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Sammer attackiert Zwanziger: "Das ist schäbig"

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Enthüllungen in der WM-Affäre  

Sammer attackiert Zwanziger: "Das ist schäbig"

25.10.2015, 16:59 Uhr | sid

Sammer attackiert Zwanziger: "Das ist schäbig". Matthias Sammer wirft Theo Zwanziger schlechten Stil vor.  (Quelle: imago/DeFodi)

Matthias Sammer wirft Theo Zwanziger schlechten Stil vor. (Quelle: DeFodi/imago)

Die Bundesliga-Bosse unterstützen in der WM-Affäre mehrheitlich den DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach. Theo Zwanziger wird dagegen teils scharf kritisiert.

"Das Allerschlimmste ist, wenn Menschen über die Medien alte Rechnungen begleichen wollen. Das ist schäbig, das tut man nicht", sagte Sportvorstand Matthias Sammer von Bayern München bei Sky über die Anschuldigungen Zwanzigers.

"Die Leute, die jetzt im Verband arbeiten, genießen nicht nur mein und unser Vertrauen", fügte der frühere DFB-Sportdirektor hinzu.

Bruchhagen kann es nicht begreifen

Auch DFB-Vorstand Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, kritisierte Zwanziger, der im aktuellen "Spiegel" explizit von "schwarzen Kassen" bei der deutschen WM-Bewerbung für 2006 spricht.

"Was Dr. Zwanziger reitet, sich ständig öffentlich zu Wort zu melden, ist für mich völlig unverständlich. Welche Motive ihn treiben, das kann ich wirklich nicht begreifen", sagte Bruchhagen und betonte, sein Grundvertrauen in Niersbachs Ehrlichkeit sei "riesig".

Strutz: Zwanziger ist "demaskiert"

DFB-Vizepräsident Harald Strutz äußerte sich - wenig überraschend - ebenfalls pro Niersbach. Es gebe keinen Anlass "an der Integrität von Wolfgang Niersbach zu zweifeln", sagte der Klubchef des FSV Mainz 05: "Zwanziger hat schon in seiner Zeit als DFB-Präsident Schaden angerichtet und sich jetzt mehr als demaskiert."

Klaus Allofs forderte Aufklärung. "Richtig Licht ist ja noch nicht reingekommen, aber ich hoffe wirklich, dass wir erfahren, wie das alles gelaufen ist. Ich denke, dass die involvierten Personen das aufklären können. Das sind Geschichten, die der Fußball nicht braucht", betonte der Manager des VfL Wolfsburg.

Gegenwind wird stärker: Schily attackiert Zwanziger

Unterdessen hat sich auch der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily in den Reigen der Kritiker eingereiht. "Es ist äußerst fragwürdig, dass sich Herr Dr. Zwanziger in dieser Affäre als Ankläger gebärdet", sagte der 83-Jährige der "Bild am Sonntag".

Nach allem, was bisher bekannt geworden sei, sollte er sich "eher in der Rolle des Beschuldigten sehen", sagte Schily. Der Ex-Minister geht davon aus, dass Zwanziger "von vornherein wusste, für welchen Zweck er die Überweisung von 6,7 Millionen Euro freigezeichnet hat", betonte Schily. Er könne nicht nachvollziehen, weshalb sich Zwanziger Zeit mit der Aufklärung gelassen habe. Er bezeichnete dies als "eine sehr seltsame Ruhepause seines Gewissens als Finanzverantwortlicher im Organisationskomitee des DFB".

Zwanziger hätte den Vorgang spätestens bei der Erstellung des Finanzabschlussberichtes zur WM aufklären müssen, so Schily.

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