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Elber: "Keiner zwingt Mertesacker, Fußball zu spielen"

Kritik am Weltmeister  

"Keiner zwingt ihn" – Elber schießt gegen Mertesacker

26.03.2018, 16:47 Uhr | flo, t-online.de

Elber: "Keiner zwingt Mertesacker, Fußball zu spielen". VfB Stuttgart SC Freiburg Deutschland Stuttgart 29 10Giovane Elber beim Besuch des Bundesligaspiels Stuttgart gegen Freiburg am 10. Spieltag. Für Stuttgart, Bayern und Gladbach erzielte er in 260 Spielen 133 Bundesliga-Tore.2017 Fussball Bundesliga Saison 2017 20 (Quelle: imago/Sportfoto Rudel)

Giovane Elber beim Besuch des Bundesligaspiels Stuttgart gegen Freiburg am 10. Spieltag. Für Stuttgart, Bayern und Gladbach erzielte er in 260 Spielen 133 Bundesliga-Tore. (Quelle: Sportfoto Rudel/imago)

Per Mertesacker hat mit seinem Interview über den brutalen Druck im Fußball einen Nerv getroffen. Er bekam viel Zustimmung – von Giovane Elber gibt es nun allerdings massive Kritik.

Der frühere Topstürmer Giovane Elber hat Weltmeister Per Mertesacker nach dessen Äußerungen über den massiven Druck im Profifußball scharf kritisiert. Im Interview mit dem "Sportbuzzer" sagt Elber: "Per hat sich da ein Eigentor geschossen, glaube ich. Per ist ein richtig guter Kerl, aber wirklich Druck hat ein Mensch, der jeden Tag gegen sieben Uhr aufstehen muss, für 500 Euro im Monat arbeitet und trotzdem nicht weiß, ob er am Monatsende die Stromrechnung zahlen kann. Natürlich haben auch Fußballer Druck, aber mein Gott: Per ist Millionär. Keiner zwingt ihn dazu, Fußball zu spielen.“

Legenden-Streit um Mertesacker-Interview

Mertesacker hatte im "Spiegel" zugegeben, in seiner gesamten Karriere so stark unter dem Druck gelitten zu haben, dass er vor Spielen habe würgen müssen und am Ende froh gewesen sei, wenn er nicht auf dem Platz stehen musste, sondern auf der Tribüne saß. Anschließend gab es viel Zuspruch – und etwas Kritik. Lothar Matthäus hatte wenig Verständnis für Mertesacker und warf die Frage auf, wie der Weltmeister von 2014 "nun noch seinen Job als Nachwuchschef bei Arsenal antreten wolle.

Dafür wiederum gab es massive Kritik von t-online.de-Kolumnist Stefan Effenberg, der schrieb: "Ich glaube eher, dass Lothar Matthäus in einer Jugendakademie ein Riesenproblem hätte, weil er das gar nicht versteht. Oder nicht verstehen will."

Elber: "Für die Gehälter zahlst du einen Preis"

Ex-Bundestrainer Berti Vogts dagegen kann Bedenken nachvollziehen: "Da wird dann davon gesprochen, dass die Spieler ausgelutscht werden oder wie schlimm sie es haben – und das geht mir zum Teil zu weit. Wir dürfen nicht vergessen, dass es Berufssoldaten gibt, die in Kriegsgebiete geschickt werden. Es gibt Feuerwehrmänner oder Polizisten, die sich nicht drücken können, bei denen es um Leben und Tod geht. Die stehen unter einem enormen Druck."

Elber erklärt seine harten Worte: "Die Medienlandschaft war bei uns nicht so ausgeprägt wie heute, aber wir haben auch weniger verdient als die Profis aktuell. Doch für diese hohen Gehälter zahlst du halt auch einen Preis – und das ist der Verlust eines Großteils deines Privatlebens."

"Ich bin kein richtiger Brasilianer"

Der frühere Stürmer des FC Bayern spricht im Interview auch über das Länderspiel Deutschland gegen Brasilien heute in Berlin (20.45 Uhr, im Liveticker bei t-online.de). Der Brasilianer kann dem schlimmern WM-Aus gegen Deutschland bei der WM vor vier Jahren sogar etwas Positives abgewinnen: "Das 1:7 nagt an den Brasilianern, aber einige glauben auch, dass diese Niederlage wichtig für uns war. Es war eine Lehrstunde und hat uns gezeigt, wie man erfolgreich sein kann. Konzentriert und professionell zu arbeiten, ist eben mindestens genauso wichtig, wie die spielerische Klasse. Deutschland muss Vorbild für Brasilien sein. Wir müssen deutsch spielen."

Elber lässt sich sogar zu einem Geständnis hinreißen. Er sagt: "Ich muss gestehen, dass ich schon beim WM-Halbfinale 2014 für Deutschland war. Ich war live im Stadion, meine Frau hatte das Brasilien-Trikot an, meine Kinder das deutsche Trikot, ich hatte eine Deutschland-Fahne ins Gesicht gemalt. Ich habe fast mein ganzes Fußballerleben in Deutschland verbracht, ich bin kein richtiger Brasilianer. Die deutschen Spieler wie Thomas Müller sind mir näher, weil ich einige von ihnen persönlich kenne."

Verwendete Quellen:

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