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DFB entzieht Bremen EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar

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Einstimmige Entscheidung  

DFB entzieht Bremen das Länderspiel gegen Gibraltar

26.07.2014, 09:51 Uhr | sid, dpa

DFB entzieht Bremen EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar. Die Nationalspieler werden gegen Gibraltar in Nürnberg und nicht in Bremen auflaufen. (Quelle: imago)

Die Nationalspieler werden gegen Gibraltar in Nürnberg und nicht in Bremen auflaufen. (Quelle: imago)

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat als Reaktion auf die Bremer Gesetzes-Offensive das EM-Qualifikationsspiel am 14. November gegen Gibraltar von Bremen nach Nürnberg verlegt. Das beschloss das DFB-Präsidium auf einer Präsidiumssitzung in Frankfurt/Main einstimmig. Es soll künftig generell keine Länderspiele mehr in dem Stadtstaat geben.

Die Bremer Landesregierung hatte vor drei Tagen angekündigt, die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch in diesem Jahr an den Kosten für Polizeieinsätze im und um das Weserstadion zu beteiligen. Aus Sport und Politik kam anschließend heftiger Widerstand.

Niersbach sieht Schuld beim Land Bremen

"Es tut uns sehr leid für die Fans in Bremen, die unsere Weltmeister gerne gesehen hätten. Wir haben aber eine klare Vereinbarung mit der Innenminister-Konferenz, dass wir unsere Präventivmaßnahmen verstärken und im Gegenzug die aus unserer Sicht verfassungswidrige Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen weiterhin nicht thematisiert wird. Diese Vereinbarung hat Bremen durch seinen Alleingang gebrochen. Natürlich sind wir offen für Gespräche, die uns wieder auf eine gemeinsame Linie bringen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

UMFRAGE
Der Stadtstaat Bremen will die DFL für Polizei-Einsätze bei Bundesliga-Spielen zur Kasse bitten. Ist dieser Ansatz richtig?

Ligapräsident Reinhard Rauball bezeichnete den Schritt als "richtig und notwendig". Natürlich habe er Verständnis für die Bremer Fußball-Fans, die die Nationalmannschaft gerne im Stadion unterstützen würden. Die Tatsache, dass Bremen als einziges Bundesland den gemeinsam mit der Innenministerkonferenz eingeschlagenen Weg der Zusammenarbeit in sensiblen Sicherheitsfragen verlasse, könne allerdings nicht noch mit der Vergabe von Länderspielen belohnt werden, sagte Rauball: "Ich bin froh, dass DFB und Liga hier gemeinsam mit dem DOSB eine einheitliche Position vertreten."

Bremer Innensenator: "Fragwürdige Strafaktion"

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) kritisierte den Beschluss: "Wir hätten von den beiden Fußballverbänden erwartet, dass sie mit scharfen Argumenten in die Auseinandersetzungen gehen und nicht mit fragwürdigen Strafaktionen. Die Boykottaktion zielt auf den Bremer Senat, trifft aber die Fußballfreunde"

Der Bremer Fußball-Verband (BFV) bedauerte die Verlegung. "Diese Entscheidung trifft die vielen Fans der deutschen Nationalmannschaft in Bremen und im Nordwesten der Republik. Wir haben uns auf die Ausrichtung des EM-Qualifikationsspiels und den Auftritt des frisch gebackenen Weltmeisters in Bremen gefreut und waren sicher, auch gegen Gibraltar ein gut gefülltes Stadion präsentieren zu können. Bei uns herrscht nun eine große Enttäuschung darüber, dass die Nationalmannschaft in absehbarer Zeit nicht mehr im Weserstadion zu Gast sein wird", sagte BFV-Geschäftsführer Andreas Vogel.

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