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DFB-Chef Reinhard Grindel über Pläne von Gianni Infantino

Umstrittene Reformen  

25 Milliarden! DFB-Präsident spricht über Fifa-Pläne

06.06.2018, 11:56 Uhr | dpa, t-online.de, so

DFB-Chef Reinhard Grindel über Pläne von Gianni Infantino. Reinhard Grindel beim 75. DFB Pokalfinale: Der 57-Jährige ist seit April 2016 Präsident des Deutschen Fußballbundes. (Quelle: imago images/Chai v. d. Laage)

Reinhard Grindel beim 75. DFB Pokalfinale: Der 57-Jährige ist seit April 2016 Präsident des Deutschen Fußballbundes. (Quelle: Chai v. d. Laage/imago images)

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat für einen offenen Dialog bei den milliardenschweren Plänen der Fifa plädiert. Noch vor der WM soll unter anderem über die Einführung einer Weltliga diskutiert werden.

Fifa-Präsident Gianni Infantino soll bei den Fifa-Reformen für mehr Austausch sorgen. Diesen Wunsch hat DFB-Präsident Reinhard Grindel geäußert. "Ich würde es für sehr klug halten, wenn wir im Fifa-Council die Reset-Taste drücken", sagte der 56-Jährige der "Sport Bild". Grindel hält es für sinnvoll, wenn "in den Strukturen, die wir haben - den Fifa-Kommissionen für Klubwettbewerbe, für Nationalmannschaftswettbewerbe und dem Stakeholder-Komitee - der Auftrag erteilt wird, sich genau mit den Vorschlägen zu befassen". 

Nations League statt des Confed Cups

Bei den milliardenschweren Plänen des Fifa-Präsidenten geht es um die Reform der Nations League und die Einführung einer Weltliga. 

Die Nations League, die im September 2018 startet und von der Uefa organisiert wird, soll zu einem weltweiten Turnier werden. Das Wettbewerb soll als Vorbild für ein alle zwei Jahre stattfindendes Ligaturnier für Nationalmannschaften sein – dann weltweit. An der Uefa-Version sollen alle 55 Mitgliederverbände der Uefa teilnehmen. Ziel ist es die Zahl der internationalen Frendschaftsspiele zu verringern.

Die Pläne von Infantino sehen außerdem vor, dass die Klub-WM mit 24 Mannschaften alle vier Jahre im Juni veranstaltet würde, anstelle des Confed Cups, der abgeschafft wird. Das Turnier gilt als Nachfolger des Weltpokals, an dem bisher nur europäische und südamerikansiche Mannschaften teilnehmen durften. Es soll zu einer Weltliga ausgebaut werden. "Die Hälfte davon aus Europa in insgesamt acht Gruppen à drei Mannschaften, dann Viertelfinale, Halbfinale und Finale", sagte Infantino. Start für die Klub-WM wäre 2021.

Investoren bieten 25 Milliarden

Für die neuen Fifa-Pläne soll Infantino bereits Investoren gefunden haben. Am kommenden Sonntag – vier Tage vor dem Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft – tagt das Fifa-Council in Moskau. Dort sollen nähere Informationen zu den Investoren und den Garantie-Summen auf den Tisch kommen.

Gianni Infantino: Der Fifa-Chef plant milliardenschwere Reformen bei der National League und die Einführung einer Weltliga. (Quelle: imago images/Geisser)Gianni Infantino: Der Fifa-Chef plant milliardenschwere Reformen bei der National League und die Einführung einer Weltliga. (Quelle: Geisser/imago images)

Bislang war offiziell nur bekannt, dass eine Investorengruppe, deren Zusammensetzung bislang von Infantino unter Verschluss gehalten wurde, die Rechte an den besagten Turnieren offenbar über zwölf Jahre für 25 Milliarden Dollar erwerben wolle. Die Financial Times berichtete, hinter der Investorengruppe stünden die japanische SoftBank sowie die Regierungen Chinas und Saudi-Arabiens.

Infantino hat alle Chancen, breite Unterstützung zu bekommen

Das Fifa-Council hatte den Plänen des Präsidenten bereits auf einer Sitzung im vergangenen März in Bogota eine Abfuhr erteilt. Mitte Mai hatte Infantino laut Angaben der Süddeutschen Zeitung die europäischen Klubs vom vorläufigen Stopp der Planungen aufgrund fehlenden Rückhalts auf nahezu allen Ebenen in Kenntnis gesetzt. Die Köpfe der reichsten Vereine des Kontinents hatte Infantino aber gleichzeitig ins Fifa-Hauptquartier eingeladen und dabei offenbar auf seine Seite gezogen.

In Blick auf Infantinos Wiederwahl im kommenden Jahr hält DFB-Präsident Grindel einen offenen Austausch statt Alleingängen des Schweizers für notwendig: "Wenn Infantino zu einem vertrauensvollen Miteinander mit all denjenigen zurückfindet, denen er seine Wahl 2016 maßgeblich zu verdanken hat, dann hat er sicherlich alle Chancen, breite Unterstützung zu bekommen."

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • Eigene Recherchen

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