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Theo Zwanziger beklagt DFB-"Verleumdungskampagne" gegen ihn

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Zusammenarbeit aufgekündigt  

Zwanziger beklagt DFB-"Verleumdungskampagne"

09.11.2015, 18:31 Uhr | dpa

Theo Zwanziger beklagt DFB-"Verleumdungskampagne" gegen ihn. Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger spricht von einer "Kampagne" gegen ihn.  (Quelle: dpa)

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger spricht von einer "Kampagne" gegen ihn. (Quelle: dpa)

Als Schlüsselfigur im WM-Skandal gewährte Theo Zwanziger Einblicke in die Abläufe vor dem Sommermärchen. Mit den externen DFB-Ermittlern will er nun nicht mehr kooperieren. Zudem dementiert er, DFB-Boss Niersbach die beanstandete Steuererklärung "untergejubelt" zu haben.

Zwanziger beklagt eine "Verleumdungskampagne" und kündigt in der WM-Affäre seine Zusammenarbeit mit den externen Ermittlern des Deutschen Fußball-Bundes auf.

Wie sein Anwalt in einem Brief an den DFB mitteilte, begründet Zwanziger diesen Schritt mit den angeblichen Verbindungen der Kanzlei Freshfields zum ehemaligen FIFA-Funktionär Mohamed bin Hammam und zum Staat Katar.

Zweifel an unabhängiger Untersuchung

"Es ist vor diesem Hintergrund schlechterdings unvorstellbar, dass (...) es zu einer weitergehend unvoreingenommenen Untersuchung kommen kann", heißt es in dem Schreiben. Zwanziger wird vom Fußballverband Katars wegen kritischer Aussagen ("Krebsgeschwür des Fußballs") verklagt.

Im Zuge der Ermittlungen um eine dubiose Millionenzahlung vor der WM 2006 in Deutschland hatte Zwanziger den Mitarbeitern der Kanzlei Freshfields vor anderthalb Wochen Dokumente vorgelegt und Fragen beantwortet. Diese Aussage will Zwanziger nun nicht autorisieren, womit sie für die DFB-Untersuchung nutzlos wären.

Damit würde den Ermittlungen ein wichtiger Schlüsselzeuge fehlen. Zwanziger hatte schon seine Verwunderung über persönliche Kontakte von Freshfields-Anwalt Christian Duve und Friedrich Curtius, dem Leiter des DFB-Präsidialbüros, ausgedrückt.

Zwanziger: Steuererklärung nicht "untergejubelt"

In einem zweiten Brief weist Zwanziger entschieden die Verantwortung für die entscheidende Steuererklärung in der WM-Affäre und den Vorwurf einer absichtlichen verzögerten Abgabe des Papiers zurück. Als damaliger DFB-Präsident sei die Steuererklärung gemäß Satzung nicht in seine Aufgabengebiet gefallen, stattdessen nennt er den Schatzmeister und Generalsekretär als Zuständige: dies waren damals Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach, der heute zurückgetretene DFB-Präsident.

Angesichts der "klaren Aufgabenverteilung und dem, im damaligen Zeitpunkt vertrauensvollen und freundschaftlichen Verhältnis meines Mandanten zu Wolfgang Niersbach ist es geradezu absurd, davon auszugehen, dass von meinem Mandanten hier eine Steuererklärung etwa mit problematischen Inhalt 'untergejubelt' worden wäre", heißt es in dem Schreiben.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, dass die von den Behörden beanstandete Steuererklärung des DFB Ende Oktober 2007 vom damaligen Generalsekretär Niersbach unterzeichnet worden sei. Der heutige Verbandspräsident hatte sein Amt erst kurz zuvor angetreten. Die Erklärung war demnach schon deutlich früher von einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert worden. Der Grund für diese mutmaßliche Zeitlücke hatte zu Spekulationen geführt.

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