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RB Leipzig erhält Lizenz für 2. Bundesliga

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Aufstieg perfekt  

RB Leipzig erhält Lizenz für 2. Bundesliga

15.05.2014, 18:18 Uhr | sid

RB Leipzig erhält Lizenz für 2. Bundesliga . RB Leipzig kommt dem langfristigen Ziel Bundesliga immer näher. (Quelle: imago/Picture Point)

RB Leipzig kommt dem langfristigen Ziel Bundesliga immer näher. (Quelle: Picture Point/imago)

Zwölf Tage nach dem sportlichen Aufstieg steht RasenBallsport Leipzig endgültig als künftiger Klub der 2. Bundesliga fest. Der Lizenzierungsausschuss der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gab einer zweiten Beschwerde des Vereins nach und erteilte dem ambitionierten Projekt des Brauseherstellers Red Bull die Lizenz.

UMFRAGE
Sehen wir RB Leipzig bald in der Bundesliga?

"Wir freuen uns, offiziell bestätigen zu können, dass ein Konsens erzielt werden konnte", teilten die Leipziger mit. "Wir werden nun in allen Bereichen mit Hochdruck den Start in die 2. Bundesliga vorbereiten." Bei einem negativen Bescheid hätte ein langwieriger Rechtsstreit gedroht.

Bedingungen noch nicht gänzlich umgesetzt

Für die Lizenzerteilung einigten sich die DFL und RB Leipzig auf einen Kompromiss. In Zukunft wird der Verein mit einem neuen Logo antreten und auch seine Führung von Geldgeber Red Bull unabhängiger besetzen. Der Klub hat diese Bedingungen der DFL zwar noch nicht gänzlich umgesetzt, sich aber dazu verpflichtet, dies zu tun.

"Alle Bemühen sich um einen Konsens"

Nachdem die Lizenz zunächst verweigert worden war, hatte RB-Mäzen Dietrich Mateschitz sein millionenschweres Engagement in der Messestadt infrage gestellt. Doch noch vor der positiven Entscheidung signalisierte Mateschitz in einem Interview Kompromissbereitschaft. "Alle Bemühen sich um einen Konsens, und ich glaube, dass er erreicht werden wird", sagte der Österreicher.

Leitbild des offenen Vereins

Dieser ist nun offensichtlich da. "Durch die verbindliche Erklärung, seine Gremien künftig mit mehrheitlich unabhängigen Persönlichkeiten zu besetzen sowie das bisherige Logo mit Blick auf die Anforderungen der UEFA zu verändern, hat der Klub die wesentlichen Voraussetzungen zur Teilnahme am Spielbetrieb im Konsens erfüllt", erklärte Harald Strutz, Vorsitzender des Lizenzierungsausschusses, der auch Präsident des Bundesligisten FSV Mainz 05 ist. "Einer Lizenzierung steht daher nichts mehr im Wege."

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ergänzte: "Der Satzung des Ligaverbandes liegt das Leitbild eines offenen Vereins zugrunde. Die nun zugesagten Änderungen der Mitwirkungs- und Gestaltungsrechte der Vereinsmitglieder erfüllen diese Anforderung."

RB Leipzig juristisch im Vorteil

In den vergangenen Wochen hatte sich der Streit um die Lizenz von RB Leipzig zu einer hitzig geführten Debatte um die Mitbestimmung in deutschen Fußball-Klubs entwickelt. Viele Fans befürchten, dass nun weitere Investoren dem Beispiel von RB Leipzig folgen werden.

Viele Rechtsexperten waren dagegen der Meinung, dass RB Leipzig juristisch im Vorteil war und vor ordentlichen Gerichten sogar die 50+1-Regel der DFL hätte kippen können. Die Regelung in den DFL-Statuten soll verhindern, dass Investoren die Mehrheit an den als Kapitalgesellschaften organisierten Klubs erlangen. Nun bewahren durch den Kompromiss beide Seiten ihr Gesicht - auch wenn RB Leipzig in Zukunft mit neuem Logo daher kommt.

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