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FIFA-Präsident Sepp Blatter ungeschickt - Ärger mit Rio Ferdinand

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Gegenwind für FIFA-Präsident Sepp Blatter wird stärker

17.11.2011, 16:06 Uhr | dapd

FIFA-Präsident Sepp Blatter ungeschickt - Ärger mit Rio Ferdinand. FIFA-Boss Sepp Blatter hat mit Rassismus-Aussagen für Wirbel gesorgt. (Foto: dpa)

FIFA-Boss Sepp Blatter hat mit Rassismus-Aussagen für Wirbel gesorgt. (Foto: dpa)

Null Toleranz. So lautet die zentrale Botschaft des Fußball-Weltverbandes FIFA in diesem Jahr. Nun hat es dessen Präsident Joseph Blatter damit selbst aber nicht so genau genommen. Als unerwünscht "tolerant" im Umgang mit rassistischen Anfeindungen sind nämlich die Äußerungen des Schweizers in einem TV-Interview zu verstehen. Und Blatters Versuche, der immer stärker werdenden Kritik an seiner Person entgegenzuwirken, könnten ungeschickter kaum sein. Der 75-Jährige liefert sich nun einen verbalen Schlagabtausch mit einem dunkelhäutigen Spieler von Manchester United.

Der britische Sportminister Hugh Robertson legte sich auf die Frage, ob Blatter zurücktreten solle, im Interview mit dem Sender BBC Radio 5 jedenfalls fest: "Ja", sagte Robertson und ergänzte: "Was Joseph Blatter gesagt hat, ist komplett falsch und moralisch nicht zu vertreten."

Empörung macht sich breit in England

Am Mittwoch hatte Blatter in einem Interview mit dem TV-Sender Al-Dschasira ein Rassismus-Problem im Fußball geleugnet. Abfällige Gesten oder Bemerkungen während eines Spiels seien nach dem Abpfiff "vergessen", sagte er. Und sollte ein Problem auch nach einer Partie doch noch bestehen, so Blatter weiter, müssten die Offiziellen der jeweiligen Liga "die beiden Streitenden zusammenbringen und ihnen sagen: Schüttelt euch die Hände".

Ferdinand reagiert per Twitter

Es dauerte nicht lange, bis sich Empörung breitmachte. Die ersten kritischen Stimmen kamen aus England, wo das Thema derzeit aktueller denn je ist. So wurde dem Kapitän der englischen Nationalmannschaft, John Terry, zuletzt vorgeworfen, seinen Gegenspieler Anton Ferdinand in einem Erstligaspiel rassistisch beleidigt zu haben. Dessen Bruder Rio Ferdinand reagierte per Twitter entrüstet auf die Äußerungen Blatters. Er sei "erstaunt" über die Aussagen des FIFA-Präsidenten und bezeichnete den Kommentar Blatters als "so herablassend, dass es fast schon lachhaft ist". Er sei dumm gewesen zu glauben, dass der "Fußball eine Führungsrolle im Kampf gegen Rassismus" übernommen habe, schrieb Ferdinand.

"Der schwarze Mann hat einen Namen"

Die FIFA reagierte auf ihrer Webseite, auf der es hieß: "Blatter: Dem Kampf gegen Rassismus verpflichtet." Darunter war Blatter Hände schüttelnd mit dem südafrikanischen Politiker Tokyo Sexwale abgebildet. Rio Ferdinand kommentierte das Bekenntnis der FIFA sarkastisch via Twitter: "Die FIFA versucht Blatters Kommentare vergessen zu machen, indem sie ihn mit einem schwarzen Mann abbildet. Wo finde ich nur das Icon mit den Händen vor die Augen?" Der Schweizer antwortete mit seinem ersten Twittereintrag überhaupt, den er an eine einzelne Person gerichtet hat: "(an) rioferdy5: Der schwarze Mann, wie sie ihn bezeichnen, hat einen Namen: Tokyo Sexwale."

"Es ist Zeit, dass Platini übernimmt"

Durch diesen Schlagabtausch sorgt Blatter für weitere Schlagzeilen, und der Fehltritt könnte für den Weltverband kaum ungünstiger kommen. Die FIFA befindet sich in einer schweren Krise, seitdem mehrere Korruptionsfälle im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Juni dieses Jahres ans Licht gekommen waren. Blatter hatte sich zuletzt immer wieder als Reformer darstellen wollen und auch mehrere Umstrukturierungen im Verband angekündigt. Doch hat er als maßgeblicher Gestalter der korruptionsanfälligen FIFA ohnehin ein Glaubwürdigkeitsproblem. Gordon Taylor, Chef der englischen Spielergewerkschaft, sagte dem Sender BBC Radio 5: "Es ist jetzt Zeit, dass UEFA-Präsident Michel Platini übernimmt."

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