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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist zurückgetreten

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Wegen WM-Affäre  

DFB-Präsident Niersbach tritt zurück

09.11.2015, 19:02 Uhr | dpa

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist zurückgetreten. DFB-Präsident Niersbach tritt zurück. (Quelle: dpa)

DFB-Präsident Niersbach tritt zurück. (Quelle: dpa)

Wolfgang Niersbach ist im Zuge der WM-Affäre als DFB-Präsident zurückgetreten. "Ich habe für mich erkannt, dass der Zeitpunkt gekommen ist, die politische Verantwortung zu übernehmen", sagte Niersbach (hier Niersbachs Erklärung im Wortlaut).

Niersbachs Rücktritt gilt ab sofort, wie er nach dem Krisengipfel in Frankfurt bekanntgab. Die beiden Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch übernehmen kommissarisch die Amtsgeschäfte. 

Es gebe Punkte in der Affäre um die WM 2006, bei denen er sich "selber nicht in der Verantwortung fühle", betonte Niersbach. Aber es seien Dinge passiert, die in den vergangenen Tagen aufgedeckt wurden, die ihn zu diesem Schritt veranlassen würden. "Das Amt des DFB-Präsidenten darf damit nicht belastet werden."

Niersbach behält seine Posten bei UEFA und FIFA

Niersbach wird seine Posten in den Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union UEFA und des Weltverbands FIFA allerdings behalten. Das Präsidium habe Niersbach in einem einstimmigen Beschluss darum gebeten, "um sein überragendes Netzwerk dem deutschen Fußball zukünftig zur Verfügung zu stellen", sagte Rauball und erklärte zum Rücktritt: "Es ist keine persönliche Entscheidung im Sinne eines Schuldbekenntnisses."

UMFRAGE
Niersbach tritt zurück: Begrüßen Sie diese Entscheidung?

Verdacht der Steuerhinterziehung

Der 64-Jährige Niersbach war in dem Skandal um dubiose Geldflüsse vor der Weltmeisterschaft 2006 schwer unter Druck geraten. In der vergangenen Woche durchsuchte die Steuerfahndung sowohl die DFB-Zentrale in Frankfurt als auch Niersbachs Wohnsitz in Dreieich.

Gegen den DFB-Chef, seinen Vorgänger Theo Zwanziger und den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt ermittelt die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall.

Zuletzt hatten handschriftliche Notizen auf einem Briefentwurf aus dem Jahr 2004 für erneuten Wirbel in der WM-Affäre gesorgt. Sollten diese tatsächlich von Niersbach stammen, wäre klar, dass er nicht wie behauptet erst diesen Sommer von den Millionentransfers im Zuge der Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2006 erfahren hätte.

Keine Antworten auf die drängendsten Fragen

Niersbach war schon heute Morgen in der DFB-Zentrale angekommen, um sich auf die Sitzungen vorzubereiten. Er wollte heute das Präsidium über seinen Kenntnisstand informieren. Ihm gelang es aber wohl nicht, die drängendsten Fragen zu beantworten: 

- Seit wann weiß Niersbach von der dubiosen Zahlung der 6,7 Millionen Euro, die angeblich an den Weltverband FIFA gegangen sein soll, deren Verwendungszweck aber weiter völlig offen ist? Der DFB-Boss beharrte bisher darauf, erst seit dem zurückliegenden Sommer davon zu wissen. Dagegen suggeriert Der Spiegel durch ein veröffentlichtes Dokument, dass Niersbach schon seit November 2004 davon wusste.

- Wohin gingen die 6,7 Millionen Euro am Ende, und war das Sommermärchen vielleicht doch gekauft? Sollte das Geld - wie von vielen Seiten angedeutet - zum Stimmenkauf nach Asien geflossen sein, wäre der Ruf des DFB schwer beschädigt. Von möglichen Regressforderungen anderer WM-Bewerber ganz abgesehen, wäre die fast schon beschlossene EM-Endrunde 2024 in Deutschland ernsthaft in Gefahr.

- Dazu kommen zahlreiche andere Baustellen: Mögliche Ermittlungen gegen Niersbach durch die FIFA-Ethikkommission, Einrichtung einer solchen beim DFB. Fragen zu den Rollen von Zwanziger, Günter Netzer und dem damaligen Innenminister Otto Schily. Bedrohte Gemeinnützigkeit des DFB, Strukturreform des Verbands.

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