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Testspiel gegen Deutschland: WM-Erfolg Russlands soll keine Eintagsfliege sein

Testspiel gegen Deutschland  

WM-Erfolg Russlands soll keine Eintagsfliege sein

14.11.2018, 10:14 Uhr | dpa

Testspiel gegen Deutschland: WM-Erfolg Russlands soll keine Eintagsfliege sein. Russlands Trainer Stanislaw Tschertschessow will mit seinem Team auch gegen Deutschland Stärke zeigen.

Russlands Trainer Stanislaw Tschertschessow will mit seinem Team auch gegen Deutschland Stärke zeigen. Foto: Christian Charisius. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Bloß nicht den Rücktritt des deutschen Bundestrainers herbeireden. Russlands Fußball-Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow umschifft geschickt die Frage eines Journalisten.

Der Reporter einer russischen Zeitung wollte wissen, ob Tschertschessow nicht zum Karriereende von Joachim Löw beitragen könnte, wenn sein Team das Freundschaftsspiel gegen die DFB-Auswahl Elf am Donnerstag in Leipzig gewinnen sollte. Er antwortete: "In den letzten Spielen waren die Ergebnisse der Deutschen unbefriedigend, aber die Qualität war hoch."

Löw und Tschertschessow kennen sich seit Jahren. Auf seinem Instagram-Profil hat der Russe ein Foto von sich und seinem deutschen Kollegen hochgeladen. Beim FIFA-Kongress in London trafen sich beide und frühstückten - und schreiben sich auch sonst gelegentlich Nachrichten, wie Tschertschessow der "Bild am Sonntag" verriet. "Auch während der WM waren wir per SMS in Kontakt." Für beide Trainer hätte die WM allerdings unterschiedlicher nicht verlaufen können.

Gastgeber Russland schaffte nach einem Sieg gegen Spanien den Sprung ins Viertelfinale, scheiterte dann aber an Kroatien. Es war der größte Erfolg der Sbornaja seit Jahrzehnten - trotz geringer Erwartungen vor der WM im Sommer. Für das Team von Löw war es ein Desaster. Bereits in der Vorrunde war Schluss. Nach dem blamablen Aus gab es weitere Niederlagen. Löw musste um seinen Posten bangen.

Die Sbornaja blieb dagegen auch nach der WM in der Erfolgsspur. Wenn die Russen am 20. November in der Nations League B gegen die Schweden gewinnen, könnte die russische Elf in die Liga A aufsteigen. Für die Partien gegen Deutschland und Schweden hat Tschertschessow seine Aufstellung etwas verändert.

So wurde als Verteidiger Kirill Nababkin von ZSKA Moskau nominiert. Fürs Mittelfeld kommen die Brüder Anton und Alexej Mirantschuk (Lokomotive Moskau) infrage. Stürmer Fjodor Tschalow (ZSKA Moskau) kann ebenso auf einen Einsatz hoffen wie die beiden Ex-Bundesligaprofis Roman Neustädter und Konstantin Rausch. Der Nationalcoach gab vor kurzem als Marschroute für die Zeit nach der WM aus: Der Erfolg seiner Mannschaft dürfe keine Eintagsfliege sein.

Geachtet ist der Nationalcoach nicht nur in Russland. Im Februar 2019 soll er in Dresden den Orden des 14. Dresdner Semperopernballs bekommen. Damit werde seine "außergewöhnliche Laufbahn" als aktiver Sportler sowie als Vorbild und Identifikationsfigur geehrt, hatten die Veranstalter ihre Wahl begründet. Tschertschessow war von 1993 bis 1995 Stammtorhüter von Dynamo Dresden.

Nach der WM verlieh ihm der russische Präsident Wladimir Putin einen Orden. Auf den Kremlchef hält Tschertschessow offenbar große Stücke. "Er ist unser Leader, und er macht seine Sache hervorragend", sagte er im "BamS"-Interview. "Vielleicht sind ja viele in Deutschland eifersüchtig, dass wir ihn haben - und ihr nicht." Dieser Satz ist auch von vielen russischen Medien aufgegriffen worden.

Unumstritten im In- und Ausland sind Tschertschessows Leistungen für den Fußball. Während und nach der WM sei das Interesse vieler Russen für den Sport gestiegen. In dem Interview verriet der 55-Jährige auch, was sich seither für ihn verändert hat: "Die WM hat mich interessanter für ältere Frauen gemacht. Ich weiß nicht, warum."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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