM 2022 haben neue Nahrung erhalten. FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hat bestätigt, eine private E-Mail an den inzwischen wegen Korruptionsvorwürfen suspendierten Vize-Präsidenten Jack Warner geschrieben zu haben, aus der interpretiert werden könnte, dass Katar die Fußball-WM 2022 gekauft habe.

Warner behauptet, Valcke habe in der Mail über den inzwischen ebenfalls suspendierten Kandidaten für das FIFA-Präsidentenamt Mohamed Bin Hammam gesagt: "Ich habe es nie verstanden, warum er kandidiert." Vielleicht habe Bin Hammam geglaubt, "dass man die FIFA kaufen könnte, so wie sie die WM gekauft haben." Die Mail, die Warner Journalisten zeigte, bezeichnete Valcke als "echt'.

Valcke: "Ich wollte kein anstößiges Verhalten unterstellen"

Der Generalsekretär erklärte, er sei zuvor von Warner gebeten worden, Bin Hammam aufzufordern, von seiner Kandidatur zurückzutreten. Seine Antwort sei "eine private Mail" gewesen. "Über diese werden wir reden".

In einer schriftlichen Stellungnahme erläuterte Valcke, wie seine Antwort zu verstehen sei. "Was ich sagen wollte, ist, dass die Sieger ihre finanzielle Kraft genutzt haben, um Lobbyarbeit für ihre Bewerbung zu betreiben. Sie waren ein Kandidat mit einem sehr großen Budget und haben es sehr effektiv genutzt, um ihre Bewerbung auf der ganzen Welt kräftig zu unterstützen. Ich wollte damit nicht sagen, dass Stimmen gekauft worden seien oder ein anderes anstößiges Verhalten unterstellen."

Auch Bin Hammam ist verwundert

FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot erklärte, die Anschuldigungen seien bekannt: "Wir prüfen das und gehen der Sache nach", sagte Maingot.

Bin Hammam, eine der Schlüsselfiguren bei Katars erfolgreicher WM-Bewerbung, hatte seine Kandidatur für das höchste Amt im Weltfußball überraschend zurückgezogen. Der 62 Jahre alte Katarer reagierte in der BBC zunächst verwundert auf die neuen Vorwürfe. "Sie müssen Jerome Valcke fragen, was er dabei gedacht hat", erklärte Bin Hammam. "Wenn ich Geld für Katar bezahlt habe, müsste man auch die anderen 13 Menschen fragen, die für Katar gestimmt haben."

Katar weist Vorwürfe über gekaufte WM zurück

Das WM-Organisationskomitee Katars wies Behauptungen, die WM 2022 gekauft zu haben, indes zurück. "Wir dementieren kategorisch jegliches Fehlverhalten in Verbindung mit unserer gewonnenen Bewerbung", hieß es in einer Stellungnahme der WM-Organisatoren.

Das WM-OK Katars habe "die FIFA dringend um Aufklärung zu dem Statement ihres Generalsekretärs gebeten. In der Zwischenzeit werden wir mit juristischer Hilfe unsere Optionen prüfen", hieß es weiter.

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