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Weltfußballer: Cristiano Ronaldo setzt sich gegen Manuel Neuer durch

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Löw gewinnt Trainer-Wahl  

Weltfußballer: Ronaldo setzt sich gegen Neuer durch

12.01.2015, 20:38 Uhr | dpa

Weltfußballer: Cristiano Ronaldo setzt sich gegen Manuel Neuer durch. Cristiano Ronaldo freut sich über seine dritten Titel als Weltfußballer. (Quelle: dpa)

Cristiano Ronaldo freut sich über seine dritten Titel als Weltfußballer. (Quelle: dpa)

Erst posierten sie einträchtig für die Fotografen, dann musste Manuel Neuer nach der verpassten Krönung zum Weltfußballer notgedrungen dem schon wieder triumphierenden Cristiano Ronaldo (37,66 Prozent der Stimmen) beim Solo-Jubel zusehen. Der Blitztrip des 28 Jahre alten Weltmeisters aus dem Trainingslager des FC Bayern München in Katar wurde bei der FIFA-Gala in Zürich nicht mit der historischen ersten Auszeichnung eines Torhüters belohnt.

Der 1991 siegreiche Lothar Matthäus bleibt weiterhin Deutschlands einziger Weltfußballer. Rekordsieger Lionel Messi, der von 2009 bis 2012 viermal nacheinander gewonnen hatte, war ebenfalls eine Randfigur, lag aber als Zweiter mit 15,76 Prozent auch noch vor Neuer (15,72 %).

Joachim Löw war dagegen mit der Wahl zum Welttrainer die erfolgreiche Abrundung des Traumjahres 2014 vergönnt. "Die Auszeichnung ist für mich natürlich eine große Ehre. Sie ist so etwas wie das Sahnehäubchen auf den WM-Pokal", sagte der 54-Jährige in seiner Dankesrede.

17 Tore in der Champions League

Zum insgesamt dritten Mal nach 2008 und 2013 durfte Portugals Tormaschine Ronaldo auf der Bühne strahlend den Goldenen Ball in Händen halten. Mit der Rekordzahl von 17 Toren hatte der 29-Jährige Real Madrid in der vergangenen Saison zum Gewinn der Champions League geschossen. Das überstrahlte bei den abstimmenden Nationaltrainern, Kapitänen und ausgewählten Journalisten rund um den Erdball den Titelgewinn Neuers bei der WM sowie dessen Paraden und spektakuläre Ausflüge als Libero, die während des Turniers in Brasilien weltweit bestaunt geworden waren. "Die Besten haben dort gewonnen, die Deutschen waren die Stärksten", sagte selbst Ronaldo.

Drei Deutsche in der Weltauswahl

Trotz Neuers verpasster Krönung war es ein deutscher Abend im Kongresshaus am Zürichsee. Neben der Auszeichnung für Löw als Welttrainer 2014 wurde Nationalspielerin Nadine Keßler vom VfL Wolfsburg als Weltfußballerin geehrt. Ihr Vereinstrainer Ralf Kellermann wurde zum Welttrainer für Frauen-Teams gekürt. Die Weltmeister Neuer, Philipp Lahm und Toni Kroos fanden zudem Aufnahme in die FIFA-Weltauswahl, dazu kommt aus der Bundesliga Bayern-Angreifer Arjen Robben.

UMFRAGE
Ronaldo ist Weltfußballer. Wie beurteilen Sie die Wahl?

Stunden vor der Entscheidung hatte Neuer schon faire Worte der Wertschätzung für den siegreichen Konkurrenten Ronaldo gefunden: "Er hat ein Klassejahr hinter sich. Er war der Schlüssel für Real Madrid, dass sie die Champions League gewonnen haben." Im Halbfinale hatte auch Deutschlands Nummer eins Cristiano Ronaldo und seine Real-Kollegen bei Bayerns K.o. nicht stoppen können. In Brasilien aber hatte es für Neuer gleich im Auftaktspiel eine erfolgreiche Revanche gegen Ronaldo und Portugal gegeben (4:0).

"Wir haben alle Verdienste", sagte Ronaldo, der locker und gelöst in der Schweiz mit dem Wunsch aufwartete, einmal mit Neuer und Messi in einem Team zusammenspielen zu wollen. "Das wäre doch interessant", so der Torjäger, der schon bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres Neuer auf Platz zwei verwiesen hatte.

Löw holt 36 Prozent der Stimmen

Löw wurde mit rund 36 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt und trat die Nachfolge von Jupp Heynckes an, der nach dem Triple-Gewinn mit dem FC Bayern 2013 ausgezeichnet worden war. Löw setzte sich vor den Vereinstrainern Carlo Ancelotti (Real Madrid/22 %) und Diego Simeone (Atletico Madrid/19%) durch. Löw hatte bei den Spielern natürlich für Neuer gestimmt, der "einen wesentlichen Anteil" am WM-Triumph gehabt habe, wie der Bundestrainer in Zürich hervorhob: "Er hat das Torhüterspiel geprägt, wie wir es noch nicht gesehen haben."

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