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FIFA-Skandal: Sepp Blatter geht gegen 90-Tage-Sperre vor

FIFA-Ethikhüter weisen Vorwürfe zurück  

Blatter legt Einspruch gegen Sperre ein

09.10.2015, 15:00 Uhr | dpa

FIFA-Skandal: Sepp Blatter geht gegen 90-Tage-Sperre vor. Sepp Blatter geht gegen seine Suspendierung vor.  (Quelle: imago images/EQImages)

Sepp Blatter geht gegen seine Suspendierung vor. (Quelle: EQImages/imago images)

Sepp Blatter geht nach Beratung mit seinen Anwälten gegen die 90-Tage-Sperre durch die Ethikkommission der FIFA vor. Ein Einspruch gegen das Urteil wurde eingereicht, teilte Blatters Anwalt Richard Cullen mit.

Die FIFA-Ethikhüter wiesen unterdessen die Vorwürfe der Anwälte zurück. Die Rechtsvertreter des Fußball-Weltverbandspräsidenten hatten unter anderem beklagt, dass Blatter von der Ethikkommission nicht ausreichend angehört worden sei.

"Herr Blatter wurde am 1. Oktober von Robert Torres der FIFA-Ethikkommission einvernommen", sagte Andreas Bantel, Sprecher der Untersuchungskammer des Gremiums, auf Anfrage. "Herr Blatter hatte das Recht, zu sämtlichen offenen Fragen in der notwendigen Ausführlichkeit Stellung zu beziehen." Dies sei auch beim ebenfalls suspendierten UEFA-Chef Michel Platini der Fall gewesen.

Zunächst hatte sein Berater Klaus J. Stöhlker noch erklärt, ein Einspruch mache "keinen Sinn". Auch UEFA-Präsident Michel Platini, der ebenfalls für 90 Tage suspendiert worden war, wehrt sich gegen die Sanktion und hatte eine Berufung angekündigt.

Genaue Gründe bleiben unter Verschluss

Blatter hat die FIFA-Zentrale auf dem Zürichberg mittlerweile verlassen. Der Bann gegen ihn und Platini kann noch um maximal 45 Tage ausgedehnt werden, während dieser Zeit sind beide Top-Funktionäre von allen Fußball-Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene ausgeschlossen. Die Sanktionen gegen Blatter und Platini sind die Resultate der Ermittlungen der Ethik-Untersuchungskammer, detaillierte Gründe darf das Gremium nicht veröffentlichen.

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte vor zwei Wochen ein Strafverfahren gegen Blatter unter anderem wegen des Verdachts der "ungetreuen Geschäftsbesorgung" eingeleitet. Im Kern geht es um eine Millionen-Zahlung an Platini und TV-Geschäfte mit dem früheren FIFA-Vize Jack Warner., Dieser soll WM-Rechte für die Karibik für 600.000 Dollar und damit deutlich unter dem Marktwert erhalten haben.

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