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Joseph Blatter plädiert für Winter-WM - Katar möglicherweise ein Fehler?

Umdenken bei der FIFA?  

Blatter kann sich Winter-WM dauerhaft vorstellen

10.09.2013, 14:38 Uhr | dpa

Joseph Blatter plädiert für Winter-WM - Katar möglicherweise ein Fehler?. Joseph Blatter ist seit 1998 FIFA-Präsident. Seine Amtszeit endet 2015, dann könnte sein einstiger Ziehsohn Michel Platini sein Nachfolger werden. (Quelle: imago images/Ulmer)

Joseph Blatter ist seit 1998 FIFA-Präsident. Seine Amtszeit endet 2015, dann könnte sein einstiger Ziehsohn Michel Platini sein Nachfolger werden. (Quelle: Ulmer/imago images)

FIFA-Präsident Joseph Blatter fordert ein Umdenken im Rahmen der WM-Planungen. Eine WM im Winter kann er sich auf Dauer vorstellen: "Es ist höchste Zeit, dass Europa zu verstehen beginnt, dass wir nicht mehr die Welt regieren, und einige europäische Imperialmächte können anderen in weit entfernten Orten nicht mehr ihren Willen aufzwingen", sagte Blatter im Interview mit "insideworldfootball.com".

Der Vorsitzende des Weltverbandes macht sich derzeit für eine Verlegung der WM 2022 in die Wintermonate stark. Denn im Sommer sind die Temperaturen in Katar so hoch, dass ein reibungsloser Spielablauf nicht zu erwarten ist. Jetzt forderte der FIFA-Präsident und IOC-Mitglied, dass eine WM auch in anderen Fällen im Winter ausgetragen werden kann. "Wenn wir starr am Status quo festhalten, kann eine WM nie in Ländern südlich des Äquators oder am Äquator liegen. Wir diskriminieren automatisch andere Länder, die eine andere Saison haben als wir in Europa", so Blatter.

WM 2022 als Vorbild?

Der 77-jährige Schweizer bestätigte außerdem erneut, dass die Vergabe der WM 2022 an Katar ein Fehler gewesen sein könnte. Das dürfte wohl maßgeblich davon abhängen, ob das FIFA-Exekutivkomitee am 3. und 4. Oktober entscheidet, ob das Turnier wegen der dort herrschenden Bedingungen - auch gegen den heftigen Widerstand der Premier League - in den Winter verlegt wird.

Wenn es nach Blatter geht wird die Vergabe von Fußball-Großereignissen in Zukunft weniger nach den Interessen von 800 Millionen Europäern ausgerichtet: "Wir müssen akzeptieren, dass Fußball nicht mehr allein der Sport der Europäer und Südamerikaner ist. Er begeistert als weltweiter Sport Milliarden von Fans jede Woche und überall auf der Welt."

Weltmarke Fußball

Sollte die WM 2022 tatsächlich im Winter stattfinden steht einem Wechselspiel zwischen Sommer- und Winter-WM eigentlich nichts mehr im Weg. Neue Austragungsorte könnten dem Weltfußball auch in anderen Teilen der Erde einen völlig neuen Markt erschließen. "Jetzt müssen wir den internationalen Kalender ändern", hatte Blatter unlängst gesagt: "Wir müssen uns mit den Ligen, den Klubs und den Spielern zusammensetzen."


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