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Afrika-Cup 2015: Elfenbeinküste feiert Ersatzkeeper Barry

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Mit Wadenkrämpfen zum Helden  

Elfenbeinküste siegt beim Afrika-Cup dank Ersatzkeeper Barry

09.02.2015, 10:13 Uhr | dpa, t-online.de

Afrika-Cup 2015: Elfenbeinküste feiert Ersatzkeeper Barry. Zu müde zum Jubeln: Boubacar Barry (re.) verwandelt den entscheidenden Elfer, aber scheint es noch nicht realisiert zu haben. (Quelle: dpa)

Zu müde zum Jubeln: Boubacar Barry (re.) verwandelt den entscheidenden Elfer, aber scheint es noch nicht realisiert zu haben. (Quelle: dpa)

Was für eine Dramatik: Die Elfenbeinküste hat im Finale gegen Ghana zum zweiten Mal den Afrika-Cup gewonnen. Die Ivorer setzten sich in Bata/Äquatorialguinea mit 9:8 im Elfmeterschießen durch, in der regulären Spielzeit und der Verlängerung war kein Treffer gefallen.

Großer Held der "Elefanten" war Torwart Boubacar Barry. Der 35-jährige Keeper wurde von Wadenkrämpfen geplagt und musste während des Elfmeterschießens zwei Mal von der medizinischen Abteilung seiner Mannschaft behandelt werden, um die Beine wieder locker zu bekommen. Schließlich kam es beim Stand von 8:8 zum Duell der Torhüter. Barry parierte zunächst den Strafstoß von Ghanas Schlussmann Brimah Razak, um dann anschließend den entscheidenden Elfer selbst zu verwandeln.

Damit endete die Neuauflage des Endspiels von 1992 mit dem gleichen Ausgang wie vor 23 Jahren. Damals hatte die Elfenbeinküste gegen Ghana mit 11:10 im Elfmeterschießen die Oberhand behalten.

"Ich wollte dem Team helfen"

Barry war eigentlich bei der Elfenbeinküste nur als Ersatzmann vorgesehen, doch Stammtorhüter Sylvain Gbohouo musste im Finale verletzt passen. So kam Barry ausgerechnet im Endspiel zu seinem ersten Turniereinsatz. "Ich bin kein übermäßiges Talent, aber ich wollte dem Team helfen", sagte der sichtlich erschöpfte Keeper nach dem dramatischen Finale gegenüber dem TV-Sender Canal Plus.

Im Team der Elfenbeinküste trafen im Elfmeterschießen auch Salomon Kalou von Hertha BSC und Serey Die, der künftig für den VfB Stuttgart in der Bundesliga spielen wird. Für die Elfenbeinküste wiederholte sich aber nicht nur Fußball-Geschichte. 2006 und 2012 war das Team im Finale jeweils im Elfmeterschießen gegen Ägypten und Sambia gescheitert. In allen vier Endspielen der Ivorer um den Afrika-Cup hatte es nach 120 Minuten 0:0 gestanden.

"Wiedergutmachung für die letzten Jahre"

Auch Barry dachte im Moment des Triumphes an die verlorenen Finals zuvor. "Der Erfolg heute ist die Wiedergutmachung für alles, was wir in den letzten Jahren durchmachen mussten", sagte er. Bei seinem entscheidenden Elfer habe er an "meine Mutter und den lieben Gott" gedacht, so der Keeper des belgischen Klubs Sporting Lokeren weiter.

Das Finale war Schlusspunkt eines Turniers mit Hindernissen. Marokko hatte die Ausrichter-Rolle wegen der Ebola-Epidemie Ende 2014 zurückgegeben, wurde vom Kontinentalverband dafür finanziell haftbar gemacht und bis 2019 gesperrt. Ersatz-Gastgeber Äquatorialguinea kam - begleitet von diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen - bis ins Halbfinale. Als dort die Niederlage gegen Ghana (0:3) besiegelt war, kam es im Stadion zu Zuschauertumulten.

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