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Bierhoff wollte Rufe von Hooligans unter den Tisch kehren


"Nicht mehr drüber schreiben"  

Bierhoff wollte Hooligan-Rufe unter den Tisch kehren

02.09.2017, 15:37 Uhr | DED, sid, t-online.de

Bierhoff wollte Rufe von Hooligans unter den Tisch kehren. Oliver Bierhoff am Rande das WM-Quali-Spiels gegen Tschechien in Prag. (Quelle: imago images)

Oliver Bierhoff am Rande das WM-Quali-Spiels gegen Tschechien in Prag. (Quelle: imago images)

Schlimme Szenen beim WM-Quali-Spiel zwischen Tschechien und Deutschland in Prag. Eine Gruppe von rund 200 deutschen Anhängern skandierte rechtsradikale Parolen  doch DFB-Teammanager Oliver Bierhoff war sich der Tragweite der Vorfälle offenbar nicht bewusst.

Laut "Tagesspiegel" soll der 49-Jährige im Pressegespräch nach dem Spiel angeregt haben, "dass wir nicht mehr drüber schreiben." Möglich allerdings, dass Bierhoff damit "nur" die Anti-DFB-Rufe der Krawallmacher gemeint hat. Bierhoff sprach danach noch über die Aktion der Mannschaft, die nach Schlusspfiff nicht noch in die Fankurve gegangen war, um ein Zeichen gegen die Hooligans zu setzen. "Ich glaube nicht, dass es bewusst war, um auszugrenzen."

Unruhe: Deutsche "Fans" skandierten während der Partie rechtsradikale Parolen. (Quelle: imago images)Unruhe: Deutsche "Fans" skandierten während der Partie rechtsradikale Parolen. (Quelle: imago images)

Dabei war gerade das das Ziel: "Timo Werner wurde beleidigt, bepöbelt, dann fangen die Fans an, diesen Scheiß zu rufen," erklärte Mats Hummels nach der Partie. Und: "Da distanzieren wir uns komplett von, damit wollen wir gar nichts zu tun haben. Deswegen sind wir auch nicht hingegangen. Tut uns leid für die, die das nicht gerufen haben."

Bierhoff dagegen bewies mit seinen Äußerungen erschreckend wenig Fingerspitzengefühl. Die Hooligan-Gruppe hatte zu Spielbeginn bereits eine Schweigeminute für zwei verstorbene tschechische Funktionäre wurde gestört. Vereinzelt waren auch "Sieg-Heil"-Rufe und Parolen gegen den türkischstämmigen Nationalspieler Mesut Özil zu hören.

Hummels: Müssen diese Leute aus dem Fußball raus kriegen

Siegtorschütze Hummels war schockiert – und fand klarere Worte als der Teammanager: "Katastrophe, ganz schlimm. So einen Schmarrn brauchen wir auf gar keinen Fall bei unseren Spielen." Und: "Das sind keine Fans, das sind Krawallmacher, Hooligans, die haben nichts mit Fußballfans zu tun." Nationalspieler Julian Brandt sprach überdies auch von "Gesängen mit nationalsozialistischem Hintergrund". 

Der Leipziger Werner vermutete, dass die Pöbler Anhänger rivalisierender Klubs gewesen sein könnten. "Die Leute, die rufen, dass gewisse andere Institutionen den Fußball kaputt machen, machen ihn selber kaputt. Deswegen müssen wir schauen, dass man die aus dem Fußball raus kriegt", sagte Hummels noch.

DFB-Präsident Reinhard Grindel reagierte inzwischen - ebenfalls mit deutlichen Worten:

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