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Millionen-Zahlung: FIFA stellt Niersbachs Version infrage

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"In keinster Weise Standard"  

Mio.-Zahlung: FIFA stellt Niersbachs Version infrage

22.10.2015, 17:08 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Millionen-Zahlung: FIFA stellt Niersbachs Version infrage. Der Fußball-Weltverband hat die Version von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach über die ominöse Zahlung von 6,7 Millionen Euro infrage gestellt. (Quelle: imago/Ralph Peters)

Der Fußball-Weltverband hat die Version von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach über die ominöse Zahlung von 6,7 Millionen Euro infrage gestellt. (Quelle: Ralph Peters/imago)

Die FIFA lässt Zweifel an der Erklärung des DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach zum Zweck der Millionenzahlung im Zusammenhang mit der WM 2006 aufkommen. "Es entspricht in keinster Weise den FIFA-Standardprozessen und Richtlinien, dass die finanzielle Unterstützung von WM-OKs an irgendwelche finanziellen Vorleistungen seitens des jeweiligen OKs oder seines Verbandes gekoppelt ist", teilte der Verband mit.

Zudem teilte der Weltverband mit, im Jahr 2002 keinen Zahlungseingang vom früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus registriert zu haben.

Niersbachs Erklärungen werfen neue Fragen auf

Zuvor hatte Niersbach auf einer Pressekonferenz erklärt, mit dem Geld habe der DFB einen Zuschuss in Höhe von 250 Millionen Schweizer Franken für die Organisation der Weltmeisterschaft 2006 gesichert. Warum dies notwenig war, konnte er nicht darlegen.

Laut Niersbach seien die 6,7 Millionen Euro im Jahr 2002 zunächst vom damaligen Adidas-Chef Dreyfus an die FIFA-Finanzkommission gezahlt worden. Nachdem Dreyfus das Geld zurückgefordert habe, sei ein Jahr vor der WM die Summe über ein FIFA-Konto an den 2009 gestorbenen Franzosen zurückgezahlt worden.

Die FIFA werde die Angelegenheit intern mit externen Anwälten untersuchen. Der DFB sei aufgefordert, "an dieser Untersuchung mitzuwirken", teilte die FIFA mit.

Blatter: "Bin damit nicht vertraut"

Auch der derzeit gesperrte FIFA-Präsident Joseph Blatter wies die Darstellung Niersbachs zurück. "Ich bin mit diesem Vorgang nicht vertraut", ließ Blatter über einen Sprecher mitteilen.

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