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Bezahlkarten in Bundesligastadien sorgen für Zoff

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ARD-Recherche deckt auf  

Ärger um Bezahlkarten in Bundesliga-Stadien

17.11.2016, 11:49 Uhr | t-online.de

Bezahlkarten in Bundesligastadien sorgen für Zoff.  (Quelle: imago)

Auch am Bezahlsystem des FC Bayern wird Kritik geübt. (Quelle: imago)

Zoff um die Bezahlkarten in Bundesliga-Stadien: Verbraucherschützer kritisieren vor allem, dass in einigen Fällen die Rückerstattung von Restguthaben zu kompliziert geregelt sei. Dagegen gehen sie nun vor.

Dies berichtet die ARD-Radio-Recherche Sport über gemeinsam mit den Verbraucherzentralen durchgeführte Tests in fünf Stadien.

Durch das Restguthaben auf den Chipkarten entstehe den Vereinen ein lukratives Zusatzgeschäft. Mit den Bezahlkarten können Fans zum Beispiel bargeldlos Speisen und Getränke kaufen.

In München, Leverkusen, Schalke, Augsburg, Wolfsburg und Ingolstadt ist laut "Bild"-Zeitung das Bezahlen nur mit einer Karte möglich. In sechs weiteren Stadien wird als Bezahlmöglichkeit sowohl Karte als auch Bargeld angeboten. In den restlichen wird mit Bargeld bezahlt.

In München und Augsburg will die Verbraucherzentrale per Abmahnung verbieten lassen, dass für Rücküberweisungen von Kartenguthaben Gebühren verlangt werden. Auch die Gültigkeit der Bezahlkarten und die Frist zur Erstattung von Restguthaben sei zu knapp bemessen.

FC Bayern nimmt über zwei Millionen Euro ein

Der FC Bayern wies laut dem Bericht für 2010 einen Ertrag in Höhe von 2,4 Millionen Euro durch verfallene Bezahlkartenguthaben aus. Seitdem gibt es keine Angaben mehr. Auf Anfrage der ARD teilte der Verein mit, dass Restbeträge nach Ablauf der Frist auf Kulanz ausgezahlt würden. Diese Regelung gelte auch beim FC Augsburg.

Auch bei Schalke 04 sind der Verbraucherzentrale die Gebühren bei Rücküberweisungen ein Dorn im Auge. Daneben kritisiert sie, dass die Rückbuchung bis zu eineinhalb Jahre dauert.

Der Verein verwies gegenüber der ARD auf einen hohen Aufwand für die Rückbuchungen und buchhalterische Gründe. Im Frankfurter Stadion bemängelt die Verbraucherzentrale zu lange Wartezeiten, zu wenig Personal und Rückgabestellen sowie eine Gebühr für die Rücküberweisung von Guthaben. Der Betreiber kündigte laut ARD an, die Missstände zu beheben.

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