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Nationaltrainer Serbiens: Krstajic setzt für Serbiens Kader auf Bundesliga-Stars

Nationaltrainer Serbiens  

Krstajic setzt für Serbiens Kader auf Bundesliga-Stars

19.03.2019, 12:43 Uhr | dpa

Nationaltrainer Serbiens: Krstajic setzt für Serbiens Kader auf Bundesliga-Stars. Füt Mladen Krstajic ist der Job als Serbiens Nationaltrainer wie eine heiße Kartoffel in der Hand.

Füt Mladen Krstajic ist der Job als Serbiens Nationaltrainer wie eine heiße Kartoffel in der Hand. Foto: Matthias Schrader/AP. (Quelle: dpa)

Wolfsburg (dpa) - Erst am Schloss und am VW-Tor vorbei. Und dann auf der Höhe der Autostadt links abbiegen. Den Weg vom Mannschaftshotel zum Stadion kennt Mladen Krstajic in Wolfsburg noch ganz genau.

Der Trainer des deutschen Länderspiel-Gegners Serbien ist 2004 mit Werder Bremen tatsächlich deutscher Meister geworden und 2007 mit dem FC Schalke 04 nur beinahe. Auch in seinem aktuellen Job hat er ständig etwas mit der Fußball-Bundesliga zu tun: Für das Testspiel am Mittwochabend (20.45 Uhr/RTL) in der Volkswagen Arena hat er mit Luka Jovic, Filip Kostic und Mijat Gacinovic gleich drei Spieler von Eintracht Frankfurt nominiert und dazu mit Milos Veljkovic auch noch einen seiner eigenen Nachfolger in der Abwehr von Werder.

Nationaltrainer von Serbien zu sein, sei irgendwie so, "wie eine heiße Kartoffel in die Hand zu nehmen", sagte Krstajic der Schweizer Zeitung "Blick" während der WM 2018. Etwa sieben Millionen Einwohner des Landes würden ständig seine Arbeit kommentieren und viel mehr von seiner Mannschaft erwarten, als die eigentlich leisten könne.

Das, was die Bundesliga ihm anbietet, und das, was Krstajic dann daraus macht, kann allerdings auch in Deutschland nicht immer jeder auf Anhieb verstehen. Ein Beispiel dafür ist Luka Jovic. Der 21 Jahre alte Stürmer von Eintracht Frankfurt hat in dieser Saison schon 15 Bundesliga-Tore geschossen. Angeblich denken Bayern München, der FC Chelsea und der FC Barcelona über seine Verpflichtung nach.

Auch Krstajic sagte in einem t-online.de-Interview über ihn: "Er kann Großes erreichen. Ich würde ihn vielleicht mit Barcelonas Luis Suarez vergleichen." In der serbischen Nationalmannschaft ist Jovic trotzdem meistens nur Ersatz. Zumindest bislang vertraute sein Trainer eher dem Stürmer Aleksandar Mitrovic, der definitiv nicht von Bayern München, dem FC Chelsea und dem FC Barcelona umworben wird, sondern vor einem Jahr beinahe beim Hamburger SV gelandet wäre. Aktuell spielt er beim englischen Abstiegskandidaten FC Fulham.

Möglicherweise ordnet Krstajic vor den beiden Spielen gegen Deutschland und in der EM-Qualifikation in Portugal (25. März) nun ein Spielsystem mit zwei Stürmern an, um den Frankfurter Jovic endlich in sein Team zu integrieren. Möglicherweise ist ihm das aber auch zu riskant. Denn die Serben haben ausgerechnet in dieser wichtigen Woche "große Verletzungssorgen", wie ihr Trainer bei einer letzten Pressekonferenz in Belgrad einräumte. So fallen in Wolfsburg unter anderem sein Kapitän Aleksandar Kolarov (AS Rom) und sein Mittelfeldstratege Nemanja Matic (Manchester United) aus.

"Natürlich hätte ich gegen die Deutschen gern ein 5:0 für uns", sagte Krstajic. "Aber wir wissen, wie sehr wir Deutschland immer noch respektieren müssen. Es hat meine Überzeugung nicht erschüttert, wie sie zuletzt bei der WM und in der Nations League gespielt haben. Deutschland ist am gefährlichsten, wenn es scheinbar anfällig ist."

Krstajic war schon als Spieler ein großer Verteidiger - und genauso handelt und redet er jetzt meistens auch als Trainer: Erst einmal auf Vorsicht bedacht, aber wenn es darauf ankommt, haut er manchmal kompromisslos dazwischen. Die große Mittelfeldfeld-Hoffnung Marko Grujic etwa nominierte er nicht für die beiden Partien gegen Deutschland und Portugal, weil der Profi von Hertha BSC sich im vergangenen Herbst angeblich weigerte, in der serbischen U21-Auswahl auszuhelfen. "Wie kann ich ihn dann ins A-Team holen?", reagierte Krstajic sauer. Auch der Schalker Matija Nastasic gehört seit einem Streit mit seinem Trainer nicht mehr zum Team.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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